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einerseits zum Betreiben eines Gebläses nutzt, das Luft in den Brenn­raum bläst, und andererseits über ei­nen USB-Anschluss für das Laden elek­tronischer Geräte zur Verfügung stellt. Durch das Gebläse wird das Feuer im BioLite derartig angefacht, dass er zum leistungsstärksten Kocher des Tests wird. Firepot und Bushbuddy setzen auf konventionelle Sekundärlufttech­nik, wobei von diesen beiden der Bu­shbuddy durch sein extrem niedriges Gewicht auch für Fans ultraleichter Ausrüstung eindeutig die bessere Wahl ist. Der FirePot ist zwar gut verarbeitet und verträgt feuchtes Holz am besten, aber für die Trekking Tour ist er ein­fach zu schwer.

Dabei handelt es sich um keine Hobo-Kocher im engeren Sinn, sondern um doppelwandige Flaschen, die auf einer Feuerschale stehen. Sie sind speziali­siert auf das schnelle Erwärmen von Wasser; das Kochen von Speisen in Töpfen und Pfannen ist zwar mit Zu­behör möglich, aber nicht der Haupt­zweck.

Funktionsweise: Die doppelwandige Flasche weist in der Mitte einen nach oben und unten offenen kegelförmigen bzw. zylinderförmigen Kamin auf. Das in der Feuerschale brennende Feuer erwärmt das zwischen den beiden Wänden der Flasche eingefüllte Was­ser. Nachgelegt wird bei diesen Was­serkochern von oben durch den Ka­min.

Um die heiße Flasche von der Feuer­schale nehmen und das Wasser ausgie­ßen zu können, gibt es bei der Kelly Kettle einen Henkel (Achtung: Nicht senkrecht über den Kamin, sondern nur im 90-Grad-Winkel zur Flasche halten, sonst gibt es verbrannte Fin­ger!). Backcountry Boiler und mKettle haben ihre Kocher mit einer Neopren-hülle überzogen. Wenn einem das Wasser nicht gerade überkocht und diese Hülle somit von kochendem Wasser durchnässt ist, funktioniert das gut und verringert natürlich das Packmaß erheblich.

+   sehr schnelle Erwärmung von Wasser durch die große Kontakt­fläche von Feuer und Wasser

+   kaum empfindlich gegenüber Wind

+ kein Problem mit Ruß, da sich die­ser ja nur im Inneren anlegt

–   Kochen in Töpfen und Pfannen nur mit Zubehör (Topfstand) und auch dann nicht sehr effektiv

–   relativ großes Packmaß

Wer am schnellsten und unkompli­ziertesten Wasser erhitzen will und dabei mit dem großen Packmaß und dem reltiv hohen Gewicht kein Pro­blem hat (z. B. bei einer Kanutour), muss zur Kelly Kettle greifen. Mkettle und Backcountry Boiler sind auch für Trekking Touren geeignet, wobei das geringere Gewicht, das kleinere Pack­maß und die kürzere Kochzeit für den Backcountry Boiler sprechen, der gün­stigere Preis und die einfachere Be­schaffung (UK statt USA, immer auf Lager) für die mKettle.

ZUM TEST DER KOCHZEITEN Es wurde mehrmals jeweils ein halber Liter Wasser von einer Temperatur von 17°C zum Kochen gebracht. Angege­ben wird die jeweils schnellste er­reichte Zeit. Zum Test wurde mit Aus­nahme der Flaschenkocher (bei diesen nicht notwendig) ein Windschutz aus Aluminiumfolie verwendet (sehr emp­fehlenswert, da sonst je nach Wind wie bei allen anderen Kochern die Kochzeit sehr ansteigen kann). Als Topf diente ein 1,3 L MSR Titantopf mit Deckel. Titan wurde trotz der im Vergleich zum Aluminium schlech­teren Wärmeleitfähigkeit gewählt, weil es das doch manchmal notwendige Reinigen mit einem Drahtschwamm besser verträgt. Bei jenen Kochern, die als Set mit einem eigenen Topf erhält­lich sind (Firepot, Evernew), wurde sowohl mit dem MSR als auch mit dem Set-Topf getestet.

Als Brennmaterial wurden kleine trockene Äste und kleine Kiefernzap­fen verwendet.

Sekundengenaue Zeiten sind bei diesem Test natürlich nicht möglich, dazu müsste man die Kocher unter La­borbedingungen mit genau dem glei­chen Holz in der selben Menge betrei­ben. Selbst das würde nicht zu „gerechten“ Ergebnissen führen, da die unterschiedlichen Kocher verschiedene Mengen an Holz „vertragen“ bzw. be­nötigen. Aber der vorliegende Test kann sehr wohl die Kochzeit betreffen­de Richtwerte geben.

Tipp: Sollten Sie sich entscheiden, ei­nen der getesteten Kocher zu kaufen und schaffen die vom Hersteller oder hier im Test angegebenen Zeiten nicht: Geduld! Es braucht etwas Übung, den Kocher bestmöglich anzuheizen und zu betreiben.

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