Sandalen, Light Hiker und Wanderschuhe im Test

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GUT ZU FUSS

Bestimmte Teile der Ausrüstung müssen sein, um sich vernünftig draußen bewegen zu können. Dazu gehören in erster Linie Schuhe. Das Angebot reicht vom Barfuß-Schuh über die Sandale und den leichten Trekkingschuh bis hin zum steigeisenfesten Bergstiefel für den Trip zum nächsten Viertausender. active hat drei wichtige Kategorien herausgegriffen: Sandalen, Light Hiker und leichte, knöchelhohe Wander-/Trekkingschuhe. Folgende Modelle namhafter Hersteller durchlaufen den Vergleich:

Jedes Modell hat sich gleichen Herausforderungen stellen müssen. Dazu gehörten: Passformtest mehrerer Personen, Einsatz im für die jeweilige Kategorie passender Gelände (Wandern, Kraxeln und Laufen), Rutschfestigkeit auf nassem Untergrund.

DIE ERGEBNISSE

Die Ergebnisse überraschten zum Teil, und die Sieger der einzelnen Kategorien waren nicht immer leicht zu ermitteln: Alle Modelle erreichen ein hohes Niveau bei Laufkomfort und Grip. Luftig und leicht sind Trekkingsandalen, geben aber dennoch einen gewissen Halt. Gut unterwegs ist der Wanderer mit dieser leichten Fußbekleidung auf Wanderwegen, an Flussufern mit Gestein und an der Meeresküste. Die Hersteller sezten auf unterschiedliche Kostruktionen. Allen gemein ist eine dämpfende Sohle. Keen stattet seine Sandalen mit einer hochgezogenen Zehnkappe aus Gummi aus, die den Fuß schützdend umgibt. Dadurch ist die Sandale etwas geschlossener und büßt leicht an Luftigkeit ein. Das Fußklima ist jedoch auch bei höheren Außentemperaturen angenehm, da die Sandale aus Veloursleder gfertigt ist. Trotzdem ist sie wassertauglich und waschbar.

Noch geschlossener präsentiert sich die Sandale Techamphibian 3 von Salomon. Zusätzlich zum Zehenschutz sind die seitlichen Öffnungen mit Mesh versehen, um das Eindringen von Steincen und Stöckchen u verhinder. Diese Einsätze nehmen dem Schuh jedoch die Luftigkeit einer Sandale. Der Fersenteil lässt sich umklappen, dann verwandelt sich die Sandale in einen Schlupfschuh. Zum Wandern muss sie mit Schnürsenkel und Fersenriemen genau auf den Fuß eingestellt werden, um Druckstellen am Vorderfuß zu vermeiden. Die Sandale ist mit der neuen Agion-Aktive-Technologie antimikrobiell ausgerüstet. Das spartanische Pendant dazu ist der Loop von Lizard. Drei Riemchen am Vorderfuß und zwei um Ferse und SPann halten den Fuß erstaunlich fest an der rutschfesten Power Grip Sohle. Mit dem Chic eines italienischen Schuhs, gefertigt ganz im Land der Schuhmacher, ist der Loop ein Hingucker unter den Outdoor-Sandalen. Einrobuster Könner im Gelände ist die Trekkingsandale Redwood von Jack Wolfskin aus wasserrabweisedem Nubukleder. Dank drei Klettverschlüssen lässt sich die Sandale am Fuß individuell anpassen Auch das Fußbett ist mit Leder bezogen und zudem antimikrobiell ausgerüstet. Dabei werden die Bakterien abgetötet und so Geruchsstoffe zerstört. Diese Sandale erweist sich mit all ihren  Attributen als die positivste in dem Vergleich.

Light Hiker, Approach Schuhe oder Outdoor Allrounder sind seit einigen Jahren sehr beliebt bei leichten Wanderungen im Mittelgebirge, im Voralpenland und bei Spaziergängen auf befestigten Wegen. Diese Schuhklasse gibt für solche Unternehmungen genügend Halt, bietet angenehmen Laufkomfort, und das lästige Schuhe-Wechseln zum Autofahren entfällt. Die Modelle von Scarpa, Aku und Lowa sind mit einer wasserdichten Goretex-Membran ausgestatet. Alle hier verglichenen Schuhe dieser Kategorie sind mit einer griffigen Sohle ausgerüstet, die auf steinigem, unebenen Boden Halt gibt und Unebenheiten dämmt. Dabei vertrauen Scarpa, Mc Kinley und Aku auf die bewähhrte abriebfeste Vibram-Sohle.

