Hanf und Sport – sportlich kiffen

  • Juli 22, 2015
  • Hanf
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ich habe Sebastian* vergangenes Jahr beim Skifahren in Tschechien kennengelernt. ich hatte beim Liftfahren einen mir bestens vertrauten Geruch wahrgenommen und sofort den im Liftsessel vor mir hängenden Skifahrer als Quelle lokalisiert, der die Zwangspause im Lift dreist dazu nutzte, einen kleinen Joint zu rauchen…
Oben angekommen habe ich ihn dann gefragt, ob er bei der nächsten Bergfahrt mal mein namenloses, tschechisches Outdoor-Sativa probieren wolle, mit dem ich mir die Skitage im Riesengebirge versüßt hatte. So hatte ich für die nächste Liftfahrt und auch für die nächsten Tage einen Begleiter auf der Piste, denn Sebastian und ich hatten uns viel zu erzählen und eine nicht ganz geringe Menge gutes Gras zu teilen. Nach ein paar gemeinsamen Urlaubstagen habe ich meinen neuen Freund dann gebeten, mir ein Interview zu geben, weil seine Leidenschaft für Sport nicht gerade dem Klischee entspricht, das Hanfliebhabenden anhaftet. Sebastian ist übrigens bei Weitem nicht der einzige Kiffer aus meinem Bekannten- und Freundeskreis, der regelmäßig und viel Sport treibt und fast allabendlich Cannabis raucht. Aber Sebastian ist mit Sicherheit der extremste, denn er ist erst zufrieden, wenn es richtig weh tut…
Was ist ein Sport-Kiffer?
Du meintest einmal zu mir, du seist ein „Sport-Kiffer“. Kannst du das bitte mal genauer erklären?
Ich habe seit meinem siebten Lebensjahr viel Sport getrieben, als Kind viele Sportarten ausprobiert und bin ein richtig guter Fußballer geworden. So gut, dass ich in einigen Auswahlen Hanf und Sport 02gespielt habe, aber das hatte seinen Preis: Ich hatte bereits mit zwölf Jahren kaum noch Zeit für Privates, es gab nur Schule und Sport. So mit 14 oder 15 entdeckte ich den Reiz des weiblichen Geschlechts sowie des Rausches, was meine Lust auf sportliche Aktivitäten wiederum negativ beeinflusste. Meine bevorzugte Droge war selbstredend der Alkohol. Haschisch war in unserem dörflichen Umfeld der frühen 1980er Jahre komplett verpönt und meine Kumpels und ich wollten ja damals auch noch nix mit den drogensüchtigen Hippies gemein haben, die man im Jugendzentrum der nächstgrößeren Stadt rumlungern sehen konnte. Leider hatte ich, genau wie im Sport, ein leichtes Problem, mein rechtes Maß beim Stemmen von Selbigem einzuschätzen und so kam es häufiger vor, dass ich mich bis zur Besinnungslosigkeit betrank und auf dem Weg ins Delirium alles vollkotzte, was sich mir in den Weg stellte; inklusive meiner ersten zarten Jugendliebe. Ich hatte zu dieser Zeit nur so nebenbei fünf Mal die Woche Training, mit Leistungszentrum, Begabten-Sichtung und allem Pipapo. Kurzum: It was too much für einen 15-Jährigen. Meine Eltern waren ziemlich mit sich selbst beschäftigt und selbst dem Suff nicht ganz abgeneigt und haben so, mit Ausnahme der sportlichen Erfolge, vom Privatleben ihres Sohnemanns fast nix mitbekommen. ‚Wir haben früher auch öfter mal einen über den Durst getrunken, geschadet hat’s nicht‘, höre ich meinen Vater heute noch sagen, als ich einmal fast besinnungslos zu Hause abgeliefert wurde. Ich war so damit beschäftigt, Schule, WochenendSuff und die zunehmende Zahl der Kneipengänge unter der Woche unter einen Hut zu bringen, dass meine sportlichen Aktivitäten lang-sam aber sicher weniger wurden. Kurz vor dem Abitur, also so mit 18, habe ich dann angefangen, ab und zu zu kiffen und hatte eine Menge Spaß dabei, allerdings spielte das in meiner Freizeitgestaltung damals noch eine sehr untergeordnete Rolle. Meine Leidenschaft galt dem Suff sowie dem anderen Geschlecht, und zwar genau in dieser Reihenfolge. Kiffen war absolute Nebensache. Als ich dann mit knapp 19 Jahren Abi machte, hatte ich den Sport komplett aufgegeben und durch die ständige Biertrinkerei fast zehn Kilo zugenommen, kurzum: Ich hatte zwar mein Abitur in der Tasche, sah aber scheiße aus und hatte, vom heutigen Standpunkt aus betrachtet, bereits mit 19 Lenzen ein mittelschweres Alkoholproblem.
