20 mobile Bettkombinationen im Test – Schlafsäcke Isomatten

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Traumbetten To Go!

Die Testanforderungen für unsere Matten und Schlafsäcke waren schnell festgezurrt: Die Unterlagen sollten Liegekomfort bieten, den einen oder anderen steinigen Untergrund schlucken, ohne sich dabei in Luft aufzulösen. Das Ganze gewürzt mit einer guten Isolation, die auch über mögliche Kälteeinbrüche locker hinweg hilft. Nicht zu dick, aber auch nicht zu dünn lautete die Devise, für Isolationsmatten und Schlafsäcke gleichermaßen. Allerdings, die Schlafbedürfnisse sind vielfältig und das Angebot riesig. Wie findet man im Dschungel der Anbieter nun die optimale Paarung und ist diese dann für Mann und Frau gleich gültig? Benötigen Rücken- und Seitenschläfer die gleiche Mattenstärke?

Wir haben uns mit Heidi und Andi Brun, den Eigentümern der Firma Exped zu ihrem jeweiligen Spezialgebiet unterhalten. Ihre Antworten bringen Licht ins Dunkel bei der Qual der Wahl.

Frage 1: Seit 2005 gibt es die Schlafsacknorm EN 13537. Wie wichtig war die Einführung dieser Norm für den Endverbraucher?Die Norm gibt dem Konsumenten eine Sicherheit, dass die Temperaturangaben des Herstellers stimmen. Daher war die Einführung einer verbindlichen Norm wichtig.

Frage 2: Welche Vorteile hat der Käufer? Die Euro-Norm zur Temperaturmessung von Schlafsäcken bietet vor allem Vergleichbarkeit. Der Konsument kann die Schlafsackmarken untereinander vergleichen.

Frage 3: Was bedeuten z.B. die jeweiligen Temperaturbereiche? Da Frauen und Männer verschieden schnell frieren, ergibt sich eine unterschiedliche Komfort-Temperatur. Für Frauen empfiehlt sich ‘Comfort’ als Zielvorgabe, für Männer `Limit’. Die `Extreme’-Temperatur gibt die Grenze an, an der ein Mann gerade noch nicht friert, d.h. nicht zu zittern beginnt. Die `Max’-Temperatur ist die Grenze, an der es zu warm wird und man den Schlafsack aufmacht, um zu ventilieren.

Frage 4: Nach welcher Angabe soll sich der Käufer orientieren, z.B. für ein Camping im mitteleuropäischen Sommer bei durchschnittlich 18 Grad Tagestemperatur? Wir empfehlen, sich an die Comfort-Temperatur zu halten.

Frage 5: Kann ich einen dünnen Sommerschlafsack auch für kühlere Temperaturen nutzen?

Bedingt, ja.

Frage 6: Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?

Einen zu dünnen Schlafsack kann man mit Kleidern aufpeppen, sofern der Schlafsack groß genug ist. Eine weitere Möglichkeit ist, einen zweiten dünnen Schlafsack darüber anzuziehen oder 3., eine besser isolierende Matte zu verwenden.

Die Norm allein genügt nicht, eine individuelle Beratung im Fachgeschäft wird empfohlen, da diverse andere Faktoren für das individuelle Wärmeempfinden eine Rolle spielen, vor allem Fitness, Alter, Dauer der Unternehmung und Akklimatisation, Wissen, wie man in einem Schlafsack schläft (z.B. Zuziehen der Kapuze nicht erst, wenn man friert; nicht kalt in den Schlafsack steigen; genug trinken, nicht hineinatmen etc; psychischer Zustand; Müdigkeit).

THEMA ISOLATION VON UNTEN:

Frage 7: Kann ich mit einer dicken Isolationsmatte einen etwas zu dünnen Schlafsack ausgleichen? Da die Wärmeableitung zum Boden hin groß ist, kann mit einer gut isolierenden Matte ein zu dünner Schlafsack aufgewertet werden. Unserer Erfahrung und vielen Berichten nach kann ein um Erfahrung 20 – 30% leichterer Schlafsack als gemäß EN-Norm empfohlener bei guter Bodenisolation durch eine Matte genommen werden.

