zwölf Sets Woll Unterwäsche im Test

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Tolle Wolle

Woll-Unterwäsche hat für Bergsteiger sehr interessante Eigenschaften. Die Hersteller bieten sie sowohl als reine Wollprodukte als auch als Misch-Produkte in der Kombination mit Kunstfasern an. Worauf man bei der Auswahl achten sollte, zeigt dieser Praxistest.

Frieren ist nicht nur unangenehm; es erhöht auch die Gefahr, sich zu verletzen. In der Land der Berge-Serie „Alpinmedizin“ beschrieb Univ.­Prof. DDr. med. Martin Burtscher An­fang des Jahres (01/2013) die Vorgänge im menschlichen Körper unter Kälte­einwirkung. Er machte deutlich, dass vor allem „Sportarten mit nur kurzzei­tigen Belastungen und längeren Ruhe­phasen“, wie das Pisten-Skifahren, eine leichte Unterkühlung12 Sets Woll Unterwaesche im Test 01 begünstigen, wenn man keine angemessene Klei­dung trägt. Prozesse wie die Erhaltung des motorischen Gleichgewichts und die Koordination der Bewegungen wer­den beeinträchtigt. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls.

Die beste Gegenstrategie ist es, funktionelle Kleidung zu tragen, die das Mikroklima um den Körper ange­messen warm und möglichst trocken hält. Wenn man mehrere Schichten funktioneller Kleidung übereinander zieht und bei Bedarf einige davon wie­der ablegt, also das Zwiebel-Prinzip anwendet, hat man die besten Chan­cen, optimal temperiert und trocken unterwegs zu sein.

Die Unterwäsche ist ein wesent­licher Teil dieser Kleidungsstrategie. Und die Hersteller, die für diese unter­ste Schicht auf Wolle setzen, werden immer mehr. Dafür gibt es einige gute Gründe, was auch unter den Konsu­menten die Zahl der Woll-Fans steigen lässt. Aber ganz unproblematisch ist die Wolle nicht. Vor allem kann man streiten, ob sie tatsächlich ein Natur­produkt ist.

WOLLSCHAF

Die frühesten Bilder von Wollschafen stammen aus dem Vorderasien des vierten vorchristlichen Jahrtausends. Doch der Gebrauch von Schafwolle ist sicher noch einige tausend Jahre älter: In der Jungsteinzeit, als die Menschen begannen, sesshaft zu werden, begann auch die Haltung von Nutztieren. Zu dieser Zeit trugen die Schafe noch ein geschecktes Haarkleid aus hell- bis dunkelbraunen Deckhaaren. Das Vlies, also die fei-nen unteren Härchen, wurde zur Zeit des Haarwechsels aus­gezupft und zu Kleidung weiterverar­beitet. Um aber mehr Vlies zu erhalten, sorgten die Bauern in einem langen Zuchtprozess dafür, dass den Schafen keine Deckhaare mehr wuchsen, dass sie statt der natürlichen Haarfärbung einheitlich gefärbte Wolle produzierten und dass der jährliche Haarwechsel ausfiel, damit man sie scheren konnte. Aus den ursprünglichen Haarschafen wurden gezüchtete Wollschafe.

Eine Schafrasse mit besonders feiner Wolle ist das Merino, das – laut Wikipedia – wahrscheinlich aus Nord­afrika stammt und von dort um das 13. Jahrhundert nach Christus nach Spani­en kam. Das spanische Königshaus beanspruchte in der Folge ein Monopol auf die Wollproduktion und verbot eine Ausfuhr von Schafen bei Todes­strafe. Dieses Monopol hielt bis ins 18. Jahrhundert, dann gelangten die er­sten Schafe bis Deutschland. Schließ­lich brachten europäische Siedler die Tiere nach Australien und Neuseeland. wo heute der größte Anteil an Schaf­wolle produziert wird. Die in diesem Praxistest vorgestellten Hemden und Hosen wurden alle aus australischer oder neuseeländischer Merinowolle hergestellt.

WOLL-VERARBEITUNG

Die frisch geschorene Wolle durchläuft eine Menge Bear­beitungsprozesse, bis sie als Unterwäsche im Laden liegt. Sie wird gewaschen, kardiert (zum Spinnen hergerichtet), gebleicht und/oder gefärbt und gesponnen. Das so gewon­nene Garn wird schließlich durch Ausrüstungen veredelt: Auf chemischem und/oder mechanischem Weg macht man es zum Beispiel maschinenwaschbar, schützt es gegen das Verfilzen oder gegen Mottenfraß. Dann endlich wird das Garn zum Endprodukt verwoben oder verstrickt.

Bedenkt man nun die lange Züchtungsgeschichte der heutigen Schafe, die Maßnahmen, die Massentierhaltung mit sich bringt und die aufwendige Verarbeitung, dann ist es durchaus berechtigt, sich zu fragen, ob Wolle nicht ei­gentlich auch eine Kunst-Faser ist.

WOLL-EIGENSCHAFTEN

Wie auch immer man diese Frage für sich beantwortet, Wollwäsche hat jedenfalls Eigenschaften, die bei alpinen Sportarten sehr nützlich sind. Die beiden wichtigsten sind hier der Feuchtigkeitstransport und die isolierende Wir­kung. Wolle kann bis zu 30 Prozent ihres Eigengewichts an Wasser (Schweiß) aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen, denn sie nimmt diese

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