8 Sommer-Kopfbedeckungen im Test

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KÜHLEN KOPF BEWAHREN

Bergtaugliche Kopfbedeckungensollten klein verpackbar sein und sich am besten zusammenknüllen lassen. Während Hüte im Rucksack verstaut werden müssen (voluminöser Outdoor Research, 110 g), lassen sich Cappys mit festem Schirm bananenförmig falten und meist in die Kartentasche der Hose stecken (sofern vorhanden; Vaude). Flexible Kopfbedeckungen oder Schlauchbänder finden hingegen auch in einer Einschubtasche, die ultraleichten Bimi-Caps (28 g) sogar in der Gesäßtasche Platz.

Schirmmützen und Legionärskappen

Der einfachste Kopfschutz gegen starke Sonneneinstrahlung ist eine handliche Schirmmütze — umgangssprachlich Cappy —, deren Weite hinten verstellbar ist. Wer ein Cappy trägt, kann je nach Tiefe (Bimi-Caps 5,5 cm, Vaude 6,5 cm) und Form der vorderen Abschirmung beim Wandern (nicht im Hochgebirge oder auf Trekking) oft auf Sonnenbrille sowie -creme im Gesicht verzichten.

Soll auch der Nacken geschützt werden, ist eine Schirmmütze mit Nackentuch (Legionärskappe) erforderlich. Das Tuch sollte bis über die Ohren gehen (Capo variabel und abnehmbar, Chaskee im Cappy verstaubar), und so luftig sitzen, dass es beim Gehen flattert und so den Nacken kühlt. Alle Kappen und Hüte besitzen Schweißbänder als schweißabsorbierende, nicht drückende Auflage am Kopf (außer Chaskee).

Cowboy- und Sonnenhüte

Rundum-Sonnenschutz bietet der klassische breitkrempige Cowboyhut. Er kommt aus der Landwirtschaft und besitzt unter seinen Eignern Kuhstatus. Gute Modelle bieten neben einem umfangreichen Sonnen- auch Nässeschutz (Ourdoor Research wasserdicht). Wärmestaus unterm Deckel lassen sich durch luftdurchlässige Netzeinsätze (auch bei Vaude-Cap) oder seitliche Löcher verhindern. Allerdings haben Cowboyhüte ein relativ großes Packmaß.

Zudem sind sie deutlich windanfälliger als andere Kopfbedeckungen, weshalb fürs Bergsteigen nur Modelle mit Kinnfixierung in Frage kommen. Deutlich leichter verpackbar ist der nicht gerade modische, in Deutschland aber nichts desto trotz beliebte Sonnenhut. Seine meist schmalere, weiche Krempe schattet den Nacken nicht vollständig ab. Von Vorteil ist, dass der Hut ähnlich wie der Cowboyhut nicht direkt oben am Kopf aufliegt, was eine direkte Erwärmung des Kopfs durch die Sonne verhindert (im Gegensatz zu Cappys und Schlauchbändern). Northland ist ein luftiger Hybrid zwischen Cowboy- und Sonnenhut.

Das optimierte Kopftuch

Genial sind die vom einfachen Kopftuch abgeleiteten, multifunktionellen Schlauchbän der. Sie lassen sich in eine Vielzahl von dehnbaren Kopfbedeckungen verwandeln — wie etwa in das klassische Piratentuch oder in das Wüstentuch mit Nacken- und optionalem Ohrenschutz sowie in ein windresistentes Stirnband oder Halstuch. Die Anleitung, die den Schlauchbändern von Buff beiliegt, zeigt die Möglichkeiten. Zwar ist der Hitzeschutz Möglichkeiten des dünnen, direkt auf den Haaren liegenden Stoffs schwächer als bei Hüten. Dafür sorgt das schnelltrocknende Funktionsmaterial Polyester (am besten Coolmax) für eine gute Verdunstungskühlung.

Trocknung und Wasserabweisung Funktionelle Kopfbedeckungen bestehen normalerweise aus dem robusteren und weniger Geruch entwickelnden Polyamid (Vaude Polyuretan). Dieses Material trocknet auch relativ schnell, allerdings nicht ganz allerdings so schnell wie Polyester. Im Test schnitten in dieser Hinsicht am besten Bimi-Caps ab, die wie Chaskee wenig Schweiß aufnehmen. Ein optimaler Kühleffekt ist bei Vaude, Capo spürbar, da deren Kopfbedeckungen Schweiß aufsaugen, der dann langsam verdunstet. Viele Hüte oder Cappys sind wasserabweisend imprägniert, was die Atmungsaktivität unwesentlich herabsetzt. Bei warmem Nieselregen sind sie — neben dem Regenschirm — der einzige Kopfschutz, der trocken hält, dabei aber keinen Hitzestau verursacht. Während Outdoor Research einen wasserdichten Überzug und Chaskee und Capo die beste Imprägnierung haben, punkten Vaude und Northland, bei starker Sonne mit einem Material, das ausschließlich Schweiß aufsaugt.

Sonnenschutz und Tragkomfort

Je tiefer die Krempe (Outdoor Research 8-11 cm) oder Gesichtsabschirmung (Chaskee 7 cm) oder je besser ein Nackentuch (Standard 18 cm Länge, 35,5 cm Weite) oder Schlauchband (Buff 50 cm Gesamtlänge) den Nacken abdeckt, desto besser der Sonnenschutz. Ein großer starrer Schirm kann allerdings die Sicht behindern. Hinzu kommt bei Hüten der größere Hitzeschutz durch den Hohlraum zwischen Kopf und Hutdeckel ( auch bei der starren amerikanischen Farmer-Cap). Outdoor Research, Chaskee bieten den besten Sonnenschutz, Chaskee fehlt aber eine Lüftung. Buff, Matt sind am vielseitigsten einsetzbar, bieten aber weniger Sonnenschutz. Dafür merkt man bei diesen Schlauchbändern gar nicht, dass man eine Kopfbedeckung trägt (bei Bimi-Caps kaum). Nur der Zuma Zip-In von Chaskee macht sich, wenn man schwitzt, deutlich bemerkbar.

Extras

Schweißbänder absorbieren den Schweiß und sorgen für einen sicheren Sitz der Kopfbedeckung — ohne unangenehm zu drücken. Netzeinsätze ermöglichen eine leichte Luftzirkulation am Kopf, verringern dafür aber den Sonnenschutz. Ein lockeres Nackentuch erhöht diesen ohne Hitzestau. Kinnbändel mit Fixierungen an Hüten sind im Gebirge essentiell, Reflektoren bei funktioneller Verwendung überflüssig (außer Outdoor Research bei nächtlichem Regen).

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