Aber dafür kaum gekifft?
Bei uns auf dem Lande gab es ja fast nie was zu Kiffen, aber Saufen war fast normal. Ich bin dann nach dem Abi nach Berlin gezogen, um zu studieren. In Berlin habe ich zum ersten Mal in meinem Leben eine richtige ‚Kiffer-Szene‘ kennengelernt. Ich fand das unglaublich, wie offen ich vor fast 25 Jahren schon in Kreuzberg oder Prenzlauer Berg kiffen und Hasch oder Gras kaufen konnte. Am Anfang habe ich dann erst einmal die totale Party gefeiert, alles ausprobiert und ziemlich schnell festgestellt, dass die Dauer-Party auch nicht das Wahre ist. Während der Anfangszeit meines Studiums habe ich dann LSD, Pilze und (fast) die ganze Palette illegalisierter Drogen ausprobiert, nur von Opiaten habe ich die Finger gelassen, was bei meiner Anfälligkeit für Alkohol sicher eine weise Entscheidung war.
Natürliche Entschleunigung
Hat dein Studium darunter gelitten?
Klar, anfangs schon, ich war eher selten an der Uni und mittlerweile fast 20 Kilogramm schwerer als mit 17. Aber nach ein paar Semestern habe ich dann wieder die Kurve gekriegt, was, wie ich im Nachhinein zugeben muss, an meiner damaligen Freundin lag. Die hasste Alkohol und Fleisch, liebte aber ihr Ganja. Nachdem wir zusammengezogen waren, habe ich fast gar nicht mehr getrunken und gesund gegessen, das Studium wieder ernst genommen und jeden Abend gekifft. Außerdem habe ich angefangen, zu schwimmen und Rad zu fahren, erst nur aus rein praktischen Gründen: Wir waren latent pleite und das Fahrrad war billiger als öffentliche Verkehrsmittel. Im Schwimmbad gab es nach dem Schwimmen heiße Duschen ohne Zeitlimit, in unserer Ostberliner Wohnung nur einen kleinen Boiler, der nach zweieinhalb Minuten leer war. Nach kurzer Zeit habe ich wie von selbst Gewicht verloren, ohne dass ich mich zusammenreißen musste. Daraufhin habe ich noch mehr Sport gemacht und ein wenig mehr gekifft, als Ausgleich sozusagen, weil ich jetzt immer mehr Aufgaben, aber nicht mehr Zeit hatte. Nach drei Monaten waren es zehn, nach fünf Monaten 20 Kilo. Nach über einem halben Jahr hatte ich mein Ideal-gewicht wieder und war wieder ziemlich fit. Man kann sagen, ich habe kurz vor knapp die Kurve gekriegt, und ab damals stand eines für mich fest: Ab jetzt gibt es Weed statt Alk und Sport wie in alten Zeiten. Das ist jetzt fast 20 Jahre her. Seitdem habe ich mein Studium erfolgreich beendet, unzählige, mehrtägige oder gar längere Fahrradtouren gemacht und lege immer noch alle Wege mit dem Rad zurück, gehe ständig schwimmen, laufe seit ein paar Jahren abends ein paar Runden und… kiffe immer noch nach Feierabend. Nebenbei bin ich finanziell unabhängig und habe zwei Kinder sowie einen Job, der mich mit Freude erfüllt.
Geht dir die jahrelange Raucherei nicht auf die Lungen beim . Sport?
