14 Tourenski im Test

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Tourenski sind längst kein Nischen­produkt mehr. Vielmehr sind sie im Markt der Premiumartikel an­gekommen. Dieser Trend setzt sich auch im kommenden Winter fort. Dabei wird die Auswahl immer größer, die Anzahl der Hersteller und Modelle hat beinahe in­flationär zugenommen. Aus diesem Grund haben wir im Unterschied zu den Vorjahren keine Freeride-Modelle getestet, und uns ausschließlich auf den Test von Touren-und Tourenfreeride-Ski der großen Herstel­ler konzentriert. Denn zum einen sind die Produkte der zahlreichen kleinen Herstel­ler nicht überall verfügbar, zum anderen bringen handgefertigte Kleinserien eine größere Qualitätsstreuung mit sich. Eben­falls verzichtet haben wir auf Wettkampf-, Superleicht- oder andere Spezialmodelle, die für den klassischen Skitoureneinsatz wenig geeignet sind und nur wenige Ski­tourengeher ansprechen.

14 Tourenski im Test 00Die Skitester — allesamt staatlich geprüfte Bergführer oder Skilehrer — haben die 14 ausgewählten Skimodelle in einem stan­dardisierten Testablauf auf dem Stubaier Gletscher während jeweils einer Abfahrt

Was im Vergleich zum Vorjahr auffällt, ist der Trend zu breiteren Ski und innovativen Shapes.

auf der Piste und einer Abfahrt abseits der Piste bewertet. Trotz der deutlichen Tages­erwärmung herrschten während des Tests vergleichbare Schneebedingungen.

Immer breiter

14 Tourenski im Test 06Auffallend ist der anhaltende Trend zu grö­ßeren Skibreiten und innovativen »Shapes«. Mit einer Breite von 78 Millimetern unter der Bindung ist der Scott Flyair der mit Abstand schlankste Ski im Test. Die Bandbreite reicht bis zum 125 Millimeter breiten Black Diamond Megawatt. Bei den sogenannten Shapes, den Biegelinien, gibt es nicht nur den klassisch vorgespannten Ski und den Rocker (bei dem die Ski wie Fassdauben aufgebogen sind, s. Kasten S. 107), sondern auch alle denk­baren Sonderformen 14 Tourenski im Test 01dazwischen wie den Tip oder Tail Rocker (mit längerer Ruf­biegung im Spitzen- oder Endenbereich). Dennoch durchliefen alle Ski denselben Testparcours, jeder Ski wurde unabhängig von Form und Gewicht auf und abseits der Piste nach denselben Kriterien getestet und bewertet.

Die Bindung

Auf allen Testski waren Touren- oder Freeri­debindungen von Marker bzw. Diamir mon­tiert. Beide Bindungssysteme sind kompati­bel mit allen DIN-genormten Ski- und Tourenskischuhen und verfügen über

Eine flexible Bindung kann die Hebelkräfte beim Aufkanten der Ski nur ungenügend übertragen.

eine überdurchschnittlich gute Kraftübertra­gung. Bei den inzwischen üblichen Skibreiten von 80 Millimetern und mehr spielt die Kraft­übertragung einer Bindung eine entscheiden­de Rolle. Beim Aufkanten der Ski entstehen Hebelkräfte, die proportional mit der Skibrei­te zunehmen. Eine weiche, flexible Bindung kann diese Kräfte nur ungenügend übertra­gen, sodass der Ski dann nur mit Mühe auf der Kante gefahren werden kann. Selbstre­dend, dass man die Fahreigenschaften der Ski auch nur dann vergleichen kann, wenn ähn­liche Bindungssysteme montiert sind.

 

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