Multifunktionsuhren mit Höhenmesser im Test

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AUF EINEN BLICK

Handgelenksinstrumente mit Höhenmesser lassen sich heute in zwei Grundtypen unterteilen: Zum einen gibt es klassische Mul-
tifunktionsuhren mit Höhenmesser und meist einem Kompass zur Orientierung im Gebirge. Die meisten dieser Uhre sind sehr einfach zu bedienen. Eine Ausnahme in dieser Gruppe ist das Handgerät von Oregon Scientific: Es zeigt fast alle Daten gleichzeitig an, wird aber am Halsband oder in der Tasche getragen und besitzt eine einfache GPS-Funktion mit Rückführung zum Ausgangspunkt.

Der zweite Grundtyp sind Trainingscomputer, die in der Regel mit einem Herzfrequenzmesser (Brustband mit Funkverbindung; Suunto Core ohne) verbunden sind und primär der Anzeige der aktuellen Leistung dienen (Herzfrequenz/Energ- verbrauch, Höhe pro Minute sowie Geschwindigkeit/Distanz bei GPS-Funktion). Sie besitzen diverse Alarme (auch High- gear), können Dutzende von Logs (Tages-Leistungsverläufe) speichern und meist auf den PC übertragen – bei Polar mit Auswertungs- und Programm-Software auf CD und Infrarotübertragung.

Dieses Gerät funktioniert nur in Kombination mit dem Herzfrequenzmesser (außer Uhr)! Garmin lässt sich mit der Internetseite von Garmin verbinden, wo sich alle Logs auswerten lassen.

Höhenfeststellung

Der Bike-Computer von Sigma (inkl. Ta- chometer und Trittfrequenzmesser) ist ideal für Rad- und Wandertouren. Den Kleincomputer, der die wichtigsten Daten gleichzeitig anzeigt, muss man nur von der Lenkerfixierung auf die Armbandfixierung umsetzen, um zur Wanderanzeige zu gelangen. Allerdings muss vorher die Wohnorthöhe (»Starthöhe«) eingegeben sein, sonst zeigt er nach einer längeren Pause ohne Uhrbewegung tiefer an (Grundeinstellung 100 Meter; d.h. im Test plötzlich  500 Meter tiefer).

Höhenfeststellung ohne dieses Sperenzchen haben heute die meisten Multifunktionsuhren (außer Suunto Vector, Polar): Nach einigen Dutzend Minuten Ruhe bleibt die Höhe die gleiche, auch wenn sich der Luftdruck ändert (machte im Test über Nacht 30 Höhenmeter aus).

Technische Daten

Multifunktionsuhren sind selbst mit Batterie federleicht (Polar 47 g bis Highgear Axio Max 68 g; Herzfrequenzmesser plus 50 g). Sie sind spritzwasserfest, also auch bei normalem Regen dicht. Zum Schwimmen und bei Regensturm wasserdicht sind Highgear, Suunto Core. Die Armbänder bestehen meist für bessere Hautatmung und Anpassung aus gelochtem Ethylen (Sigma dampfdurchlässiges Klettband). Grundeinstellung bei allen Multifunktionsuhren ist die Uhr mit Datum und Wecker sowie meist eine Stoppuhr. Der Messbereich des digitalen barometrischen Höhenmessers beträgt temperaturkompensierte -500 bis 9000 Meter (Sigma -1000 bis 5000 m), die Auflösung 1 Meter. Das Barometer wird teils durch Symbole für den Wettertrend ergänzt (Oregon Scientific, Highgear).

Die Arbeitstemperatur betrugt normalerweise -10 bis +50 Grad Celsius. An besonders kalten und heißen Tagen ist die Zuverlässigkeit reduziert (Signa bis 70 Grad!). Temperaturallrounder ist Suunto mit -20 bis +60 Grad. Die günstigsten Multifunktionsuhren (Highgear Axio Mini) und die Trainingscomputer besitzen keinen Kompass.

Bedienung

Die Bedienungsknöpfe sollten klar bezeichnet sein. Einer ist für die normalerweise vier bis fünf durchblätterbaren Grundfunktionen zuständig (»Mode«, »Menü«), ein weiterer für die Unter-Funktionen (»View«, »Select«). Der Knopf für Einstellungen (»Set«, »Adjust«, »Enter«; Polar rot) ist bei Suunto Core nur aus der Anleitung ersichtlich. Die Bezeichnungen sind bei Suunto Vector kaum zu erkennen, bei Sigma ist ein Studium der guten, aber ellenlangen Anleitung erforderlich. Zurückgehen oder Aussteigen zur Zeitanzeige lässt sich bei Suunto Core und Polar.

Die Bedienungsqualität einer Multifunktionsuhr setzt sich zusammen aus der Logik der Knopf-Funktionen, einer intuitiven oder klaren Menüführung und unkomplizierten Einstellungen. Die beiden klassischen Multifunktionsuhren von Highgear (kaum Unterfunktionen) sind am einfachsten zu bedienen, gefolgt von dem genialen System von Polar, dessen Einstellungs- und Anzeige -Bedienung nur mit +/- und Bestätigung erfolgt (6 Anzeige-Modi). Berührungssteuerung (erfordert Feingefühl) und Menü von Garmin sind sehr intuitiv, aber nicht nur die Höhenangabe muss man suchen (GPS — Save Location — Altitude — edit). Und Sigma ist definitiv etwas für Technikfreaks.

Anzeige

Die LCD-Anzeige auf dem Display sollte das Wichtigste deutlich erkennbar anzeigen oder aber den Platz für zusätzliche Informationen nutzen. Dieser Spreizschritt gelingt am besten Suunto Core, Garmin (meist nur eine Anzeige) bzw. Highgear (große Hauptanzeige plus kleine Zusatzinformationen). Das nicht am Handgelenk getragene Oregon Scientific mit dem größtem Display zeigt in jedem Modus fast alle übrigen Funktionen an (ohne Kompass, GPS), Sigma die wichtigsten.

Höhenmessung

Der Test der elektronischen Höhenmesser (1190 Hm) wurde bei einer Außentemperatur durchgeführt, die im unteren Funktionsgrenzbereich der Geräte lag. Sie zeigten mindestens satte 85 Höhenmeter, das heißt sieben Prozent zu hoch an Polar sogar elf Prozent mehr. Das GPS-Gerät von Garmin zeigt dagegen in Abhängigkeit vom Satellitenempfang die Höhe an, die am Gipfel ideal ist — die Fehlertoleranz liegt hier bei etwa zehn Metern. Beim Aufstieg durch Wald oder unter Wänden kann diese deutlich größer sein. Frühere Versuche zeigten, dass die Geräteanzeigen (Displays) bei normgerechter, das heißt kühler, nach oben abnehmender Temperatur und gleich bleibendem Luftdruck kaum Abweichungen aufweisen. Bei typischer Sommersituation (morgens unten kühl, mittags oben warm) zeigen sie aber eine um mehr als ein Prozent geringere Höhe an.

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