Frage 8: Gibt es auch für Isolationsmatten Richtlinien was die Isolationseigenschaften betrifft? Bisher wird der R-Wert als Vergleichswert der Isolation getestet, ähnlich wie bei Isolationen, die im Baugewerbe verwendet werden. Es gibt noch keine spezifische Outdoor-Norm des R-Wert-Tests. Wir denken es ist unabdingbar, dass dies durch ein unabhängiges Dritt-Institut geschieht, z.B. EMPA, wo wir unsere Matten testen. Was die Übersetzung des R-Werts zu Temperaturempfehlungen angeht, gibt es noch keine Norm, wir stützten uns da auf Erfahrungswerte.

Frage 9: Aufblasbare Matte oder Schaum? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich?

Vorteile/Nachteile der aufblasbaren Matten gegenüber geschlossenprigen Schaumstoffmatten:

Vorteile:

1. Wesentlich bequemer, da viel dicker – sprich der Druck auf die einzelnen Körperpartien ist gleichmäßig verteilt. Wichtig besonders im Schulter- und Hüftbereich und diese wiederum vor allem für Seitenschläfer, die 70% der Bevölkerung ausmachen. 2. Wesentlich kompakter, wenn verpackt. 3. Hautfreundlicher, da Textil.

Nachteile:

1. Empfindlicher auf rohem Einsatz, d.h., es kann ein Leck entstehen (das jedoch reparierbar ist). 2. Teurer.

Wer also im Urlaub die Hotelzimmer links liegen lässt und lieber im Zelt oder auch mal ganz unter freiem Himmel schläft, benötigt eine gut funktionierende Isolationsmatte und einen der Außentemperatur entsprechenden Schlafsack aus Daune oder Kunstfaser. Mehr Informationen zu unseren Testmodellen können Sie auf unserer Homepage nachlesen unter www.allmountain.de

Die Isolationsfähigkeit einer Matte wird über den sogenannten R-Wert angegeben (R-Value). Diese Kennzahl bezeichnet den Wärmewiderstand des verarbeiteten Materials. Vereinfacht dargestellt, wie gut oder weniger gut das Material die Wärme leitet. Je höher der R-Wert, umso besser die Isolation. Der Wärmeverlust durch einen kalten Untergrund verringert sich dadurch. Grundsätzlich sollte das eigene Kälteempfinden beim Kauf einer Isolationsmatte mit einfließen. Die tollste Superleichtmatte mit Null Gewicht nutzt nicht, wenn dann die Nieren kalt sind und die Nächte zur Tortour werden.

Anhaltspunkte für R-Werte

R= 1: bis + 7 Grad, für 3 Jahreszeiten, warme Nächte

R= 2: bis + 2 Grad, für 3 Jahreszeiten, gemäßigte Nächte

R= 3: bis – 5 Grad, 3 – 4 Jahreszeiten, kühlere Nächte

R= 4: bis – 11 Grad, 4 Jahreszeiten, wintertauglich

R= 5: bis -17 Grad, 4 hochalpine Winterbiwaks

R= 6: bis – 24 Grad, ausgedehnte Wintertouren

CUIN Der Ausdruck hat seine Wurzeln in den USA und bezeichnet die Fillpower von Schlafsäcken und auch Jacken, die mit Daunen gefüllt sind. Der cuin-Wert gibt Aufschluss über die Qualität der Bausch- und Tragfähigkeit der verwendeten Daunenmischung. Zur Berechnung wird der Mischung eine Unze (28 g) entnommen und in einem Messzylinder für 24 Stunden zusammengepresst. Im Anschluss wird das Volumen gemessen auf das sich die entnommene Probe wieder ausdehnt. Auch das passiert in amerikanischen Maßeinheiten und zwar in Inch3 (Cubic-Inches). Aus den Cubic-Inches setzt sich das Wort Cuin zusammen (1 cuin = 1 inch3 = 15,62 cm3). Grundsätzlich gilt: Je mehr Fillpower, also Volumen, eine Füllmenge erzeugen kann, desto besser ist die Isolation. Die Angabe des cuin-Werts ist in Deutschland bisher noch nicht verpflichtend.

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