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ist, umso mehr Bein um­schließt er und stützt damit das Sprunggelenk. Allerdings bedeutet eine hohe Manschette meist auch einen größeren Widerstand gegen die Bewegung des Sprunggelenks. Darum sind so genann­te Mid-Cut-Schuhe mit halbhoher Man­schette ein sehr guter Kompromiss zwi­schen Stabilität und Beweglichkeit. Mid-Cuts haben allerdings keine allge­mein festgelegte Manschettenhöhe, weshalb als Mid-Cut bezeichnete Schuhe bei einigen Herstellern recht niedrige, bei anderen recht hohe Schäfte haben. Einen guten Eindruck davon vermittelt dieser Praxistest, an dem nur Mid-Cut-Modelle teilgenom­men haben.

Zu den niedrigeren Mid-Cuts gehö­ren die Schuhe von La Sportiva, Lack­ner, Lowa, Adidas und Haglöfs. Die anderen sind mittelhoch bis hoch. Um aber höhere Manschetten leichter be­weglich zu machen, haben beispiels­weise die Schuhe von Millet und Scar­pa Beugungszonen aus geschmeidigem Leder beziehungsweise Textil auf der Höhe der Sprunggelenke. Das Modell von Scarpa ist zu diesem Zweck zu­sätzlich mit einer sehr beweglichen, T-förmigen Zunge ausgestattet.

Die Materialien, die für den Schaft in Frage kommen, sind Leder und Tex­til. Leder bringt mehr Stabilität und Haltbarkeit mit sich und passt sich dem Fuß bis zu einem gewissen Grad an, so­bald es einmal warm geworden ist. Tex­til hingegen ermöglicht ein geringeres Gewicht der Schuhe. Da reine Textil-Schuhe dem Fuß aber zu wenig Stabili­tät geben würden, werden die beiden Materialien oft kombiniert: Lederbän­der verbinden dann den Textil-Schaft mit der Sohle. Adidas verwendet zu diesem Zweck feste Kunststoffbänder.

SCHUTZ

Knapp die Hälfte der hier vorgestellten Schuhmodelle ist mit einem vollstän­digen Kantenschutzgürtel ausgestattet, das heißt, das Schaftmaterial wird im unteren Bereich besonders vor Abrieb geschützt. Meist wird dafür ein sta­biler Gummi eingesetzt; The North Face verwendet hingegen Polyurethan, was etwas weniger fest ist. Alle ande­ren Schuhe besitzen zumindest Ze­henkappen, manchmal auch zusätz­liche Fersenkappen.

ZUNGE

Die Zunge eines Schuhs gehört natür­lich zum Obermaterial, jedoch ist sie ein besonderer Teil, denn auf ihr kom­men die Schuhbänder zu liegen. Sie sollte also innen gepolstert sein und außen ein recht hartes Material haben, um den Druck der Schnürung gut ver­teilen zu können.

Die Hersteller Haglöfs, Lowa, Millet und Garmont setzen zu die­sem Zweck auf lederne Zungen, die innen gepolstert sind, wobei Gar­mont die Zunge auf Höhe des Sprunggelenks durch eine schmale Beugungszone aus Textil unterbricht. Die Schuhe von Adidas und Vaude haben reine Textil-Zungen, die den Druck der Schnürung durch ihre Di­cke abpuffern. Alle anderen Herstel­ler nähen auf die Textil-Zungen Ver­stärkungen aus Leder, im Fall von The North Face aus Kunstleder, die den empfindlichen Ristbereich vor Druck schützen.

SCHNÜRUNG

Um dem Fuß beim Steigen und Klettern genug Halt im Schuh zu geben, ist eine Zonen-Schnürung von Vorteil: Mit ihr lassen sich der Zehenbereich, der Ristbereich und die Manschette unterschiedlich fest schnüren. Um das zu ermöglichen, braucht es Schuh­bänder mit möglichst viel Reibung am Obermaterial beziehungsweise in den Haken, Ösen und Löchern, durch die sie laufen. Manche Hersteller tun noch ein Übriges, um die Zonenschnürung sicherzustellen: Die Schuhe von Millet und Lowa sind auf der Höhe der Knöchel mit Tiefzugschlaufen ausgestattet, wobei Millet obendrein Klemmschnallen vor den Tiefzug­schlaufen angebracht hat. Hier bewegt sich dann wirklich nichts mehr. Salomon arbeitet zu diesem Zweck mit Kammklemmen.

Ein fest geschnürter Zehenbereich ist vor allem bei Klettereien auf kleinen Tritten sinnvoll. Dafür muss die Schnürung weit nach vorne gehen, wie es beim Schuh von La Sportiva besonders deutlich der Fall ist. Eine stark asymmetrische Schnürung, wie bei Haglöfs, kann hier ebenfalls hilfreich sein.

Für die Reibung, aber auch für die Handhabung, sind dicke Schuhbänder dünnen vorzuziehen. Einzig Adidas kombiniert sehr dünne Schuhbänder mit einem bequemen Handling durch ein spezielles Zug-und Klemm-System. Jedoch ermöglicht dieses keine Zonenschnürung.

SOHLE

Die Sohle eines Klettersteig-Schuhs sollte möglichst steif sein, damit man die Eisenstifte und -klammern, auf denen man steht, nicht durchspürt. Das kann nämlich mit der Zeit schmerzhaft werden. Zu steif darf die Sohle aber auch wieder nicht sein, denn man stellt seine Füße ja auch auf Fels, wobei die Zehen­partie abknickbar sein muss. Und da ein Klettersteig selten direkt am Parkplatz beginnt, ist auch ein Zu- und ein Abstieg fällig, also eine Wanderung, die über weiche Waldböden führt, über Geröll- und Schnee­felder oder steinig-felsige Zonen.

Aus diesen Gründen ist die optimale Sohle mäßig steif und hat unter den Zehen eine so genannte Clim­bing Zone, also einen schmalen Bereich, der nahezu profillos ist. Damit steht man sowohl auf Eisen als auch auf Fels sicher und fest. Der Hauptteil des Pro­fils ist mehr oder weniger tief, hat also eine mehr oder weniger große Distanz zwischen dem Positivan­teil (den herausstehenden Stollen) und dem Negativ­anteil. Ein tiefes Profil gräbt sich tiefer in einen wei­chen Untergrund, während sich ein flaches Profil leichter reinigt, das heißt, die Erde, die sich zwischen den Stollen festsetzt, fällt leichter wieder heraus.

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