8 Schlafsäcke für Alle Jahreszeiten im Test

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Wer nicht auf 8000er steigt oder im tiefsten Winter biwakiert, für den sind 3JahreszeitenSchlafsäcke das Mittel für eine angehme Nacht. Wir haben acht aktuelle Modelle dieser Allroundklasse mit Daunenfüllung getestet.

Egal ob im Biwak am Berg oder im Zelt auf einem Campingplatz beim Sportklettern oder Bouldern, ein erholsamer Schlaf lädt die Bat­terien wieder auf. Voraussetzung dafür, ist ein an die Temperaturen angepasster, guter Schlafsack. Und das wird im Alltag in der Re­gel ein sogenannter 3-Jahres­zeiten-Schlafsack sein. Alleskön­ner, die vor Frost schützen aber sich in lauen Sommernächten auch nicht in eine Sauna verwan­deln sollen. Zusammen mit den Kollegen vom outdoor-Magazin haben wir acht aktuelle Daunen­modelle getestet, die diesen Krite­rien entsprechen. Das Testfeld wurde dabei so gewählt, dass für jeden Zweck etwas dabei ist. Es reicht vom extremen Leichtschlaf­sack mit 770 Gramm Gewicht bis zum robusten Allrounder, der knapp über 1200 Gramm auf die Waage bringt.3-Jahreszeiten-Schlafsaecke 01

TEMPERATURFAKTOREN

Alle Schlafsäcke wurden von out­door im Labor und vom gesamt­en Team in der Praxis getestet. Die Temperaturangaben werden dabei in einem komplexen Ver­fahren ermittelt. Zuerst wird die Isolationsleistung der Schlafsä­cke gemessen und die Atmungs­aktivität der Stoffe überprüft. Die Feuchtigkeit, die ein Mensch über Nacht abgibt, soll ja schließ­lich raus aus dem Schlafsack. Die Isolationsleistung hängt natür­lich zuerst von der Menge und der Qualität der verwendeten Daune ab. Die wichtigste Kenn­zahl ist dabei der Cuin-Wert. Er gibt an, wie viel Volumen eine Unze (28,35 Gramm) Daunen ein­nimmt. Je höher der Wért, desto besser. Bei Spitzenqualitäten liegt er über 800 Cuin. In der Pra­xis wird die Konstruktion des Schlafsackes bewertet: Passt die Kapuze? Liegt die Abdeckleiste gut an? Klafft eine Lücke im Wär­mekragen?

Aus diesen Erfahrungen werden dann die Temperaturangaben ermittelt. Da jeder Mensch Temperaturen anders empfindet, werden zwei Temperaturwerte angegeben. Der Komfortwert (rot) gilt für alle, die schnell frieren; der Übergangs- oder Limitwert (orange) für weniger Kälteemp­findliche. Diese Werte gelten aber nur in Verbindung mit einer guten Isomatte und wenn die Kapuze bis auf eine kleine Atem­öffnung geschlossen wird. Wem dies zu unangenehm ist, der sollte zusätzlich noch fünf bis zehn Grad Reserve einplanen. Die so ermittelten Temperaturen ha­ben sich in der Praxis als sehr zu­verlässig erwiesen, können aber durchaus von den nach einem Normverfahren gemessenen An­gaben der Hersteller abweichen.

An der Spitze der Wärmelei­stung liegen der Helium 60o von Mountain Equipment und der Swing 700 von Valandré. Aber auch die Schlafsäcke von Deuter und The North Face sind sehr warm. Setzt man die Wärme in Relation zum Gewicht, so haben die beiden Leichtmodelle von Ex­ped und Yeti die Nase vom.

KOMFORT GEHT VOR

Den Schlafkomfort beeinflussen neben der Wärme aber auch noch andere Faktoren. Wie fühlt sich das Material auf der Haut an? Drücken Verschlüsse oder Züge? Wie lange muss ich mich mit Zippern oder Kordelzügen rumschlagen, bis der Schlafsack ideal angepasst ist? Lässt er sich gut lüften, wenn es warm ist?

Auch der Schnitt beeinflusst das Wohlgefühl. Hier scheiden sich allerdings die Geister und vieles ist Geschmacksache. Der Eine fühlt sich in körperbetont geschnittenen Schlafsäcken wohler. Auch, weil sich dort we­niger kalte Lufträume bilden können. Der andere braucht Platz, um Arme und Beine zu be­wegen. Weite Schlafsäcke ver­hindern auch, dass Ellenbogen, Knie oder andere Kör­perteile von innen die Füllung zu­sammendrücken und so die Wär­meleistung redu­zieren. Ein guter Kompromiss sind die Schlafsäcke mit elastischen Innennähten wie der Neosphere von Deuter oder der Fjord von Lestra.

Die Qualität lässt sich neben den verarbeiteten Materialien vor allem an der Verarbeitung fest machen. So sind bei hoch­wertigen Schlafsäcken etwa die meisten Nähte von innen ge­näht. Bei dieser sogenannten ver­steckten Naht sind außen keine Fäden sichtbar, diese können so­mit auch nicht beschädigt wer­den. Ein wichtiger Punkt ist auch, ob alle Daunenkammern sauber vernäht und geschlossen sind, damit die Füllung nicht im Schlafsack wandert.

FAZIT UND EMPFEHLUNGEN

Wie bereits geschrieben deckt das Testfeld alle möglichen An­forderungen ab. Wer auf Pack­maß und Gewicht schaut, wird sich für einen der vier Schlafsä­cke mit unter einem Kilogramm Gewicht entscheiden. Hier liegt der Passion Five von Yeti an der Spitze. Nicht ganz so warm, dafür aber besonders leicht und er­schwinglich ist der Ultralite 500 von Exped. Er erhält dafür einen Preistipp.

Wer Priorität auf die Wärme­leistung legt, erhält mit dem He­lium 60o von Mountain Equip­ment einen Spitzenschlafsack zu einem sehr günstigen Preis. Noch einen Hauch wärmer und nur unwesentlich teurer und schwe­ren ist der Swing 700 des Dau­nenspezialisten Valandré. Die Franzosen verwenden zudem noch etwas robustere Materi­alien als Mountain Equipment. Beide Modelle haben sich eine Empfehlung verdient.

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