Gerade im Frühjahr ist das Wetter noch insta­bil. Kalter Wind und plötzliche Regengüsse überraschen Wanderer nicht selten. Dann ist eine gute Wanderhose Gold wert. Doch auch in der wärmeren Jahreszeit lohnt es sich, die richtige Hose für unterwegs anzuziehen.

Gewusst, welche: active hat zwölf Wanderho­sen von 35 bis 200 Euro für Wanderungen bis 2.500 Meter Meereshöhe miteinander verglichen. Hosen fürs Hochgebirge sind dabei nicht berücksichtigt, da sie andere Anforderungen erfüllen müssen als ein Beinkleid für gemäßigte Zonen. Dennoch ha­ben sich im Vergleich nicht alle Modelle als wetter­fest erwiesen.

12 wanderhosen im test 01active unterscheidet in den Kategorien lan­ge Hose, Zipp-Off und Short Pants, geeignet für verschiedene Gegebenheiten. Folgende Modelle haben sich dem Vergleich gestellt:

Die Hosen unterzogen sich bei Wanderungen durch die Rhön dem Praxistest. Winddichtigkeit hat dasTestteam beim Radfahren ermittelt, der Regentest fand unter der Dusche statt. Um Atmungsaktivität bei Anstrengung zu beurteilen, mussten die zwölf Hosen beim Ausdauertrai­ning standhalten, bevor sie in die Waschmaschine kamen, um die Trocknungszeit zu beurteilen. Die kurzen Wander­hosen durften Sonne auf den Seychellen genießen.

Der Test überraschte. So schnitten alle kurzen Hosen bei der Wasserdichtigkeit besser ab als viele der langen Modelle. Langbein-Hosen schützen freilich am besten vor Kälte. Steigen die Temperaturen während des Tages, wird die Hose aber schnell zu warm. Dann empfiehlt sich eine kurze Hose. Umgekehrt ist eine lange Hose im Ge­päck bei Bergtouren nützlich, bei denen das Wetter um­schlägt. Aber: Wo umziehen am Berg, wenn neugierige Augenpaare unzähliger Wanderer den Weg kreuzen?

Die Lösung sind Zipp-Off-Modelle. Bei diesen Ho­sen lassen sich die Hosenbeine oberhalb des Knies zur Capri-Hose oder unterhalb zur Bermuda abtrennen. Allerdings muss der Wanderer bei dieser gewichts- und kostensparenden Variante optische Einbußen in Kauf nehmen. Nur Maier Sports und Mc Kinley markieren die Beine mit rechts und links, was das Anzippen an die rich­tige Hosenseite wesentlich vereinfacht.

Bei der Materialwahl sind eindeutig Polyesterfasern und reißfesteres Polyamid die Favoriten, meist gemischt mit elastischem Gewebe wie Elasthan, Spandex oder Ly­cra. Lediglich Quechua und Fjällräven verzichten bei den Test-Modellen auf Elastizität ihrer Gewebe, was Tragekomfort und Bewegungsfreiheit einschränkt.

Einzig in der Hose Barents Pro des schwedischen Outdoor-Spezialisten Fjällräven ist Baumwolle zum Po­lyester gemischt, was der Hose einen natürlicheren Ge­samteindruck vermittelt. Überhaupt unterscheidet sich dieses Modell, das allen Outdoor-Situationen gewach­sen zu sein scheint, von allen anderen Testkandidaten. Beispiel: Salewa und Quechua verzichten gänzlich auf Wasser- und Windschutz. Den erreichen andere Herstel­ler durch Imprägnierung. Der Hose Barents Pro liegt beim Kauf eine Packung Grönlandwachs bei.

Auf der Innenseite der Hosentasche ist die etwas abenteuerliche Handhabung der Beigabe beschrieben. So bestimmt der Kunde die Wetterfestigkeit der Hose selbst, indem er eine feine Wachsschicht auf die Hose aufträgt und 12 wanderhosen im test 03sie mit Bügeleisen oder Fön erhitzt, bevor er die Hose einige Dezimeter über der Flamme des Spirituskochers erhitzt.

Diese Prozedur erschien active beim Test zu riskant. Deshalb beziehen sich die Testergebnisse auf die Standard-Ausfertigung im Lieferzustand, die bei Wind- und Wasserfestigkeit durchaus gute Werte lie­fert. Einen hervorragenden Wetterschutz bieten auch die Hosen von Norrona und Jack Wolfskin.

Der Sonnenbelastung für die Haut tragen die Hersteller Arc’teryx, Mc Kinley, Maier Sports und Pata­gonia Rechnung, indem sie ihre Hosen aus Polyamid-Gewebe durch eine dichtere Webart mit Lichtschutzfaktor 30 bis 50 nach australischem Standard versehen. Einzig der Südtiroler Bergsportspezialist Salewa rüstet Polyester, das ohnehin schon hohen Lichtschutz bietet, zusätzlich mit UPF-30-Lichtschutzfaktor aus.

Auch bei der Wahl der Beinlänge geht Fjällräven eigene Wege. Die Barents Pro wird ohne umgenähten Saum ausgeliefert: Der Kunde kürzt sie selbst. Während Salewa und Mc Kinley die Beinlängen im Angebot von Kurz-, Normal- und Langgrößen sehen, bietet Maier Sports 27 Größen. Motto: Passt nicht, gibt’s nicht.

Und Bequemlichkeit? Alle langbeinigen Model­le außer der Hose Activate Zipp Off von Jack Wolfskin weisen vorgeformte Kniepartien auf. Das verschafft

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