12 Daunenjacken im Test

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Oft kopiert, nie erreicht: Daune ist nach wie vor das effizienteste Isolationsmaterial. Allerdings sollte man sich vor dem Kauf genau überlegen, für welche Aktivitäten man die Daunenjacke benötigt. Worauf es im Einzelnen ankommt, erfahren Sie hier.

Für jeden Zweck die richtige Jacke

12 Daunenjacken im Test 00Ski/Hochtour: Die Jacke sollte eine Kapuze haben und wärmer sowie robuster sein. Wichtig ist ein guter Wetterschutz (wasser- und wind­resistent), besonders bei Schneefall. Sie sollte sehr gut abdichten und bei Bewegung kaum verrutschen. Ein Packbeutel wäre sinnvoll.

Bewegungsintensive Aktivitäten: Hier reicht eine dünne Daunenjacke, die kaum ver­rutscht und volle Bewegungsfreiheit zulässt. Die gut als Midlayer tragbare, weniger robuste Jacke ist klein in sich oder einem Beutel verpackbar.

Ruhephase/Biwak: Die Jacke sollte warm und doch leicht sowie in sich oder einem Beutel verpackbar sein. Sie ist ideal für Pausen während Aktivitäten sowie Biwaks/Winterräume, sollte aber brauchbare Abdichtungen besitzen.

Winterwandern/Schneeschuhgehen: Unterhalb der Baumgrenze reicht es aus, wenn die Abdichtungen weniger gut und die Daunen weniger hochwertig sind. Eine Kapuze ist verzichtbar. Beim Winterwandern ist der Kuschel­faktor wichtiger als das Gewicht. Für Schnee­schuhtouren eignen sich leichtere Modelle, oberhalb der Baumgrenze Touren-Daunenjacken.

12 Daunenjacken im Test 01Sie sind federleicht, und halten trotzdem warm: Jacken mit Dau­nen hoher Bauschkraft (Loft). Kombiniert mit einem dünnen Stoff sind sie darüber hinaus sehr klein verpackbar. Es gibt aber auch Nachtei­le: Daune ist relativ teuer und anfällig gegen Feuchtigkeit. Im Winter ist dieser Punkt allerdings in der Regel zu vernachlässigen — außer bei feuchtem Schneefall oder Eis­regen. Die vorgestellten Daunenjacken sind zwar imprägniert, Druckstellen und Nähte können aber dennoch Feuchtigkeit durchlas­sen. Will man die Jacke oberhalb der Baum­grenze nutzen, sollte sie wegen der raueren Witterung eine Kapuze besitzen. Ansonsten reicht auch ein Kragen. Viele Modelle gibt es in beiden Varianten — und natürlich auch in einem feminineren Schnitt für Frauen.

Die Füllung

Bei Daunenjacken dreht sich alles um drei Kennzahlen: Daunenmenge, ihre Bausch-kraft und das Verhältnis von Daunen zu Federn. Standardmäßig liegt dieses bei 90 zu 10: 90 Prozent Daunen und 10 Prozent Federn (Mountain Equipment 9713!). Nur die Daunen mit ihren feinen Härchen haben eine starke Isolationswirkung.

12 Daunenjacken im Test 02Zusätzlich gibt der Hersteller normalerwei­se die Bauschkraft der Daunen an, gemessen in Kubik-Zoll Volumen pro Unze Gewicht (»cuin«, siehe Kasten). Hier hat sich in den vergangenen Jahren viel getan, so dass Lofts von 750 bis 850 cuin (v. a. Yeti, Berghaus und Kjus) bei Top-Jacken nichts Besonderes mehr sind. 650 cuin (Vaude und Camp; beide prall gefüllt) und mehr sind Standard. Sowohl die Wärmeleistung als auch die Komprimierbar­keit sind bei geringeren Werten reduziert. Gleiches gilt bei zu geringer Füllmenge.

Dies zu wissen ist wichtig, da auf den Web­seiten der Hersteller die Menge, das heißt das Gewicht der Daunen, meist nicht erwähnt wird. Bei den bereits mittelwarmen Jacken Patagonia (ohne Kapuze) und Mammut (mit Kapuze) wiegen diese in der gesamten Jacke verteilt nur 93,5 bzw. 125 Gramm. In der Expeditionsjacke von Rab stecken hingegen satte 400 Gramm.

12 Daunenjacken im Test 03Während sehr warme Daunenjacken H-förmige (Rab und Yeti) Daunenkammern besitzen, sind diese bei den meisten Modellen durchgesteppt. Die Kältebrücken an den Nähten werden meist im Brust-Bauch-Bereich durch ein eingehängtes Innenfutter ohne Nähte minimiert.

Gewicht und Komprimierung

Die vorgestellten Daunenjacken haben ein teilweise phänomenales Verhältnis von Wär­mung zu Gewicht. Leichtjacken unter 500 Gramm in Größe L bieten bereits brauchba­ren, bei Aktivität guten Kälteschutz (Adidas mit Kapuze 390 g), Ultraleichtjacken (unter 300 g) entsprechen meist eher einem dicken Fleece plus Windresistenz (Haglöfs; Kjus wär­mer). Modelle mit einem Gewicht von etwa einem Kilogramm sind entweder zu warm für normale Wintertage in den Alpen (Rab) oder nicht wirklich bergtauglich. Während sie im Rucksack viel Platz wegnehmen (Rab als Rolle 9 Liter), lassen sich die leichteren Jacken auf gut vier bis zirka 2,4 (Midas) Liter komprimieren und meist in einer ihrer

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