8 Trinkflaschen im Test

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NA DANN PROST!

Sie war einst das Maß der Dinge beim Bergsteigen: Die klassische Aluminiumflasche mit Schraubverschluss und Öse zum Aufdrehen und Einhängen in einen Karabiner. Mehr und mehr wird sie inzwischen von Edelstahl- und Kunststoffflaschen mit raffinierten Verschlüssen abgelöst.

Gewicht und Maße

Ob die Wahl auf Edelstahl oder Kunststoff fällt, ist zunächst mal eine Frage des Gewichts: Eine Kunststoffflasche wiegt bei einem Liter Volumen und 30 Zentimetern Länge nur knapp 100 Gramm, die raffinierte Kompakt-Edelstahlflasche von MSR (nur 22,5 cm lang) dagegen satte 280 Gramm.

Diese und Primus sind ungewöhnlich weit (über 8 cm Durchmesser) und besitzen daher Greiferleichterungen (unten g) trian- gulär bzw. Pulverlackierung). Für kleinere Frauen und Kinder oder Bergsportler empfehlen sich handliche schmalere, für Bike-Flaschenhalter taugliche Flaschen (ca. 7 oder 7,5 cm für Metall bzw. Kunststoff bei 0,75 l). Flaschen für den Klettergurt sollten kleiner sein, um beim Klettern nicht zu sehr zu stören. Für eine gemütliche Bergtour im Sommer sollte man dagegen mindestens einen Liter Flüssigkeit bei sich tragen. Es empfiehlt sich, diese Menge auf zwei Halbliterflaschen in den Seitentaschen zu verteilen. Die Standardgrößen für Trinkflaschen sind etwa 0,5 und 0,75 sowie exakt 1 Liter (für längere heiße Touren zwei davon). Bei Tatonka war nach der Lagerauslieferung nur noch eine Kinderflasche (0,3 l) für die Kaufberatung verfügbar.

Griffigkeit

Edelstahl- und Aluflaschen — insbesondere jene mit einem Durchmesser über acht Zentimeter — rutschen relativ leicht aus  der Hand. Primus hat eine griffige Pulver- beschichtung; da die Flasche recht breit ist, lässt sie sich aber nur schwer in der Hand halten, La Playa hat eine weniger effektive Lackierung, ist aber schlanker. Wenger, Isybe besitzen gute Griffigkeit plus Greif- Taillierung.

Material

Alle getesteten Trinkflaschen aus Edelstahl, Aluminium oder diversen Kunststoffen sind laut. Hersteller lebensmittelecht und frei von Biphenyl A. Wenn die Innenbeschichtung von Aluminiumflaschen bei Schlägen Risse bildet, sind diese nicht mehr vollständig säurefest und schmutzabweisend (Primus auch als Edelstahlflasche, Wenger relativ robust). Bei Edelstahl ist es fast unmöglich, dass sich Schmutz ablagert oder gar Schimmel bildet.

Verschluss und Säuberung

Anders die Verschlussgewinde: Sie sollten sich am besten außen befinden, sodass sie leicht zu reinigen sind. Edelstahlflaschen lassen sich mit kochendem Wasser ausspülen, Kunststoffflaschen mit bis zu 80 Grad heißem Wasser befüllen.

Alle Schraubdeckel bestehen aus Kunststoff mit Dichtung. Bei robusten Edelstahlflaschen ist der potentielle Schwachpunkt der Verschluss, bei Aluflaschen das Verbeulen, wenn die Flasche runterfällt (Primus). Die vorgestellten Kunststoffflaschen sind formstabil, Malgene am Ventil anfällig und schwer zu reinigen (bei Wenger austauschbar).

Füll- und Trinköffnung

Zu einer leicht handhabbaren Flasche gehört ein doppelter Verschluss. Deren Füllöffnung sollte zum Befüllen mit di- versen Pülverchen oder Teewasser aus einer Kanne etwa fünf Zentimeter weit sein (Primus, MSR, Nalgene; Isybe 6 cm). Für die Trinköffnung reicht dagegen der normale PET-Flaschenstandard (2,2 cm) locker aus. Bei der großen Füll-,Trinköffnung von Isosteel kann bei hastigem Trinken etwas danebenfließen. Will man Trinkflaschen ohne größere Einfüllöffnung befüllen, ohne etwas zu vergießen, ist eine große Zielgenauigkeit erforderlich. Doch es gibt noch einen weiteren Nachteil: Die kleinere Öffnung ist nur schwer zu säubern. Werden die Flaschen mit Fruchtsaft oder zuckerhaltigen Getränken befällt, sollten sie sofort nach der Verwendung ausgewaschen werden.

Verwendung

Am schnellsten trocknen danach die Kunststoffflaschen Malgene und Isybe sowie die Aluflaschen Primus und Wenger während die Edelstahlflaschen Tatonka und La Playa länger »feuchteln«. Am einfachsten handhaben lassen sich MSR, Primus mit großzügiger Füllöffnung unter einem geriffelten Deckel, auf dem die Trinköffnung sitzt. Der Trinkverschluss bei Primus ist an der Trinkflasche befestigt Lind damit gesichert. Am einfachsten ist das Trinken naturgemäß aus Flaschen, die ein Ventil-Mundstück haben — auch Schnellverschluss bezeichnet (Isybe, Wenger, Nalgene).

Trink-Verschluss

Flaschen mit Ventilverschluss sind selbst bei kohlensäurehaltigen Getränken auslaufsicher. Zudem ist der Trinkstrahl mit sechs bis vier Millimeter so dosiert, dass ein Schluck ausreichend, aber nicht zu groß ausfällt. Neben dem traditionellen Schraubverschluss mit Karabiner-Öse (Tatonka, Isosteel), gibt es in dieser Kaufberatung einen sicheren Hebelverschluss (MSR), durchdachte Saugventile (wie Strohhalm, Wenger; Nalgene plus Flaschenmundstück) sowie eine geniale Clipöffnung, die einhändig bedienbar ist (La Playa). Viele Verschlüsse besitzen heute eine Laschensicherung, um zu verhindern, dass der Deckel verloren geht. Am günstigsten zum normalen Trinken sind Öffnungen in PET-Flaschengröße, wobei MSR kein Mundstück besitzt und die übrigen Verschlüsse nicht genau dazu fassen. Ventilmundstücke erlauben tropffreies Trinken während der Bewegung (Isybe, Wenger, Nalgene), zudem können sie nicht verlorengehen.

Extras

Bei einigen Trinkflaschen lässt sich ein Wasserfilter aufsetzen (MSR, Nalgene). Taillierte Flaschen lassen sich besser greifen (Isybe, Längere Garantiezeiten sind eine nette Geste, helfen aber nicht allzuviel, wenn sie nicht die gesamte Flasche (Isosteel fünf Jahre!), sondern nur den Korpus (Isybe zehn Jahre) ohne den deutlich anfälligeren Verschluss abdecken.

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