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Weich, komfortabel und wetterfest: So soll eine Sofshelljacke sein, Was die neuesten Modelle wirklich können, klärt der große outdoor-Test.

Mystische Wälder aus knor­rigen Kiefern und stattlichen Bu­chen, rostrote Sandsteintürme, Burgruinen und verschlungene Pfade: Die Südpfalz ist wie gemacht für Wanderer — und für die outdoor-Crew ein perfektes Testrevier. Erst recht in diesem viel zu kalten und viel zu nassen Frühling, denn die Aussichten auf ein paar Sonnenstrahlen und milde Temperaturen sind hier im Südwesten Deutschlands besonders hoch. Dennoch treiben dunkle Wol­ken über die Campingwiese am Bä­renbrunner Hof, als die sechs Tester gerade ihre Zelte errichten.

»Schauer, Wind und Wolken, aber auch ein paar Sonnenstrahlen achtzehn Softshelljacken im Test 01und zweistellige Temperaturen«, zitiert Tester Eddi Eduard die Vorhersage seines Smartphones. »Perfektes Soft­shellwetter also«, sagt Ausrüstungs Redakteur Frank Wacker und wuch­tet drei Kisten voller Testjacken aus dem Auto: alles Kapuzensoftshells. Ihre Aufgabe besteht darin, Outdoo­rer vor feinem Sprühregen, kurzen Schauern, Wind, aber auch Hitzewal­lungen zu bewahren, ihnen also eine möglichst breite Komfortzone zu bie­ten. Und die hat ihren Preis: Zwischen 130 und 280 Euro kosten die zehn Männer- und acht Frauenmodelle.

Ein weites Feld

Die großen Preisunterschiede liegen vor allem im Material begründet: Die günstigen Modelle besitzen bis auf eine Ausnahme keine winddichte Membran. Sie bestehen nur aus einem dicht gewebten, leicht windabweisen­den und damit eher luftigen Material. Dass ein solches auch Vorteile haben kann, zeigt sich gleich zu Beginn des zweitägigen Tests: bei der Prüfung des Klimakomforts. Mit Rucksäcken voller Wechseljacken schnaufen die zwei Frauen und vier Männer den Steilhang zum Wolfshorn empor. Die Membranjacken kommen hier rasch an ihre Grenzen. Vor allem die Vaude ent­täuscht: »Selbst mit geöffneten Venti­achtzehn Softshelljacken im Test 02lationsöffnungen wird’s flott zu warm«, bilanziert outdoor-Redakteurin Katha­rina Hübner die Eindrücke der Crew.

In den membranlosen Modellen von Arc’teryx, Haglöfs, Marmot und Pata­gonia geht es hingegen kühler zu. Ihr hochelastisches Material hat einen weiteren Vorteil: Es macht selbst akro­batische Bewegungen klaglos mit, das haben die vielen Boulderblöcke auf dem Weg zum Wolfshorn gezeigt.

Gegen Wind und Wetter

Auf einem Felsvorsprung bläst der Trestern scharfer Wind entgegen. »Kapuzen auf, Kragen schließen und schön in den Wind stellen!« ruft Redakteur Wacker, dem es sichtlich Spaß macht, eine Softshell nach der ande­ren auf Schlupflöcher zu prüfen. »Der Kragen der Patagonia lässt sich nicht schließen«, stellt er fest. »Und bei der Mammut weht’s von unten in die Ja­cke«, ruft Tester Eduard in den Wind, »da fehlt ein Schnürzug am Saum.« Wie es besser geht, zeigen die Model­le von Arc`teryx und Outdoor Research: Die Kragen der zwei Jacken reichen bis zur Nase, ihre Kapuzen lie­gen eng am Kopf an und bilden mit dichtem, steifem achtzehn Softshelljacken im Test 03Schirm ein Bollwerk gegen Wind und leichten Regen.

Vor Nässe schützen beide Modelle gut. Selbst bei der membranlosen Arc`teryx hat Nieselregen dank der wirksamen Imprägnierung des Ober­stoffs lange Zeit keine Chance — das zeigte die Prüfung unter der outdoor-Sprühberegnungsanlage bereits im Vorfeld. Zwar muss eine Softshell nicht absolut wasserdicht sein — dafür ist sie nicht gemacht —, doch einen viertel­stündigen Nieselregen sollte sie schon wegstecken können. Und das schafft im Testfeld nur rund die Hälfte der Ja­cken. Bei den anderen findet Nässe über schlecht imprägnierte Nähte, Markenlogos oder Reißverschlüsse den Weg ins Innere — da hilft dann auch eine Membran nicht weiter.

Ausstattung im Check

»Und wo soll ich jetzt mein Smart-phone lassen?« Tester Eduard sucht nach einer freien Tasche — ver­geblich. Die Schubtaschen der Mam­mut Ultimate Hoody sind so tief posi­tioniert, dass sie vom Rucksackhüftgurt verdeckt werden. »Hier fehlt eine Brusttasche«, notiert er in sein Notiz­buch. Anderen reicht selbst das noch nicht. Testredakteur Wacker etwa braucht mindestens zwei freie Taschen: »Dann habe ich Riegel, Brille und Kar­te immer griffbereit«, sagt er.

Keine Frage: Die Anforderungen an die Austattung sind verschieden. Doch in einem sind sich alle Tester einig: Ei­ne große Tasche, die man selbst mit umgelegtem Hüftgurt erreicht, muss sein. Auch zum Thema Handling gibt es keine Diskussionen: »Klemmende Reißverschlüsse nerven auf Tour un­gemein«, erklärt Testerin

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