Diese Sohle ist übrigens das Ergebnis einer langen Entwicklungsgeschicht, die 1935 in den italienischen Bergen nach einem Berunglüch wegen untauglichen Schuwerks ihren Anfang fand: bergsteiger Vitali Bramani forschte nach dem Unglück an Schuhen mit Gummisohlen, die für alpines Gelände geeignet sein sollten, und schuf zusammen mit den Reifenhersteller Pirelli und der Vulkanisierungstechnologie von Charles Goodyear die erste wasser- und winterfeste Gummisohle-und ließ sie sich patentieren. Seit 1945 besteht nun die italienische Fima Vibram-ein Anagramm: Der Markenname besteht aus Teilen des Namens des Gründers. Das gelbe Logo ist heute der Inbegriff für eine stabile Sohle im Outdoor-, Trekking- und Alpinbereich.

Allein Lowa vertrauf auf seine neu entwichelte Trac Lite Sohle beim Modell Focus, die bei Feuchtigkeit noch etwas rutschfester ist als die Vibram-Sohle. Überhaupt ist das Modell von Lowa das einzige, das sich bei Schaftkonstruktion an einem Multifunktionsschuh orientiert, während der Sohlenaufbau aus dem stabileren Trekkingsegment kommt. Eine ideale Neukonstuktion, die dem Fuß guten Halt gibt und gleichzeitig die Leichtigkeit eines leichten Trekkingschuhs beibehält. Selbst einfache Trekkingtouren lassen sich mit diesem Schuh bestreiten.

Eine gute Figur macht der ebenfalls stabile Mystic GTX von Scarpa beim Zustieg zu Kletter- und Alpinrouten oder Klettersteigen. Die speziell von Scarpa und Vibram entwickelte Spider-Sohle ist ein guter Stoßdämpfer und bietet besten Grip im Gelände. Die Climbing Zone an den Zehen und das Spezielle Profil machen die Schuhe zum Klettermaxen unter den Light Hikern. Die Volleder-Konstruktion ist robust und erzeugt angenehmes Fußklima. Auch der Mates GTX von AKU bewährt sich auf Klettersteigen und Kletterzusteigrouten durch die spezielle Sohle, triumpft aber dennoch mit Bequemlichkeit auf leichten Wanderwegen. Das 3 D Air Mesh und die Goretex-Membran belüften den Fuß gut. Eine kleine Schlaufe am hinteren Schaftrand ist eine prima Anziehhilfe und ein Hilfsmittel, den Schuh am Klettergurt oder Rucksack zu befestigen. In der Summe bringt der Schuh so viele Pluspukte mit wie keiner seiner direkten Konkurrenten.

Der modische Hingucker unter den Leichwanderschuhen in farbigen Nubukleder ist der Apero von Mc Kinley. Ein Schuh, der optisch fast wie ein smarter Sneaker wirkt, erweist sich im Gelände als kerniger  Allroundschuh. Guten Grip bietet die Vibram-Sohle selbst bei Nässe. Die Schnürung beginnt weit vorn, so dass sich der Schuh gut an den Fuß anpassen lässt. die Ferse hat allerdingt etwas Schlupf.

 Den meisten Halt bei anspruchsvolleren  Touren geben knöchelhohe Wanderschuhe. Doch aufgepasst: Wanderschuh ist nicht gleich Wanderschuh. Je nach Sohle und Festigkeit des Schafts sind die Schuhe in Klassen einzuteilen. Meindl benutzt die A- bis D- Tabelle, um seine Modelle vom Lightwalker bis zum ultimativen Hochgebirgsschuh zu klassifizieren. Lowa benutzt die Eins- bis Fünf- Methode, wobei fünf der leichte Wanderschuh und eins der feste Bergstiefel fürs Hochgebirge sit. Alle sind mit Geröllschutz an der Sohle ausgestattet, und die Sohlen sind so stabil, dass Steine  und Wurzeln nicht durchdrücken.

Alle Hersteller der vier für den Vergleich ausgewählten Trekking-Klassiker setzen auf das robuste Außenmaterial Nubuk-Leder. Es bildet die obere Schicht der Schuhe für ausgedehnte Touren und bequemes Wandern in leichtem alpinem Gelände, die kratzunempfindlich und stabil ist.

