Kaufberatung Mountainbikes 26, 27,5 oder doch 29 Zoll

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Die Frage, warum man mit einer neuen Laufradgröße nun für zusätzliche Verwirrung auf dem Mountainbikesektor sorgt, rührt von einem Problem her, das bei der Konstruk­tion der 29er aufgetreten ist. Die größeren Reifendurch­messer sorgten für immer weniger Platz bei den Fede­rungskonstruktionen. Bei den Race-Fullys mit 90 mm bis etwa 120 mm kämpft man zwar mit den größeren Bauhö­hen an der Front, was durch etwas flachere Lenkwinkel und Negativvorbauten zu kaschieren ist, die Länge der Hinterbauten können allerdings in systembedingten Gren­zen gehalten werden. Bei den All-Mountain- und Enduro­fullys bis etwa 180 mm-Federweg lassen sich die großen Laufräder und optimale Kinematik der Hinterradfederung allerdings nicht mehr vereinbaren. Die Kettenstreben wä­ren so lang, dass das Handling der Bikes auf der Strecke bleibt und sich in technischen Passagen so gut navigieren ließen wie ein Ozeandampfer im Yachthafen.

Aber auch in der Cross-Country und Marathon Hard­tail-Szene sorgen die 27,5er für erstes Aufsehen. Prominen­ter Vorreiter ist der Schweizer Szenestar Nino Schurter, der im vergangenen Jahr im Cross Country-Weltcup das Maß aller Dinge markierte. Vor allem für Fahrer unter etwa 175 cm Körpergröße, die sich eine etwas sportlichere Sitzposi­tion wünschen, fällt ein Twenty-Niner aufgrund der Bau­höhe an der Front meist flach. Eine Federgabel ist – unab­hängig von der Rahmengröße – immer gleich hoch Mountainbikes 03und auch die Steuerrohrhöhe variiert bei den verschiedenen Rahmengrößen nur minimal. Selbst ohne Spacer und mit Negativvorbau misst man vom Boden zum Lenker, auch bei kleinster Rahmengröße, etwa 100 cm. Wer mit dem Sattel (vom Tretlager aus) nicht auf eine Sitzhöhe von zu­mindest 74 cm kommt, misst vom Boden aus, je nach Fahrradmarke meist etwas weniger, was bedeutet, dass der Sattel im Fahrbetrieb unter dem Lenker sitzt und somit für viele Fahrertypen als viel zu hecklastig empfunden wird.

DIE VORTEILE EINES 27,5ERS

Wer nun die Vorteile des größeren Laufraddurchmessers nutzen will, ohne Einbußen einer sportlichen Sitzposition, ist beim 27,5″ genau richtig. Auch wenn die Hersteller (aus marketingtechnischen Gründen?) davon abraten, bieten einzelne 26″-Federgabeln genug Platz um ein 27,5er-Lauf­rad mit einem durchschnittlich breiten Reifen zu fassen. Als praktisches Beispiel kann eine FOX F32er-Gabel ange­führt werden, die über einem 27,5 x 2,25 Racing Ralph so­gar mehr Platz bietet als eine Rock Shox Sid mit der 26er­Version des Ralphs in 2,35er-Breite.

Doch auch wenn der Verfasser dieser Zeilen seit nun etwa einem Jahr mit 27,5″-Laufrädern auf einem 100 mm, für 26″ ausgelegten Race-Fully unterwegs ist, muss gesagt werden, dass das einfache Umstecken der Laufräder nur bedingt möglich und sinnvoll ist.

Die größeren Laufräder hieven das Rad natürlich ein­fach weiter nach oben. Der Schwerpunkt des Fahrers liegt weiter oben und nicht weiter „im Rad”, wie es bei 29ern der Fall ist.

Doch wirklich Grund zum Improvisieren gibt uns der Markt eigentlich gar nicht. Während einzelne Hersteller dem 29er-Trend damals eher skeptisch gegenüberstanden und sich auch mit der Auswahl an verschiedenen Komponenten eher lumpen ließen, haben fast alle Hersteller schon genug Modelle im Programm, bevor die neue Welle auf uns zurollt. FOX, DT Swiss, Magura und Rock Shox haben bereits optimierte Forken im Programm, DT Swiss, SRAM, NoTubes bieten unter anderem schon Felgen und komplette Laufräder an. Schwalbe hatte schon vor Saison­beginn 2012 die ersten Reifen im Sortiment und die ande­ren Hersteller entwickeln auf Hochtouren um nicht unter die Räder zu kommen wenn die 650er ins Land rollen. Die Komplettradanbieter verhalten sich noch etwas zurückhal­tend, wobei Scott, KTM, Cube, Ghost und einige andere, vor allem kleinere Hersteller mit Serienmodellen schon den 2013er-Markt beglücken.

Mountainbikes 05Durch die hohe Dichte an bereits verfügbaren Parts ist es schon vor einer flächendeckenden Markteinführung möglich, einen der großen Trümpfe der 27,5″er gegenüber dem 29er, nämlich dem geringeren Gesamtgewicht auszu­spielen. Vor allem bei den rotierenden und beschleunigten Massen, nämlich den Laufrädern, an denen das Einsparen von Gewicht bekanntlich ja am meisten bringt, kann man mit der neuen Laufradgröße einiges an Gewicht einsparen und sich somit dem klassischen 26er Standart annähern.

EINFACH UMSTECKEN?

Warum nicht – je nach Bedarf – größere oder kleinere Laufräder verwenden? Das passt oft nicht mit der Federgabel (vor allem bei Fullys) zusammen (linkes Bild) und auch der Schwerpunkt am Rad wird ein anderer.

FÜR EIN PAAR GRAMM MEHR

Wer bisher genau mitgerechnet hat, weiß mittlerweile dass der Laufradumfang eines 650b Mountainbikes näher am

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