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Alles dicht?!

Sie sind das Nonplusultra in Sachen Wetterschutz, die Top-Liga unter den Funktionsjacken: Drei-Lagen-Jacken. Bei den Besten der Besten spielen Materialien, Design und Verarbeitung perfekt zusammen.

Drei-Lagen-Jacken stellen die Kö­nigsklasse der Regenjacken dar. Ihre drei Schichten, das imprä­gnierte Obermaterial, die Membran und das Futter, sind unverrutschbar miteinander verbunden, wodurch sich die Festigkeit der Lagen summiert. Das macht Drei-Lagen-Jacken besonders robust, aber nicht unbedingt steif, wie dieser Praxistest gezeigt hat. Einige der hier vorgestellten Jacken weisen zwar die klassische Hardshell-Steifigkeit auf, aber andere sind so geschmeidig, dass man geneigt ist, sie eher zu den Softs­hells zu zählen – die Nabu Jacket von Marmot wird sogar ganz offiziell so bezeichnet -, umso mehr, als es keine allgemeingültige Definition der „Softs­hell“ gibt. Ob eine Jacke nun mehr oder weniger steif ausfällt: gemeinsam ist den hier vorgestellten Modellen, dass sie aus drei fest miteinander verbun­denen Lagen bestehen, dass sie eine hohe Abrieb- und Reißfestigkeit auf­weisen und dass sie als Wetterschutz fürs Gebirge konzipiert sind, also ernsthaft Regen abhalten und Schweiß nach außen transportieren sollen.

Um diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden, kommt es auf das Zusammenspiel der Materialien, der Verarbeitung und des Designs an: Gute Stoffe müssen sorgfältig verarbeitet und mit wohl durchdachten Hüft-, Är­mel- und Kragenabschlüssen versehen werden. Die Kapuze soll Raum genug für einen Helm geben, aber auch ohne Helm so getrimmt werden können, dass das Gesichtsfeld un­eingeschränkt bleibt. Reiß­verschlüsse dürfen keine Eintrittspforten für den Re­gen sein. Und die Taschen sollten auch mit Klettergurt und Rucksack zugänglich bleiben.

15 DREI-LAGEN-JACKEN-01 15 DREI-LAGEN-JACKEN-02OBERSTOFF

Als Material für die äußere Schicht der Jacken kommen Polyamid und Polyes­ter zum Einsatz. Diese Kunststoffe nehmen selbst fast kein Wasser auf. (Bei Polyamid sind es zum Beispiel nur 1,5% Wasseraufnahme, also Gewichts­zunahme, in 24 Stunden in 20°C warmem Wasser.) Die Stoffe selbst sau­gen sich also nicht voll, aber Feuchtig­keit kann sich zwischen den Fasern halten. Um auch dies zu verhindern, werden die Stoffe imprägniert. Moder­ne Imprägnierungen können, wenn sie neu sind, Wasser so stark abstoßen, dass eine Jacke selbst unter einem Wasserfall trocken bleibt; sie ist ein­fach nicht nass zu kriegen! In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass Sympatex eine fluorcarbon-freie Imprä­gnierung verwendet, die ebenso gut

Wasser abweisen kann wie fluorcar­bon-haltige Imprägnierungen, aller­dings nicht Schmutz und 01 abwei­send wirkt.

Um die Wasser abweisende Eigen­schaft des Obermaterials zu erhalten, empfiehlt es sich, die Jacke nach meh­reren Waschgängen mit geringer Wär­me zu bügeln oder in den Wäsche­trockner zu geben. Genauere Anweisungen finden sich in den Pfle­gehinweisen jedes Herstellers.

FUTTER

Das Futter dient dazu, die Membran vor Verletzungen zu schützen. Nur sel- ten wird es darüber hinaus so gestal­tet, dass es sich auf nackter Haut ange­nehm anfühlt, zum Beispiel, wenn man darunter nur ein T-Shirt trägt. Hier stellt das Marzell Jacket von Vaude eine positive Ausnahme dar, und die Jacken von Northland und Marmot sind ganz o.k. Bei allen anderen Ja­cken ist man mit einem langärmeligen. Hemd grundsätzlich besser beraten.

MEMBRAN

Die Membran ist die mittlere der drei Lagen. Sie ist haupt­sächlich dafür zuständig, Regen abzuhalten und Schweiß in Form von Wasserdampf nach außen durchzulassen. Ein gutes Mikroklima zwischen Körper und Jacke herrscht dann, wenn es warm und trocken ist. Wie die verschie­denen Hersteller dies im Detail zu erreichen versuchen, halten sie streng geheim. Im Großen und Ganzen aber gibt es zwei Membran-Arten: die mikroporösen und die ge­schlossenen. Zu den mikroporösen Membranen der hier vorgestellten Jacken gehören Pro und Active von Gore-Tex und Neoshell von Polartec, zu den geschlossenen Membra­nen Dermizax, Texapore, Drytech und Sympatex.

Das Grundprinzip beider Arten ist ein Druckgefälle zwischen warmer, feuchter Luft in der Jacke und kühler, trockener Luft außerhalb. Die Struktur des gereckten Po­lytetrafluorethylens (ePTFE) von Gore-Tex besitzt bei­spielsweise Mikroporen, die 2000 mal kleiner sind

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