Seit ich pur rauche, spüre ich keinerlei Beeinträchtigung mehr. Ich rauche auch nicht beim oder direkt nach dem Sport. Als ich Gras noch mit Tabak gemischt habe, was ich seit ungefähr fünf Jahren nicht mehr mache, habe ich einfach insgesamt mehr geraucht, aber war beim Sport nicht unbedingt unfitter als jetzt… man wird ja auch älter. Aber als ich noch richtige Zigaretten geraucht habe, war ich schon ein wenig kurzatmiger als heute. Es ist ja auch ein Unterschied, ob man den ganzen Tag raucht oder nur abends ein paar Mal auf der Couch an ein oder zwei Tüten zieht. Die Freundin von damals, die mich vom Suff zum Weed gebracht hatte, habe ich übrigens schon lange nicht mehr, aber ich habe seit damals meinen Lebensstil nicht wieder geändert. Ich mag es eben extrem: viel Sport, viel Arbeit, viel Weed und viel gutes Essen und keinen Alk oder andere Drogen.
Wir wissen ja jetzt, dass du schwimmst, Rad fährst und ab und zu läufst. Außerdem scheinst du noch Ski zu fahren, und das gar nicht so übel?
Ja, auch so ein Relikt meiner Kindheit, ich war jedes Jahr mit den Eltern beim ‚Anton in Tirol‘, mit Jagatee und Aprés-Ski — widerlich. Aber Skifahren an sich ist einfach geil und im Vergleich zum Schwimmen oder Radfahren ist das für mich eher sportliche Erholung, weil lange nicht so anstrengend. Ich bin ja auch eher wegen der Kinder hier, die ich ein paar Tage in Hanf und Sport 03der Ski-Schule ‚geparkt‘ habe. Wenn ich so wie jetzt allein fahre, kiffe ich auch gerne mal. Ich fahre nie total stoned Ski, sondern eher medizinisch dosiert. Ein, zwei Züge halt, mehr geht sowieso nicht im Lift. Wenn ich Auto fahre, kiffe ich zum Beispiel gar nicht, weil es allgemeiner Konsens ist, nüchtern zu fahren. Ich möchte da nicht aus der Reihe tanzen, auch wenn ich die Erfahrung gemacht habe, dass mein Reaktionsvermögen nach einem Zug am Joint nicht so eingeschränkt wie mit 0,4 Promille ist. Die Akzeptanz von Alkoholfahrten im Vergleich zu anderen Drogen im Straßenverkehr ist aber ein anderes Thema. Auf der Piste ist Nüchternheit allerdings kein allgemeiner Konsens und meine Art der natürlichen Entschleunigung sehe ich wie eine Lebensversicherung — solange scharenweise angetrunkene Narren, Speedsüchtige oder Hobby-Rennläufer, ungebremst von Behörden oder Kontrollen, ihr Unwesen auf Kosten sportbegeisterter Skiläufer treiben. Nicht zu unterschätzen ist die Aggressivität, die, bedingt durch die Geschwindigkeit, ähnlich wie beim Autofahren, viele Hobby-Skikünstler befällt, denen man ein so rüdes Verhalten im Alltag gar nicht zutraut. Dazu noch ein, zwei Bierchen zum Mittag auf der Hütt’n, und fertig ist der gefährliche Mix aus Geschwindigkeit, aggressivem Fahrverhalten und fehlender Rücksicht. Deshalb passieren auch die meisten Ski-Unfälle in den Nachmittagsstunden. Ich hingegen komme mir, Hanf sei Dank, fast immer zu schnell vor, wenn ich es mal laufen lasse. Lieber ein wenig langsamer, bloß niemanden erschrecken, nicht auffallen (der Kiffer-Reflex), nur nicht zu dicht an die ‚anderen‘ ran. Lieber technisch sauber fahren und auf den ‚Flow‘ achten, ohne zu verkrampfen. Du weißt schon…
Unsere Leserinnen interessiert sicher auch, ob du dein Gras kaufst oder selbst anpflanzt? hanfsamen versand
