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Für jede Temperatur und jede Sportart gibt es DEN PASSENDEN HANDSCHUH. Dessen Farbe ist oft schwarz, das Leistungsniveau indes so bunt wie die Ansprüche.

interzeit ist Skizeit. Jeden Sportbegeisterten zieht es raus in den Schnee. Hoffentlich trägt er die richtigen Handschuhe: Mit den falschen kühlen Finger schnell aus. Spätestens, wenn sie anfangen wehzutun, endet ein ansonsten schöner Skitag.

Doch welcher Handschuh eignet sich wozu? Und was taugen die Modelle, die der Handel anbietet? Um diese Fragen zu beantworten, hat active zwölf Handschuhpaare zwischen 30 und 155 Euro miteinander ver­glichen. Alle liegen auf einem befriedigenden Qualitätsniveau. Der Vergleich unterscheidet in den drei Kategorien Freeride, Langlauf und Alpinski, da diese drei Sportarten sehr unterschiedliche Ansprüche an den Handschuh stellen. Folgende Modelle stellen sich dem Vergleich:

12 Handschuhe im Test 01Mehrere männliche und weibliche Pro­banden haben die Handschuhe beim Skifah­ren, Langlaufen und Joggen getragen. Dabei haben sie subjektive Werte wie Tragekomfort und Passform ermittelt. Die Wärmeleistung der Handschuhe haben die Tester bei gleicher Au­ßentemperatur verglichen.

Die Winddichtigkeit prüfte active beim Fahrradfahren bergab und im Windkanal mit 60 km/h. Bei dieser Geschwindigkeit zeigten sich am deutlichsten Windundichtigkeiten. Die Be­wertung berücksichtigt jedoch, dass der Hand­schuh in der Praxis kaum solch starkem Wind ausgesetzt sein dürfte.

Für den Test der Wasserdichtigkeit muss­ten alle Handschuhe fünf Sekunden ins Wasser tauchen. Dabei zeigte sich, ob ein Handschuh komplett wasserdicht ist, er sich vollsaugt und die Hand trocken bleibt, oder ob Wasser durch Naht oder das gesamte Material eintritt. Auch hier wurde bei der Bewertung berücksichtigt, dass ein Handschuh normalerweise nicht im Wasser liegt. Der Wert der Wasserdichtigkeit spielt in der Gesamtbeurteilung eines Winter­handschuhs daher eine eher untergeordnete Rolle: Bei winterlichen Temperaturen ist er we­niger Regen als Schnee ausgesetzt.

Außer diesen objektiv nachvollziehbaren Fakten berücksichtigt der Vergleich die un­terschiedlichen, durchaus widersprüchlichen Ansprüche, die Wintersportler an Handschuhe stellen. Etwa dass Outdoor-Aktivitäten wirklich nur mit warmen Händen Spaß machen. Doch dazu sollen die Finger noch touchscreenfähig sein und einen Reißverschluss öffnen können. Ein weiterer Spagat ist, eine hohe Wärmeleis­tung mit guter Tastfähigkeit, gleichzeitig aber auch prima Grip des Handschuhs zu verbinden.

Zudem wärmt ein Fäustling bekanntlich besser als ein Fingerling. Er ist dann erste Wahl, wenn das Thermometer unter null Grad rutscht: Die Finger im Fäustling wärmen sich mit ihrer Eigenwärme gegenseitig. Das Luftpolster zwi­ schen den Fingern, das zusätzlich wärmt, ist grö­ßer, der Windchill-Effekt, also die gefühlte Kälte, entsprechend kleiner. Diesem Vorteil steht ent­gegen, dass viele Handgriffe mit dem Fäustling nicht möglich sind.

12 Handschuhe im Test 02Handschuh-Hersteller Ziener aus Oberam­mergau begegnet dem Problem mit den Mo­dellen Gamma (Herren) und Kitama (Damen). Beide verfügen über eine Fäustlingsklappe, die sich über die Finger des Fingerhandschuhs stül­pen lässt, um so deutlich spürbare zusätzliche Wärme zu erzeugen. Wird die Klappe nicht ge­braucht, findet sie Platz im Reißverschlussfach auf dem Handschuhrücken. Mit diesem System sind Skifahrer gut gegen Kälte gewappnet.

Auch Outdoor-Ausrüster Vaude versieht seinen Langlauf-Handschuh La Varella mit einer zusätzlichen Hülle. Da Wind- und Wasserdichtig­keit immer zu Lasten der Atmungsaktivität geht, versteckt sich im Bündchen dieses Handschuhs ein dünner Wind- und Regenschutz, wie er bei Bedarf Rucksäcken übergezogen wird. Diese Variante ermöglicht hohe Atmungsaktivität bei trockenem Wetter und schützt ausreichend vor Wind und Regen.

Nicht ganz neu, aber noch immer relativ selten ist die Dreifinger- oder Hummer-Kon­struktion des Handschuhs Nordic Tours Hum­mer von Salomon. Hier wärmen sich drei Finger vom kleinen bis zum Mittelfinger, während Zei­gefinger und Daumen für jegliche Handgriffe getrennt sind. Wer sich an das ungewohnte Fin­gergefühl gewöhnt hat, weiß diese Variante als gute Lösung

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