Kaufberatung Mountainbikes 26, 27,5 oder doch 29 Zoll

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27,5er Mountainbikes als goldene Mitte?

Verwirrung in der MTB Welt: 26, 27,5 oder doch 29 Zoll-Laufräder? Ist „650b“ ein unnötiges Zwischenmaß, oder genau die „goldene Mitte“?

Wer in ein neues Mountain­bike investieren will und sich bisher noch nicht ent­scheiden konnte, ob er zur klassi­schen 26″ oder zur neuen 29er­Version greifen soll, dem wird die Entscheidung in Zukunft wohl nicht einfacher fallen, zu­mal mit den 27,5″-Laufrädern bereits ein neues Maß in den Startlochern steht.

Doch was hat es mit dem neuen Laufradstandart an sich? Was erwartet uns mit der Einführung der 650b-Laufräder?

Seit der Erfindung des klassischen Mountainbikes in den 80ern galt das 26″-Laufrad als Standardmaß für den Geländeeinsatz. Seit ein paar Jahren konnten wir uns nun zwischen dem klassischen und den „Big Foots“ unter den Mountainbikes, den Twenty-Ninern, entscheiden. Die Ein­führung ging bei uns in Europa eher schleichend vor sich, während Markteinführung und Nachfrage in den USA wie eine Bombe einschlugen. Doch kaum stoßen die großen 29er-Wheels auch auf unserem Markt auf Akzeptanz und Kaufinteresse, wartet schon eine neue Dimension auf den immer mehr verunsicherten Biker.

Mountainbikes 04Marketingtechnisch schlecht positioniert, kommen sich viele Kunden nun nicht nur immer mehr verunsichert, sondern von den Herstellern auch regelrecht „veräppelt“ vor. Wurden uns nämlich gerade die Vorteile eines deut­lich größeren Laufrades fein präsentiert, beworben und argumentiert bzw. haben sich viele nach langem Zögern, Hin- und-her-Testen und Überlegen für die neue Revoluti­on im Mountainbikebereich entschieden, soll ein wieder etwas kleinerer Umfang jetzt doch besser funktionieren als die gerade noch hoch angepriesenen 29-Zöller.

DIE FAKTEN

Dabei ist diese Revolution gar nicht so revolutionär. Ei­gentlich könnte man diese Kategorie sogar als Vorreiter des klassischen 26er-Mountainbikes einordnen. Die Bezei­chung „650b“ wurde seinerzeit nämlich schon in Frank­reich, vorwiegend an Lastenrädern montiert, die auf unbe­festigten und schlechten Straßen, teilweise schwer angepackt durch Provence und Bretagne rollten. Auch die „Godfathers of Mountainbike“ wie Gary Fisher, Joe Breeze & Co experimentierten schon mit der jetzt wieder als No­vum hochgepriesenen Dimension, mussten sich damals allerdings aus Mangel an verfügbarem Material auf 26″ festlegen.

Die Bezeichnung selbst geht zurück auf den französi­schen Standard. Um dies zu erläutern ist ein wenig trocke­ne, teils unübersichtliche Theorie notwendig. Wie bei den allseits bekannten Rennradreifen (700C), markiert auch die 650 den Reifenaußendurchmesser in Milimetern, wäh­rend das „B“ für die Reifenbreite steht. Während ein Stra­ßenreifen mit der Bezeichnung 700x23C also einen Reifen mit 700 mm Außendurchmesser und 23 mm Breite ziert, gilt 650 x 57B für einen MTB Pneu mit 650 mm Außen­durchmesser und 57 mm Breite.

Um das Ganze jetzt noch ein wenig zu verkomplizie­ren, können wir auch noch ETRTO und die amerikanische Zoll-Bezeichnung ins Auge fassen. Die aus den USA einge­bürgerte Zollbezeichnung (amerik. Bezeichnung: „Inch“) schließt den Reifenumfang ebenfalls mit ein, wodurch die 26″ (ein Zoll entspricht 25,4 mm) umgerechnet etwa 660 mm bedeuten und somit den Außendurchmesser eines durchschnittlichen Mountainbikereifens angeben.

Mountainbikes 02Wer bisher den Überblick behalten konnte, wird wo­möglich die Erklärung zur ETRTO-Norm die letzte Über­sicht rauben. Diese gibt nämlich den Reifenfinnen-, also den Felgenaußendurchmesser an. Beim 26″-Laufrad sind das 584 mm, beim 28er-Trekking- bzw. 29er-Mountain­bikelaufrad, 622 mm.

Wer bisher alles verstanden hat, weiß nun auch, warum 28″ und 29″ die gleiche Bezeichnung tragen. Der Felgen­durchmesser ist beim Twenty-Niner nämlich der gleiche wie beim klassischen Trekkingbike. Durch den deutlich größeren und voluminöseren Reifen ergibt sich dadurch allerdings ein größerer Außendurchmesser, was die Bezeichnung in Zoll und französischem System wieder unterscheiden.

KLEINER UNTERSCHIED, GROSSE WIRKUNG

Auf den ersten Blick ist der Unterschied zwischen Laufrädern in 26, 27,5 oder 29 Zoll erstaunlich gering (rechts). Bei der Performance im Gelände – etwa dem Überfahren von Schlaglöchern – eröffnen sich durch größeren Durchmesser neue Möglichkeiten (links und unten).

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