Na hör mal, ich wohne seit Ewigkeiten in Berlin, wo es in jedem Bezirk mindestens einen Growshop gibt. Ich baue für mich selbst an. Ich habe mir schon Ende der 1990er Jahre eine kleine Box und eine kleine Mutterkammer gebastelt, die mich seit Langem unabhängig vom Schwarzmarkt macht. Für die Muttis und Stecklinge nutze ich 40×40 cm bei 75 Watt, meine Blühkammer hat eine 250-Watt-Leuchte auf einer Fläche von 50×90 cm. Ich baue immer nur eine Sorte an, weil ich nur Platz für eine Mutter habe und nicht gerne mit Fremden Sorten tausche, wegen Krankheiten und Schädlingen. Zurzeit stehen neun Jack Flash in der Blüte, von denen ich mir wieder so um die 200 Gramm Ertrag erhoffe. Ich ernte eigentlich immer gute 20 Gramm pro Pflanze, im Sommer meist ein bisschen weniger. Am Anfang habe ich natürlich alle üblichen Fehler ge-macht, habe überwässert, unterdüngt, Schädlinge nicht erkannt oder die Zeitschaltuhr vergessen. Aber mit der Zeit habe ich mich ganz gut ‚eingefuchst‘ und ändere schon lange nichts mehr an meiner Grow-Technik. Neue Sachen wie Energiesparlampen oder Filter ohne Kohle sind mir suspekt. Als Medium nehme ich ein Kokos-Perlite-Gemisch, ich messe pH- sowie Ec-Wert und bin relativ penibel, aber mein Equipment ist mit Ausnahme von Filter und Lampe schon über zehn Jahre alt. Ich verkaufe nix von dem Weed, habe ich mal was übrig, backe ich einen Kuchen oder auch zwei und mache mit Freunden eine schöne Party.
Machst du manchmal Kiffpausen?
Ich habe meine Regeln, die heißen: nie vor Feierabend, nie, wenn ich mit den Kindern was mache, das war’s. Ausnahmen sind: Mein Geburtstag, Urlaub, Weihnachten und Silvester, da darf ich auch mal tagsüber. Und abends eigentlich immer. Was soll ich mir da vormachen? Ich habe fast acht Jahre lang exzessiv gesoffen und Zigaretten geraucht und habe nie eine Therapie gemacht oder Ähnliches. Ich nutze Ganja seit nunmehr fast 20 Jahren als Nikotin-Alkohol-Substitut. Damals habe ich dann eher zufällig einen für mich gangbaren Weg gefunden, mit meinem Hang zur Sucht oder zur Maßlosigkeit zu leben, indem ich angefangen habe, regelmäßig Weed zu rauchen, was meinen Drang nach Suff vollends und den nach Kippen fast komplett beendet hat. Später habe ich mir dann nach dem Alkohol die Zigaretten auch noch ganz abgewöhnt, nachdem es automatisch immer weniger geworden waren. Mein Arzt ist mit meiner Konstitution heute, wo ich 44 bin, hochzufrieden und mir geht es auch sonst blendend. Ich werde halt vom Kiffen nicht mehr richtig breit, so wie die meisten Gelegenheitskonsumenten aus meinem Freundeskreis in meinem Alter oder gar Neueinsteiger. Aber das nehme ich gerne in Kauf. Ob ich bis zum Lebensende kiffen werde, weiß ich selbst noch nicht. Aber wenn nix dazwischenkommt, sieht es zurzeit ganz danach aus. Apropos kiffen. Ich habe nebenbei einen angebaut, wollen wir nicht kurz mal die Location wechseln?
Na dann, verabschieden wir uns doch vorher noch von den Leserinnen, bevor wir zum privaten Teil der Unterhaltung übergehen. Ich danke dir für das Gespräch, Sebastian!
War mir ein Vergnügen. Tschüs! Epilog
Nach dem Interview haben wir noch zwei herrliche Tage auf den Pisten des Riesengebirges verbracht, auf denen der gepflegte Abfahrtsjoint heutzutage besonders in Snowboarder-Kreisen genauso dazugehört wie ein Jagatee auf der Skihütt n. Die Zeiten ändern sich eben. Nächstes Jahr geht es dann im Skiurlaub nach Denver, in Colorados Skigebieten kann man die Sportzigarette dann sogar komplett legal und im Warmen genießen. Vielleicht kommt Sebastian ja mit.

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