12 Bergstöcke im Test

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Jetzt wird aufgestockt!

Gehen auf vier Beinen ist deutlich stabiler als die zweibeinige Fortbewegung. Also kam der moderne Berggeher irgendwann auf die Idee, die Evolution zurückzudrehen und dem Homo Alpinisticus wieder vier Beine zu verschaffen. Allerdings hatten auch die frühen Alpinisten schon erkannt, dass eine zusätzliche Stütze mitunter sehr hilfreich sein kann. Nicht umsonst zogen sie mit sperrigen und schweren Alpenstangen los zum Gipfelsturm.

Gegen die Alpenstangen sind moderne Berg- oder Trekkingstöcke leicht und klein. Technisch ausgereift, anatomisch ausgefeilt und mit modernsten Materialien. Trotz dieser ausgefeilten Technik haben wir den Eindruck, dass vor 15 oder 20 Jahren mehr Leute mit Bergstöcken unterwegs waren als heute. Woran das liegt, kann nur spekuliert werden. Bergstöcke haben ein eher „unsportliches“ Image, wer viel mit Stöcken geht, büßt eventuell etwas von seinem Gleichgewichtsvermögen ein. Und wenn die Stöcke mal an den Rucksack sollen, stören sie, auch wenn man sie zusammenschieben kann. Das Packmaß ist dann immer noch recht groß. Dass der Einsatz von Bergstöcken besonders beim Bergabgehen die Gelenke zu einem hohen Maße entlastet, ist aber nach wie vor Fakt.

Die Hersteller haben auf den „Stockverdruss“ reagiert und bieten inzwischen eine Vielzahl von Systemen und Varianten an. Die ersten modernen Bergstöcke wurden mittels Spreizdübeln (Innenklemmen) fixiert. Diese Technik konnte sich jahrzehntelang halten und wurde immer weiter verfeinert. Dann kamen die Außenklemmen dazu. Mittels eines Hebels wird dabei das obere Segment soweit zusammengepresst, dass es das untere Segment fest einklemmt. Eine einfache und wenig anfällige Technik, die vor allem auch immer die Möglichkeit einer optischen Kontrolle bietet.

Seit etwa zwei Jahren gibt es noch weitere Varianten der Längenverstellung: Da gibt es zum einen Stöcke mit dem System der Lawinensonden oder Zeltstangen, bei dem die einzelnen Segmente durch einen innenlaufenden (Gummi-)Zug gespannt und dadurch zusammengehalten werden. Im Test findet sich das System beim Black Diamond Distance FL. Zum anderen gibt es eine neue Variante der Innenklemmen bei Komperdell. Auch hier sind die Segmente mit Gummis fixiert. Die Klemmung funktioniert ähnlich wie bei klassischen Innenklemmen. Allerdings stehen die Segmentteile aufeinander. Das hat den Vorteil, dass der Stock sich nicht zusammenschieben kann, selbst wenn sich eine Klemme etwas löst. Die Längenverstellung erfolgt mittels Außenklemme am oberen Segment.

Bei beiden Systemen werden die Stöcke zum Transport nicht mehr ineinandergeschoben, sondern gefaltet. Der Vorteil ist ein deutlich kürzeres Packmaß. So ist die Transportlänge der Komperdellstöcke um 20 Zentimeter kürzer als die eines vergleichbaren Stocks, bei dem die Segmente ineinander geschoben werden. Riesiger Vorteil dieses Systems: Die Stöcke können im Rucksack transportiert werden, wenn sie nicht in Gebrauch sind, und stehen dabei nicht aus dem Rucksack heraus. Aber wie so häufig hat die Medaille zwei Seiten: Da die Semente ja nicht ineinander verschwinden hat der Stock im Transport-Zustand mehr Volumen, d.h. ein größeres Packmaß.

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