No Comments

Auf eisernen Wegen

Schuhe, die sich für Klettersteige eignen, müssen den Fügen genügend Stabilität geben und zudem sicheren Halt auf Eisenstiften, Fels und weichen Zustiegswegen bieten.

ersicherte Wege gibt es schon lan­ge: Vor Jahrhunderten bereits er­leichterten sich Bergbauern die Pfade zwischen ihren Höfen und den Almen mit hölzernen Stufen. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten 4pinen Steige, die zu touris­tischen Z ecken mit Eisenstiften, Ei­senhaken, Leitern und Tauen versi­chert wurden. Ziel war es, auch weniger kletterkundigen Menschen den Zugang zu bestimmten Gipfeln und Hütten zu ermöglichen.

In jüngster Zeit sind Klettersteige vom Mittel zum Zweck zum Selbst­zweck geworden: Es geht nun darum, eine bestimmte Route zu durchsteigen, einen Überhang zu schaffen, eine Seil­brücke zu bewältigen. Die Versiche­rungen sind ein wesentlicher Teil des Erlebnisses geworden, und Kletter­steige haben ihre eigene Fan-Gemein­de gefunden. Die Bergsteiger, die heute Hand ans Eisen legen, sind nicht mehr solche, die eben nicht so gut klettern können und daher Hilfen brauchen, es sind solche, die die Vie Ferrate als ei­gene Spielwiese und Herausforderung begreifen. Schließlich reicht die Skala der Schwierigkeitsgrade für Kletter­steige heute von A („wenig schwierig”) bis E („extrem schwierig”). Man kann Via-Ferrata-Freunden also nicht vor­werfen, sie wollten Schwierigkeiten aus dem Weg gehen.

Parallel-zu den Eisenwegen hat sich auch die Ausrüstung dafür entwi­ckelt: Spezielle Klettersteig-Sets dienen der Sicherung, spezielle Handschuhe schützen vor Verletzungen durch die Eisenseile. Spezielle Schuhe, die sinn­vollerweise nur auf Klettersteigen ein­gesetzt werden, gibt es zwar nicht, aber es gibt einen Typ Schuh, der sich dafür besonders gut eignet. Er ist das Thema dieses Artikels.

STABILITÄT

Beim Typ „Klettersteig-Schuh” steht eindeutig die Stabilität über der Be­quemlichkeit. Der Fuß braucht Halt im Schuh, und der Schuh Halt auf den re­lativ dünnen Eisenstiften. Sehr weiche Schuhe, wie man sie gerne zum Spazierengehen anzieht, sind hier fehl am Platz. Trotzdem muss man nicht gleich zu den sehr steifen, voll steigeisentauglichen Stiefeln greifen. Das Optimum liegt in der Mitte: bei festen Trekkingschuhen und bedingt steigeisen-fähigen Alpinschuhen.

15 KLETTERSTEIG-TAUGLICHE SCHUHE im TEST 01Wie weich und leicht so ein fester Schuh dabei sein darf, hängt vom Ein­satzgebiet und der eigenen Kraft ab. Klettersteige, auf denen man viel Fels­kontakt hat, können mit flexibleren Schuhen mehr Spaß machen. Und mit Kraft und Konzentration kann man wettmachen, was dem Schuh an Stabi­lität fehlt. Belohnt wird man mit mehr Komfort und Gefühl. Die steiferen Schuhe hingegen übernehmen einen größeren Teil der „Arbeit”. Sie stabili­sieren den Fuß besser und entlasten so Muskeln und Sehnen. Das kommt vor allem dann zum Tragen, wenn man viel auf Eisen balanciert, wenn man weniger geübt und fit ist, wenn man lange Touren geht oder einen schwe­ren Rucksack trägt.

Die vergleichsweise weichen Schuhe dieser Übersicht sind jene von Adidas und La Sportiva. Schon etwas fester sind die Schuhe von Lackner und Salomon, während alle anderen zur steiferen Gruppe gehören.

AGILITÄT

Wenn man mehrere Schuhe derselben Größe nebeneinander stellt, fällt auf, dass die Länge der Sohlen deutlich va­riieren kann. Vergleicht man die Schuhe dann im Gelände, fühlen sich die kürzeren Schuhe erheblich agiler an. Das Abrollverhalten ist besser, das Steigen bequemer.

Aber auch in der Breite sind die Schuhe unterschiedlich gebaut. Hier gilt: Wenn mehrere Schuhe zur eige­nen Fußbreite passen, sollte man den schmälsten auswählen, wenn man Agilität und Leistung will. Je breiter und länger hingegen ein Schuh ist, de­sto besser eignet er sich für einen wei­chen Untergrund, weil er hier mög­lichst viel Auflagefläche braucht. Er geht also mehr in die Richtung eines Wanderschuhs.

In diesem Sinne als besonders agil erschienen uns die Schuhe von Gar­mont und Salewa. Die Schuhe von La Sportiva und Adidas besitzen natürlich auch eine hohe Agilität, die sie aber aus ihrem verhältnismäßig geringen Gewicht beziehen und mit etwas ge­ringerer Trittsicherheit erkaufen.

SCHAFT

Der Schaft eines Schuhs, also der Teil, der vom Obermaterial gebildet wird, kann wesentlich zur Stabilität des Fußes im Schuh beitragen. Je höher sei­ne Manschette

Kategorien

Wetter

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 

like!hanfsamenräuchermischungensensiseedsweedseedshopgorilla seed bank

More from our blog

See all posts
No Comments