Neue SEIL TECHNIK

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Die Entwicklung geht auch bei Seilen weiter. Neue Flechttechnologien und ein Chip im Seil versprechen mehr Sicherheit und ein besseres Handling.

Genau 6o Jahre ist es her, dass von Edelrid mit dem ersten Kernmantelseil der Urvater der modernen, dynamischen Berg­seile auf den Markt kam. Diese neue Kon­struktion aus tragendem Kern und schüt­zendem Mantel revolutionierte damals die Si­cherheitsausrüstung im Bergsport. Seither hat sich, was Handling und Festigkeit angeht, zwar extrem viel getan, die Basiskonstruk­tion blieb aber unangetastet. Im Grunde ge­nommen werden heute alle Bergseile aus dem gleichen Material und auf die gleiche Art und Weise gefertigt.

Neue seiltechnik 01Basismaterial für die Seilherstellung ist Po­lyamid 6, besser bekannt unter dem Namen Nylon. Keine andere Faser eignet sich besser oder verfügt über eine vergleichbare Elastizi­tät und Reißfestigkeit. Die Weiterentwick­lung bei Seilen liegt seither im Knowhow der einzelnen Hersteller, die Eigenschaften der Nylonfasern immer weiter zu verbessern und auszureizen. Dazu werden sie gestreckt, ge­dreht, gezwirnt, chemisch und thermisch vor­behandelt und vieles mehr, um schließlich zum fertigen Seil zusam­mengeflochten zu werden.

JAGD NACH REKORDEN

Immer dünner, immer leichter war der Tenor in der Seilentwicklung der letzten Jahre. Inzwischen ist man bei Einfachseilen bei einem Durchmesser von 8,7 Millimetern (Mammut Serenity) und 6,9 Milli­metern bei Zwillingsseilen (Edelrid Flycatcher) angekommen. Beides Seile für Spezialisten, die wie im Fall des Flycatcher auch noch der Ent­wicklung eines speziellen Sicherungsgerätes bedurften, um Stürze sicher halten zu können. Wohl gemerkt, auch diese Seile erfüllen die gültige Norm (EN 892) und zeigen eindrück­lich, was aus der altbekannten Nylonfaser alles herauszuholen ist.

Neue seiltechnik 02In die Gruppe der dreifach zertifizierten Seile, die also die Norm für Einfach-, Halb und Zwillingsseile erfüllen, fällt das neue 9.3 Nord­wand von Mammut. Es ist eher ein dickerer, al­so weniger rekordverdächtiger Vertreter dieser äußerst flexibel einsetzbaren Gattung, bietet aber durch ein neues Flechtverfahren ein an­genehmes Handling und im Doppelstrang ei­niges an zusätzlicher Sicherheit.

IM ALLTAG SICHERER

Falsches Einschätzen der Routen- respektive der Seillänge und das Übersehen der Seilmitte oder der -enden sind die Ursache vieler Unfäl­le, etwa beim Ablassen. Durch Einflechten eines zusätzlichen Zwirns macht Mammut bei seinem neuen Einfachseil 10.0 Sensor diese Seilbereiche dauerhaft sichtbar und fühlbar. Edelrid geht beim Snipe an den Seilenden noch einen Schritt weiter. Die letzten Meter heben sich nicht nur durch einen Designwechsel ab, sondern sind durch einen höheren Mantelan­teil auch dicker. So wird dieser Bereich nicht nur deutlich spürbar, sondern auch robuster.

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