Sie sind dafür zuständig, dass auf harte Moves keine harte Landung folgt – und das möglichst über Jahre hinweg. Wir haben 24 Crashpads von 20 Herstellern im Langzeittest ausgiebig besprungen und geschleppt. und verraten euch nun, wo ihr am besten landet.

Wenn Blätter und
Temperaturen fallen, steigt die Vorfreude auf die bevorstehende Freiluft-Bouldersaison. Vor allem nach einem Sommer, der keiner war. Pünktlich zum Herbstanfang präsentieren wir euch deshalb die Ergebnisse unseres Langzeit-Crashpad-Tests, für den wir seit Februar dieses Jahres 24 Modelle aller in Europa gängigen Hersteller genau unter die Lupe genommen haben.
EIN WEITES FELD
Der Einsatzbereich der getesteten Crashpads reicht von Sitzstart bis Highball, ihre Größe von Minipad bis Monstermatte. Elf der Pads sind Burritos, dazu kommen acht Tacos (Crashpad-Konstruktionen siehe S. 91 unten) und fünf Matten, die beide Bauweisen auf unterschiedliche Weise kombinieren. Abgesehen von vier ungewöhnlichen Dämpfungs-Konstruktionen weisen alle Crashpads eine konventionelle Schaumstoff-Lagenkonstruktion auf, wobei die Zahl der verwendeten Schichten zwischen zwei und fünf variiert. Drei der getesteten Matten waren jedoch Vorserienprodukte, weshalb wir diese — trotz teils bester Ergebnisse — nicht bei den Empfehlungen berücksichtigt haben.
SICHERHEIT GEHT VOR Priorität bei unserer Bewertung hatten selbstverständlich Sicherheit und Dämpfung, denn darum geht es bei Crashpads vorrangig: die Landung möglichst weich und sicher zu gestalten. Bei den konventionell aufgebauten Burritos überzeugte uns das mit haltbareren Schaumstoffen als das Vorgängermodell bestückte Mondo von Black Diamond. Am anderen Ende des Größenspektrums begeisterte das Spot 2 von DMM, das eine tolle Ergänzungsmatte abgibt.
Auf dem gleichen Niveau wie das Mondo bewegt sich das Mammut Crashiano, das eine durchgehende obere Schaumstofflage besitzt, also ein Element der Taco-Bauweise integriert. Dies ist auch beim Metolius Boss Hogg der Fall, wobei dessen Durchschlagschutz nicht ganz an die Modelle vom Black Diamond und Mammut heranreicht.

Unter den reinen Tacos konventioneller Bauweise stach in Sachen Sicherheit und Dämpfung das Moon Saturn hervor.
Von den vier „exotischen” Modellen konnten zwei hinsichtlich Sicherheit und Dämpfung überzeugen. Das Snap Wrap sorgte bei den Testern mit seiner „variablen” Dämpfung für Begeisterung. Stark auch das Paddy Dominator von Ocün, das bis an die Ränder hohen Durchschlagschutz bietet. Auf die Kanten sollte man aber besser nicht springen. Zuletzt bekommen das Black Diamond Impact und das Red Chili Standard für genügend Dämpfung und Durchschlagschutz bei geringem Preis einen Preistipp.
MUSS DAS SEIN?
Was das Handling anbelangt, hatten wir bei manchen Pads den Eindruck, dass deren Hersteller mehr wert auf Gimmicks als auf sinnvolle Details legen. Das Gros der Pads besitzt keine Positionierschlaufen auf allen Seiten, was aber vor allem bei dicken und großen Modellen wichtig ist, um deren Lage schnell an die potenzielle Sturzbahn des Boulderers anpassen zu können.

Velcro-Verbindungsflaps, um mehrere gleiche Matten zu verbinden, können nützlich sein. Allerdings lässt das Gelände oft keine solche Mattenlandschaft zu, meist sind verschiedene Pad-Modelle am Start, und im Zweifel ist ein Sitzstartpad über dem Spalt zwischen den Matten sicherer. Unsinnig sind lange Gurte, um ein „Sofa” basteln zu können, wenn diese unterwegs zur Stolperfalle werden. Ein Block, ein Baum oder ein Auto, wo man das Pad anlehnen kann, findet sich immer. Zudem schadet der freistehende Sofa-Einsatz den Schaumstoffen und eine sich durchbiegende Lehne ist ohnehin unbequem. Die Produktionskosten für solche Features wären in genügend Positionierschlaufen oder einem komfortableren Tragesystem besser angelegt.
Dass Handling und Tragekomfort in die derzeit in Ausarbeitung begriffene UIAANorm für Crashpads einfließen, steht nicht zu erwarten. Bis die kommt, kann es allerdings noch etwas dauern. Der Boulderherbst steht dagegen vor der Tür — wir wünschen eine allzeit sichere Landung!

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