Kaufberatung Mountainbikes 26, 27,5 oder doch 29 Zoll

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Grenze zum Fahrbaren, nur auf den kleinsten Fahr- oder Konzentrations­fehler warten, um den Fahrer abzu­werfen. Danach geht es am Kamm ent­lang weiter Richtung Gipfel. Tiefer Boden wechselt mit gutem, festen Waldbelag und Schotterautobahn. Oben angekommen bleibt nur ein kur­zer Blick über den Neusiedlersee bis Tschechien, die Slowakei, Ungarn und einen großen Teil des Mittel- und Nordburgenlandes, ehe es in die erste schnelle Abfahrt geht. Mit über 50 km/h rattern wir über steinige und wurzelige Trails bis zu einem schma­len Singletrack, in dem wir im Sekun­dentakt zwischen Vollbremsung und vollem Antritt wechseln während Vor­der- und Hinterrad rutschend um die Kurven zirkeln. Dann eine mehrere hundert Meter lange Schneepassage, die sich freundlicherweise wochenlang fast über die gesamte Testdauer hält, und über eine schnelle Asphaltpassage zur Königspassage unserer Testrunde: Eine enge, wirklich steile, von hohen Wurzeln und Steinen ausgefüllte und nur von wirklichen Spezialisten be­zwingbare Abfahrt trennt spätestens jetzt die Spreu vom Weizen und zeigt uns endgültig, welches Bike nun unser Siegel für den besten Allrounder tra­gen darf.

Schon vom Start weg liegt das 26″-Bike in gewohnter Manier leichtfüßig in der Hand, wobei das 29er-Modell, einmal auf Reiseeschwindigkeit ge­bracht, das Gefühl vermittelt, durch nichts zu stoppen zu sein. Gerade auf den ersten Kilometern über Asphalt, Schotter rollt das 29er gefühlsmäßig träge, wobei die Kollegen am 26er und 650b gefühlsmäßig mehr zu leiden ha­ben, weil wir wohl in den letzten Jah­ren alle auf 26″-Laufrädern unterwegs waren und diese Dimension auch die vertrauteste ist. Bei der Einfahrt zur MTB-Strecke, die über ein paar ganz enge Kurven, einen schmalen Trampel­pfad und hartgetretene Wiese führt, spielt das kleinste und somit agilste Rad noch Mountainbikes 07seine Vorteile der geringen Masse und somit besseren Beschleunigungswerte aus, doch schon auf dem Schotteranstieg und den ersten Steil­stücken kehren die großen Brüder die Vorteile nach außen. Während wir auf den seichten und moderaten Anstiegen mit den leichteren Bikes noch Vorteile orten, rutschen die Hinterräder in den steileren Stücken deutlich weniger durch, vor allem beim Twenty-Niner klebt auch das Vor­derrad nahezu am Boden fest, während wir mit dem kleinsten Laufrad zu kämpfen haben, um den Bodenkon­takt zu halten. Der Hauptvorteil zeigt sich aber vor allem in den steilen und technisch anspruchsvollen Wurzelpas­sagen bergauf. Das große Laufrad verzeiht Konzentrations und Fahrfehler am Band, während die Piloten der kleinen Walzen nach den ersten Boden-Feindkontakten bereits vom Gerät müssen und ihre Bikes schultern. Das Mehrge­wicht wird durch das bessere Ab- und Überollverhalten mehr als egalisiert. Vor allem in Passagen, in denen sich Kraft und Konzentration dem Ende zuneigen, schafft man es deutlich länger am Gaul zu bleiben.

Das gleiche Bild zeigt sich auf der schnellen Abfahrt über teilweise laubbedeckten, sehr holprigen Untergrund und über breite Wurzeln und Steine. Das 29er überrollt diese Unebenheiten und lässt ein Fahrverhalten erkennen dass an ein Race Fully erinnert. Doch noch wartet die An­fahrt zur und vor allem die letzte, enge, technisch sehr an­spruchsvolle letzte Abfahrt selbst. In den engen Kurven sollte doch das kleinere Laufrad selbst die Vorteile des ge­ringen Wendekreises ausspielen können …

Entgegen aller Erwartungen spielen aber auch gerade hier die größer dimensionierten Wheels ihre Vorteile aus. Während der Körperschwerpunkt weit hinter dem Sattel hängt, agiert man mit den Riesenwalzen deutlich einfacher um die Kurve, da sich die großen Räder deutlich ruhiger um die engen Ecken bewegen lassen. Von schlechterer Wendig­keit in der Praxis also nur kaum etwas zu spüren, obwohl hier ein wenig Praxis notwendig ist um alle Vorteile aus­spielen zu können. Wäre diese letzte Abfahrt das einzige Kriterium, ginge dieser Punkt eindeutig an das 650er Bike.

FAZIT

Welches Bike für welchen Fahrertyp nun wirklich das Beste ist, entscheidet weiterhin die persönliche Vorliebe. Ein Mountainbike ist immer ein Kompromiss.

Insgesamt bringen größere Laufräder sicherlich ihre Vorteile mit sich, wobei sich kleinere Fahrer dieser Vorteile nur auf Kosten einer sportlichen Position auf dem Bike bedienen können. Das geringe Mehrgewicht an den Twenty-Ninern ist für größere Fahrer weniger Nachteil, als diese Laufradgröße Vorteile mit sich bringt.

Unsere Prognose für die Zukunft ist, dass die 26er als Sportgerät gesehen mehr oder weniger von der Bildfläche verschwinden werden. Günstige Jugend- und

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