Sie gelten als der Inbegriff des Wetterschutzes. Im praktischen Einsatz müssen Drei­lagen-Jacken aber mehr können, als nur dicht und robust sein. Zwölf neue Modelle im Test.

dreilagenjacken 01Welcher Kletterer ist nicht am liebsten bei strahlend blauem Himmel, idealen Temperaturen und Windstille unter­wegs? Doch nicht immer richtet sich das Wetter nach dem, was uns gerade am liebsten ist. Dann muss eine zusätzliche Schicht her, die zuverlässig vor den Unbilden der Natur schützt. Und da sind Dreilagenjacken immer noch erste Wahl, vor allem, wenn die Teile auch noch einiges aushalten sollen. Bei Dutzenden neuer Ja­cken, die jedes Jahr auf den Markt kommen, steht man beim Kauf aller­dings vor der Qual der Wahl. Um euch die Entscheidung zu erleichtern, haben wir mit unseren Kollegen vom outdoor Magazin zwölf gerade neu erschienene Jacken unter die Lupe genommen.

Das Testfeld reicht dabei von auf Gewicht getrimmten Leichtjacken über robuste Allrounder bis hin zur voll ausgestatteten Winterjacke in­klusive Schneefang. Nicht nur die Jacken selbst, auch die Preise sind da­bei recht unterschiedlich. Sie bewegen sich zwischen 35o und 68o Euro. Im Schnitt bringen die Jacken knapp über 5oo Gramm auf die Waage und bestätigen so auch den allgemeinen Trend zu immer leichterer Ausrüstung. Von den 12 Jacken sind die Modelle von Adidas, Arčteryx, Bergans, The North Face und Vaude auch in einer gleichwertigen Da­menversion erhältlich. Im Falle des Zero Jackets von The North Face schnitt die Damenversion besser als das Herrenmodell ab.

dreilagenjacken 02WETTERSCHUTZ MIT WOHLFÜHLFAKTOR

Im Klimatest gibt sich keine der Jacken Blößen. Alle Materialien punk­ten im outdoor-Labor mit einer sehr guten bis überragenden At­mungsaktivität. Zusätzlich besitzen sämtliche Testmodelle gut funkti­onierende Belüftungen, die für einen kühlenden Luftaustausch sorgen. An der Spitze: Das Mentor Jacket von Qutdoor Research — es zeigt mit Ventilationsreißverschlüssen, die vom Qberarm über die Achseln bis zum Saum laufen, was in Sachen Belüftung möglich ist. Ebenfalls gut fürs Klima: möglichst wenig Tapes und doppelte Materiallagen wie et­wa bei den Taschen. Dieser Faktor sollte nicht unterschätzt werden, denn selbst bei der Directalpine Guide, der Jacke mit dem wenigsten Tape, kommt eine Fläche von 2,5 DIN-A4-Blättern zusammen — und da­mit liegt sie gut 3o Prozent unter dem Durchschnitt. Auch eine mög­lichst dauerhafte Imprägnierung hat großen Einfluss auf die Atmungs­aktivität, denn diese bleibt erhalten, wenn der Qberstoff sich nicht vollsaugt. Hier setzt die Arc’teryx Alpha SV neue Maßstäbe. Doch auch bei den meisten anderen Modellen perlt Wasser selbst nach zehn Wä­schen noch gut ab.

In erster Linie sollen die Jacke aber dicht sein. Nach der Wetter­schutzprüfung im Regensimulator kristallisieren sich langsam ein paar Favoriten heraus. Zwar überstehen alle die Powerberegnung ohne baden zu gehen, doch hier und da gibt es doch ein paar Stellen, an de­nen Feuchtigkeit nach innen zieht (Saugeffekte). Zu denen Besten ge­hört die Kangchenjunga von Berghaus. Sie schützt nicht nur perfekt gegen Nässe, ihr mächtiger Kragen und der große versteifte Schild bil­den zudem ein Bollwerk gegen eisigen Wind. Dicht auf den Fersen fol­gen unter anderem die Jacken von Arc’teryx, Qutdoor Research, Adidas und Directalpine sowie das Damenmodell von The North Face.

VOM LABOR IN DIE PRAXIS

Im täglichen Einsatz beim Klettern zählt vor allem, wie viel Bewe­gungsfreiheit die Testmodelle lassen. Hier glänzen vor allem die Ja­cken von Adidas und Mountain Equipment. Bei diesen beiden Mo­dellen rutscht der Saum mit den Armen über Kopf nur minimal nach oben, und das, obwohl sie körpernah geschnitten sind. Aber auch bei den Modellen von Arc’teryx, Berghaus oder The North Face bremst nichts den Bewegungsdrang.

Qft kritsch: die Helmtauglichkeit der Kapuzen. In diesem Punkt haben die Hersteller inzwischen zwar ihre Hausaufgaben gemacht, Unterschiede gibt es aber dennoch. Mit die besten Kapuzen liefern Adidas, Arc’rteryx, Marmot oder Qutdoor Research. An der Spitze mit und ohne Helm liegt die Kapuze von Mountain Equipment. Zum Schluss steht die Handhabung auf der Checkliste: Laufen beispiels­weise Züge und Zipper gut? Kann man sie auch mit dicken Hand­schuhen einfach bedienen?

Fazit: Von geringen Schwächen abgesehen leisten fast alle Jacken das, was von ihnen erwartet wird. Extrem robust ist die Alpha SV von Arc’teryx. Sehr gute Allrounder kommen von Berghaus, Adidas oder Qutdoor Research. Einen Preistipp hat sich das Guide Jacket von Directalpine verdient.

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