12 x Funktionsunterwäsche im Test

No Comments

Moderne Funktionsunterwäsche kühlt oder wärmt genau dort, wo es erforderlich ist. Welches Material, welcher Schnitt und welche Verarbeitung für Ihre Zwecke am besten geeignet sind, hängt von verschiedenen Aspekten ab. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Unterwäsche bildet die erste Schicht auf der Haut. Ob auf einer Wanderung, einer an­spruchsvollen Skitour oder ner­venaufreibenden Eiskletterpartie, die passende »Baselayer«-Kombi aus Funktionshirt und -hose sorgt für ein funk­tionierendes Klimamanagement auf der Haut, damit man »in allen Lagen« gut gerüs­tet ist. Je nach Anforderung und Aktivität soll die »zweite Haut« warm halten, sich ge­schmeidig dem Körper anpassen, die Tem­peraturregulierung des Körpers unter­stützen und schnell trocknen, ohne den Schweiß im Gewebe zu speichern und da­mit für unangenehme Gerüche zu sorgen. Ausschlaggebend beim Kauf von Unterwä­sche sind neben Tragekomfort, Design und Passform vor allem das Material und dessen Funktion.

Material und Funktion Funktionsunterwäsche wird generell aus Kunstfasern, Mischgewebe, Wolle oder Merinowolle gefertigt. Vom Material hängt der Tragekomfort wie auch die Funktion ab. Wolle läuft im Verbund mit anderen Materialien zur Höchstform auf und ist deswegen inzwischen das meistverwende­te Material — vom Strumpf bis hin zum Longsleeve.

Zu ihren Vorteilen zählen das extrem weiche, trockenwarme Tragegefühl und die geringe Geruchsentwicklung. Nur bei starker Anstrengung sollte man im Winter nach wie vor zu Synthetikwäsche greifen, da Wolle langsamer trocknet. Mehr Stabi­lität und bessere Atmungsaktivität erreicht Wolle in Kombination mit Kunstfasern aus Polyamid, so zum Beispiel mit Nylon (Orto-vox 80 Prozent Wolle; Falke, Vaude; Patagonia mit Polyester). Leider beginnen günstige Polyestervarianten oft schnell zu stinken. Praktisch sind eingelagerte Silberionen: Sie verlangsamen die Vermehrung von Bakte­rien und die Entstehung unangenehmer Gerüche. (Silberionen Berghaus, Odlo; nach­haltig: Komperdell, Patagonia-Hose).

Knochentrocken bleibt die Kunstfaser Po­lypropylen, die den Transport von Feuch­tigkeit nach außen unterstützt und am we­nigsten Schweißgeruch aufnimmt (Löffler, X-Bionic). Eng anliegende Funktionsunterwäsche setzt auf Gummi bzw. Elastan, um dehnbar zu bleiben. Allerdings geht dies mit einem Verlust an Atmungsaktivität ein­her (alle außer Mammut, Odlo, Jack Wolfskin). Oft setzen Hersteller auf eine Kombination verschiedener Materialien für die verschie­denen Körperpartien, um einerseits warm zu halten und andererseits den Transport von Feuchtigkeit zu fördern (Falke, Ortovox).

Passform und Kompression

Die Passform der einzelnen Modelle variiert stark. Körpernahe (Mammut, Löffler, Komper­dell) bis eng anliegende (Ortovox) Kombis sind im Winter ideal: Sie beeinträchtigen weder die Blutzirkulation durch einen zu straffen Schnitt, noch kann kühle Luft an die Haut gelangen, wie es bei einem wei­ten Schnitt möglich ist. Locker sitzende Baselayer eignen sich perfekt für warme Wintertage (Berghaus, Patagonia) oder milde Übergangszeiten (Jack Wolfskin). Sie bieten zwar viel Bewegungsfreiheit, können aber auch schnell am Arm verrutschen. Ganz an­ders die elastischen, hautengen Modelle (X-Bionic) oder die Varianten mit Kompression (Skins), die wie eine zweite Haut sitzen und sich besonders für ambitionierte Sportler eignen. Ob Kompression eine Leistungs­förderung bewirkt, konnte bis dato nicht nachgewiesen werden. Allerdings verspre­chen einige Hersteller, dass das Tragen von Kompressionskleidung nach der Tour die Muskel-Regeneration verbessere.

Das Prinzip der Kompression wurde am besten von Skins umgesetzt, allerdings hat das Shirt sehr enge Ärmel. Falke bietet in diesem Bereich ein optimales Modell mit dem besten Verhältnis zwischen Komfort und Funktion. Fast alle getesteten Funkti­onsunterhosen sind körpernah geschnitten und stark dehnbar (außer Patagonia, Komper­dell, Berghaus), ohne dabei einzuengen.

Nähte und Verarbeitung

Flachnähte verhindern, dass die Naht sich am Körper reibt. Auch optisch kann diese Art von Naht punkten. Besonders ange­nehm fühlen sich die weichen Flach- bzw. Rundnähte von Vaude und Patagonia an. Doch selbst Flachnähte können bei schma­len Bündchen am Hals etwas kratzen (Mam­mut, Jack Wolfskin) oder an den Achseln leicht einschneiden (Falke). Hersteller

Kategorien

Wetter

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 

like!hanfsamenräuchermischungensensiseedsweedseedshopgorilla seed bank

More from our blog

See all posts
No Comments