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Skitouren sind eigentlich eine simple Sache. Man schnallt sich die Ski unter und zieht los in die weiße Bergwelt. Man genießt die Ruhe der Natur, sucht sei­nen Gehrhythmus und schlängelt sich über eine elegante Aufstiegsspur den Berg hinan. Man saugt die kühle Luft ein. Jeder Atemzug tut gut, während der Körper wohlig auf Be­triebstemperatur bollert. Oben am Gipfel dann die wohlverdiente Pause. Der Blick schweift übers Bergpanorama, der Tee wärmt, und die Brotzeit schmeckt. Dann geht es hin­unter. Gleichmäßig reihen sich die Bögen an­einander, es ist mehr ein Schweben denn ein Fahren. Von unten bewundert man seine Schwunggirlanden und weiß: Das war ein perfekter Tag — simpel, geradlinig, klar. Ganz anders stellt sich die Situation beim Kauf von Tourenski dar. Der Kopf fährt Karussell, und die Verwirrung ist groß angesichts der vie­len Formen, Farben und Modelle. Doch die Vielfalt hat auch ihre guten Seiten für die wachsende Skitouren-Gemeinde: »Für jede Facette des Skitourengehens bieten die Her­steller mittlerweile maßgeschneidertes Ma­terial an. Das erhöht den Spaß im Gelände«, erklärt Beni Böhm von Dynafit.

33 tourenski im test 00Auch der aktuelle Tourenskitest spiegelt das bunte Marktangebot wider. »Von leicht und schmal bis zu megabreit — da ist wirklich al­les dabei«, begeistert sich Testroutinier Michi Knab, als er die 33 Modelle in der Testba­sis am Kaunertaler Gletscher sieht. Vier Tage checkte die Testcrew dort im Reich der 3000er die Performance der neuen Modelle; eruier­te, wie die Ski im Anstieg funktionieren, wie angenehm sie sich in der Abfahrt fahren und wo die Einsatzschwerpunkte liegen. Neben den Charakteristika spielten drei Themen bei den alltäglichen Testbesprechungen eine große Rolle, die sicherlich auch bei den Ski­tourenabend-Stammtischen für viel Ge­sprächsstoff sorgen werden: das Gewicht, die Breite und die neue Rockertechnologie.

Ein geringes Gewicht der Skitourenausrüstung erleichert längere Anstiege enorm, man ist schneller, hat mehr Kraftreserven und auch mehr Spaß. Am extremsten betreiben Skitou­renrennläufer die Suche nach jedem Gramm Gewichtsersparnis. Aber auch bei Fitness-, Pisten- und Allround-Tourern liegt leichte Skitourenausrüstung voll im Trend. Das spiegelt sich auch im Testfeld. Das Durchschnittsgewicht ist merklich gesunken, sogar bei breiten Freeride-Tourern schaut man häufiger verwundert auf die Waage. Die leichtesten Ski im Testfeld – nur 2140 Gramm pro Paar – sind der Blizzard Expedition und der Movement Bond 33 tourenski im test 01X-Series. Besonders letz­terer begeistert nicht nur im Anstieg, er zeigt auch in der Abfahrt Rückgrat und lässt sich sehr ausgewogen im Gelände fahren – ein Allround-Tourer mit Prädikat. Doch selbst ein abfahrtsorientierter Tourer wie der Ato­mic Aspect bringt trotz einer Breite von 85 Millimetern unter der Bindung nicht mehr als 2700 Gramm auf die Waage. Frei nach dem Motto: entspannt bergauf und spielerisch bergab. Ausgenommen von der Weight-Wat­chers- Diät sind zur Zeit noch die Skimodelle für Variantenfahrer, wie zum Beispiel der Head REV 80 oder Stöckli VXL. Sie haben ei­nen anderen Schwerpunkt: Diese Allmoun­tain-Ski bieten auf der Piste erstklassige Car­vingeigenschaften mit der Option, auch mal einen kurzen Abstecher ins Tourengelände zu meistern. Das Gewicht ist da zweitrangig.

Der Fahrspaß bergab wird stark von der Skibreite beeinflusst. Galt vor wenigen Jah­ren noch eine Skibreite von über 70 Millime­tern unter der Bindung als das goldene Maß für Allround-Tourer, so tendieren die meisten Modelle im Test eher zu üppigeren Ma­ßen um die 80 Millimeter. Die 33 tourenski im test 02Vorteile des Breitenzuwachses liegen auf der Hand: Bei gleicher Länge besitzen die Ski mehr Auf­triebsfläche. Dadurch schwimmen sie nicht nur bei Neuschnee besser auf, sie brechen auch im Bruchharsch nicht so leicht ein. »Das bringt nicht nur Fahrspaß, sondern erleichtert auch Toureneinsteigern das Fahren im Ge­lände«, bestätigt Tester Peter Hatzl. »Mit einem Fischer X-Ceed oder Kästle TX 77 kommt einfach jeder zurecht«, so seine Ein­schätzung. Wer noch mehr Wert auf eine gu­te Abfahrtsperformance legt, packt noch ei­ne Schippe drauf. 85-94 Millimeter sind gute Maße für einen abfahrstorientierten Touren­ski wie den K2 Wayback, Scott Crusàir oder Hagan Chimera LO. Sie fallen immer noch recht leicht aus, so dass auch ein An­stieg von 1000 Höhenmetern noch drin ist, doch sie erlauben flotte Geländeritte und vermitteln Surffeeling im Powder. Wobei sich das Schwebegefühl im Tiefschnee je nach Gusto noch weiter steigern lässt. Der La Sportiva Hang 5 bringt es immerhin auf 117 Millimeter unter der Bindung! Ein Ski für Spezialisten und die wenigen ganz fet­ten Powdertage im Jahr.

Dass so ein wuchtiger Ski überhaupt

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