12 warme Softshell-Jacken im Test

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WÄRME VON INNEN

Winter-Softshells haben einiges für sich: Sie sind recht dehnbar und robust, schützen vor Wind und sind durch ihre kuschelige Innenseite angenehm zu tragen. Zwar weisen sie Wasser nur ab, im Winter ist dieser Nässeschutz aber meist ausreichend. Zudem sind sie — sofern ohne Membran —dampfdurchlässiger als Hardshells.

Material

Nur wenige Softshells sind tatsächlich so elastisch, dass sie sich beispielsweise beim Anwinkeln der Arme (am besten Mammut, Ortovox) im Ellenboen-Schulterbereich merklich dehnen. Sie sind durchgehend laminiert, das heißt, der Oberstoff aus dehnbarerem Polyamid (PA) oder dem weniger Feuchte aufnehmenden Polyester (PES, PS) und einer Beimischung der Gummifaser Elastan ist mit dem Fleecefutter zu einer robusten Einheit. verklebt. Das eingehängte Futter von Schöffel ist anfälliger, aber mangels Klebstoff dampfdurchlässiger. Dazwischen steckt bei Modellen für extremeren Einsatz eine mehr winddichte (Gore Windstopper; z. B. bei Mammut) oder mehr dampfdurchlässige Membran (Polartee Power Shield; z. B. bei Patagonia). Die wasserdicht-atmungsaktive Neonhell-Membran (10 000 mm Wassersäule, mit der Nutzung abnehmend) von Marmot ist der bisher gelungenste Versuch, Wasserdichtigkeit außen mit maximaler Dampfdurchlässigkeit innen zu verbinden.

Fleece und Gewichte

Das relativ dünne Standard-Fleecefutter ist bei Mammut und Vaude durch durchbrochenes Waffelfleete mit fast gleicher Isolation bei höherer Dampfdurchlässigkeit und geringerem  Gewicht ersetzt. Patagonia, Mountain¬ Equipment besitzen ein dickeres Gitterfleece mit gleicher Wirkung (Outdoor Research noch dickeres Waffelfleece am Körper).

Das Gewicht der Softshell-Jacken mit Fleece und robustem Obermaterial liegt zwischen leichten 650 (Vaude mit Kapuze!) bis noch akzeptablen 770 Gramm (Outdoor Research) in Größe L. Bei abgezipptem Schneefang wiegen auch die sonst schwereren Ski-/Skitourenmodelle von Schöffel und Bergans etwa das gleiche. Das dünn mit Wolle bedeckte,  ultraleichte Ortovox ist ebenso wie das mit schweißabsorbierendem Trikot gefütterte  Haglöfs eher für Herbsttouren oder für intensive Winteraktivitäten geeignet.

Verschlüsse und Abschüsse

Gefütterte Softshells für den Winter sind ähnlich abgedichtet wie Hardshells. Der Front-Reißverschluss (RV) ist allerdings nur innen abgedeckt (Mountain Equipment und Outdoor Research mit Fleece isoliert) und mit einem eher wind- als wasserresistenten RV ausgestattet. Wer mit Seil unterwegs ist, sollte darauf achten, dass sich der RV auch von unten öffnen lässt. Einige Jacken verfügen über Kunststoff RVs (Schöffel, Mountain Equipment), die leichtgig sind und sich kaum verhaken können. Der wasserdichte Hybrid Marmot sticht durch einen wasserdicht gummierten RV heraus (kein Feuchteln).

Der Rumpfabschluss ist bei allen Modellen mit Gummizügen verstellbar und abdichtbar. Die Gummizüge lassen sich einhän- dig bedienen — meist mehr oder weniger leichtgängig bis auf Ortovox und Mountain leichtgängig Equipment (mühsame Doppelzüge für exakte Anpassung). Einhändig bedienbare »Tandemzüge«, die am Bund zugezogen und in der Tasche aufgezogen werden, besitzen Schöffel (zu sehr dehnbar und Tankaverschlüsse sehr dünn) und Vaude. Bei Schneefall könnten Klettverschlüsse die Arme praktisch vollständig abdichten — wenn nicht das Softshellmaterial so dick wäre. Haglöfs verwendet daher einen dünnen Stoffeinsatz.

Kapuze

Nur Ortovox und Haglöfs besitzen keine Kapuze; bei Schöffel ist sie abnehmbar. Eine gut abdichtbare Kapuze ist aber bei Winteraktivitäten oberhalb der Baumgrenze dringend zu empfehlen. Die von Hardshells bekannten 3D-Züge bewähren sich auch bei Softshells: Ein meist abgedeckter, einhändig bedienbarer Volumenzug am Hinterkopf, der besonders bei helmtauglichen Kapuzen unverzichtbar für die Kopfanpassung ist; und zwei seitliche Gummizüge, deren Zugbändel entweder innen (bleiben trocken, aber unpraktisch; z.B. Outdoor Research) oder außen angebracht sind (anfälliger, aber verstellbar, ohne die Jacke öffnen zu müssen). Genial sind die neuen, unter einer Gummierung völlig wetter- und defektgeschützt abgekappselten Knopf-Tankas, die sich mit zwei Händen einfach bedienen lassen (Patagonie). Funktionelle Kapuzen besitzen außerdem einen Schild über der Stirn, der häufig nur der Abschluss einer auch seitlich gegen Wind und Schnee schützenden und heraustehenden Kapuze ist. Besonders guten Gesichtsschutz bieten Norröna, Bergans und Patagonia, einen eher mageren die erstaunlich gut abdichtende “Notkapuze” ohne Anpassungszüge von Vaude.

Taschen und Lüftungen

Die seitlichen Einschubtaschen mit RV-Verschlus, die normalerweise hochgesetzt sind, um nicht von Rucksack- oder Klettergurt verdeckt zu werden, sindbei Softshells ziemlich groß. Bei Marmot, Ortovox und Patagonia passen sogar Trinkflaschen hinein (bei Mammut in die offenen Innentaschen). Die Ausrüstung wird durch ein Netzfutter hindurch vom Körpergewärmt. Umgekehrt sorgen die Taschen bei geöffnetem RV für Ventilation. Da diese Lüftung nicht immer ausreicht und bei schlechtem Wetter Schnee einlässt, besitzen die meisten Softshells effektivere Achsellüftungen mit Zweiwege-RV. Bei Norröna (in zwei Sektionen teilbar), Mammut und Haglöfs reichen diese seitlich weit herunter. Kleine Innentaschen sind weniger für Wertsachen gedacht (besser aufgehoben in der Napoleontasche), als eher zum Wärmen von Geräten mit Batterie wie iPod oder GPS-Gerät.

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