16 Rucksäcke der verschiedensten Volumenklassen im Test

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LASTENAUGLEICH

Strotzt das vertikale Sein vor Leichtigkeit oder ist es eher unerträglich? Die Antwort auf diese Frage hängt zu einem guten Teil davon ab, wieviel Gepäck den Rücken beschwert — und womit es transportiert wird. Selbst wenn man sich noch so sehr beschränkt, kommt man auch in alpinen Sportkletterrouten, über die wieder abgeseilt wird, nicht umhin, zumindest ein wenig zu essen und zu trinken sowie eine Softshell oder einen Regenschutz mitzutragen. Werden die Wände größer und die Touren länger, muss mehr Proviant, Kleidung und Ausrüstung mit. Im vergletscherten Hochgebirge oder in kombinierten Wänden will dann auch noch die Eisausrüstung mitgeschleppt werden, und bei Expeditionen an die ganz großen Berge der Welt hat man dann schon fast einen halben Hausstand auf dem Rücken.

Für jeden alpinen Einsatzzweck haben wir vier neue und/oder besonders interessante Rucksäcke ausgewählt: für alpine Sportkletterrouten vier Modelle zwischen 12 und 15 Liter, für klassische Felsrouten vier von 25 bis 35 Liter, für mehrtägige Touren und große Wände vier Rucksäcke mit 45 bis 55 Liter und vier ganz große Modelle zwischen 6o bis 75 Liter für den Einsatz auf Expeditionen und in ultralangen Routen.

TRINKGEWOHNHEITEN

Dass die Ansprüche an einen 15-Liter-Rucksack andere sind als einen 75-Liter-Lastesel, dürfte klar sein. Eine wirkliches Tragesystem ist bei Minirucksäcken nicht nötig, zwei gut konturierte und angenehm gepolsterte Schultergurte sowie ein Brust-und ein Bauchgurt, damit der Sack fest am Rücken sitzt, reichen hier völlig aus. Wer auf den Schlauch steht, sollte zudem darauf achten, dass im Rucksackinneren ein Fach oder zumindest eine Aufhängemöglichkeit für ein Trinksystem sowie ein Schlauchausgang und eine Führung für den Schlauch am Schultergurt vorhanden sind. Dies gilt natürlich auch für alle anderen Rucksackgrößen.

KLETTERN CONTRA KOMFORT

Puristen und Gewichtsfetischisten mit starken Schultern und einer gewissen masochistischen Veranlagung verzichten auch bei größeren Rucksäcken auf ein ordentliches Tragesystem mit solider Lastübertragung. Das schmerzt zwar unter Umständen beim Zustieg, beim Klettern hat es aber den Vorteil, dass der Rucksack weniger steif ist und sich besser an Oberkörperbewegungen anpasst. Besteht der Rucksack-Hüftgurt nur aus einem Band, ist zudem der problemlose Zugriff auf die Materialschlaufen des Klettergurtes gewährleistet. Für Komfortorientierte sind abnehmbare Hüftflossen oder -polster, die man zum Klettern im Rucksack verstaut, eine feine Sache. Ein Gurtband um den Bauch sollte aber zurückbleiben, damit der Rucksack nicht wackelt und nach hinten zieht.

Wer mit Rucksack klettert, sollte beim Kauf seines Klettergurtes darauf achten, dass die Materialschlaufen unten und nicht oben angenäht sind. Sonst vertragen sie sich mit den wenigsten Rucksäcken, auch wird der Zugriff auf die hinteren Materialschlaufen vom Rucksackkorpus zusätzlich erschwert. Unseren Angaben zur Bedienbarkeit beziehen sich auf unten angenähte Materialschlaufen. Für Gletschertouren und -zustiege ist es hilfreich, wenn die Hüftflossen des Rucksacks zumindest eine Materialschlaufe für Schrauben, Reepschnur und zwei Eisschrauben bietet. Für solche Einsätze sollte die Hüftflosse zudem bequem auf dem Klettergurt sitzen.

KNAPPE ENTSCHEIDUNGEN

Bedingt durch unsere Wertung schon bei der Auswahl gibt es diesmal besonders viele Empfehlungen. Diese haben wir nach den Kriterien Kletterperformance, Tragekomfort und Handling sowie dem Verhältnis von Gewicht zu Robustheit und insgesamt der Stimmigkeit des Modells vergeben. Besonders schwer fiel uns die Entscheidung in der Klasse von 45 bis 55 Liter, wo die Rucksäcke von Deuter und Marmot den ausgezeichneten Modellen nur wenig nachstehen.

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