Entscheidend mei allen Marken ist das Rohmatieral, mit dem der Schuh in bis zu 180 Einzelschritten großteils in Handarbeit produziert wird. Meindl verarbeitet bei seiner Idendity-Familie Leder mit Herkunftsnachweis aus ökologischer Herkunft. Hanwag führt 20 Modelle mit CO2-neutral-hergestellten zertifiziertem Leder der Marke terracare im Programm und Lowa verarbeitet nur schadstoffreies Leder aus Europa. Außerdem sind alle Wanderschuhe mit einer Vibram-Gummiprofilsohle samt EVA-Zwischensohle, Weichtrittkeil oder PU-Auftrittsdämpfung ausgestattet. Den preisgünstigsten Wanderstiefel unter den testmodellen bietet der französische Hersteller Quechua, Hausmarke des Outdoor-Kaufhauses Decathlon, mit dem Modell Forclaz 900 Trek. Ein wasserdichter Schaft aus Vollnarbenleder mit Novadry-Membran und Textilinnenfutter gewährt ein angenehmes Gegefühl. Die sieben Millimeter dicke Vibram-Profilsohle eignet sich sogar für Riemsteigeisen. Mit einem speziellen Schnürsystem und kleinen Kugellagern lässt sich der Schnürdruck gut am Fuß verteilen.

Auch Hanwag setzt auf Kugellager im Schnürsystem. Zusätzlich ist bei dem Schuh Yukon mit dem Click-Clamp eine Zwei-Zonen-Schnürung möglich. Damit ist der Schuh am unteren Teil des Schafts (an Rist und Vorfuß) und am Knöchel sowie Schiebein unterschiedlich fest zu schnüren. Der Fuß lässt sich so optimal im Schuh fixieren, weil auch der unliebsame Fersenschlupf dank der speziellen Schnürung unterbunden ist. Für Kunden mit Problemfüßen bietet die Globetrotter-Filiale in München den Sevice, den Hanwag Schuh nach Maß zu fertigen, www.globetrotter.de. In der Summe sind diese Vozüge nicht zu überbieten.

Meindl arbeitet zusätzlich zum Zwei-Zonen-Schnürsystem mit einem MFS-Vakuum-Schaum in Verbindung mit einem GTX-Strech-Futter an Knöchel, Manschetten und im Laschen bereich ebenso wie im Fußbett. So passt sich der Schuh jeder Fußform und jeder Bewegung an.

Der italienische Schuhersteller Zamberlan setzt ganz auf Handarbeit aus edlem Leder. Das Modell VIOZ Plus GTX PR ist ein Wanderschuh in klassischer Leder-Wax Optik mit moderner Technik. Dazu gehören atmunsaktive Goretex-Performance-Comfort-Membran und komfortabel gedämpfte Sohle. Allerdings verzichtet der Italiener auf die Unterscheidung in Damen- und Herrenleisten und fertigt nur Unisex-Modelle.

Außer Konkurrenz: Wer es minimalistisch liebt, ganz ohne Polster, Dämpfung und Stützung, wandert in einem Barfuß-Schuh. er unterstützt das natürliche Laufen und schützt die Fußsohlen vor Verletzungen. Der Fivefingers der Firma Vibram, der Fingerhandschuh für die Füße, hat den Barfuß-Schuh zum Kult erhoben. Der Kunde wählt zwischen 24 Modellen, die sich je nach Aktivität und OShlenkostruktion und Beschaffenheit des Obermaterials von Leder über Kokosfaser bis Nylon-Strech unterscheiden. Hat jede Zehe den Einstieg in ihr Fach gefunden, entfaltet sich der Fuß und spürt jeder Unebenheit auf dem Boden nach.

Noch puristischer und schneller angezogen ist der Schuh von sole-runner. Er ist darauf beschränkt, den Fuß vor Verletzungen zu schützen. So entwickelt der Läufer ein noch intensiveres Gespür für den Untergrund, auf dem er sich bewegt. Barfuß laufen soll zu einem gesünderen Laufstiel beitragen, bei dem kleinere Schritte gemacht werden und der Fuß nicht mit der Ferse, sondern mit dem Mittel- und Vorderfuß aufsetzt. Laut einiger Studien ist diese Gangart gelenkschonend und wirkt mobilisierend auf eine Vielzahl von Muskeln und Nerven, www.barfusslaufen.com, www.solerunner.com.  

 

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