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WASSERFEST

Ob Wanderer, Klettersteiggeher oder Bergsteiger: Ohne eine wasserdichte, atmungsaktive Funktionsjacke zieht ein Outdoorer los, denn nur sie bietet hundertprozentigen Wetterschutz. Die richtige zu finden ist aber nicht einfach. Die Läden konfrontieren Outdoor-Einsteiger mit einer riesigen Auswahl, und selbst Experten erkennen kaum, ob eine Jacke wirklich dicht hält.

Oft steckt der Teufel im Detail, wie outdoor-Tests immer wieder zeigen. Wenn eine Jacke leckt, liegt es selbst bei preisgünstigen Jacken in der Regel nicht im Material, sondern an mangelhaft abgeklebten Nähten, zu mickrig dimensionierten Reißverschlussabdeckungen oder daran, dass Armelbündchen oder Saum Feuchtigkeit nach innen saugen. Außerdem läuft manchmal Nässe über die Kapuze oder den Kragen ins Jackeninnere.

“Auch die Atmungsaktivität verschiedener Materialien lässt sich beim Kauf schwer beurteilen”, sagt outdoor-Testen und Fachver- käufer Christoph Haas. Ein und dasselbe Material kann unterschiedlich leistungsfähig sein, weil es die Hersteller mit Unterschiedlichen Oberstoffen oder Futtern verarbeiten. Außerdem sind die Werte zur Atmungsaktivität mit Vorsicht zu genießen: Die Hersteller verwenden oft unterschiedliche, nicht miteinander vergleichbare Messverfahren.

Um für Licht im Dschungel zu sorgen, ging outdoor den acht interessantesten neuen ging Funktionsjacken an den Kragen, um sie im Labor und auf Tour gründlich zu testen.

Bunte Mischung: die acht Testkandidaten

Das Spektrum reicht vom spartanischen Leichtgewicht (159 Euro) bis hin zu robusten oder üppig ausgestatteten Vertretern für bis zu 490 Euro. Auch in Sachen Materialkonstruktion unterscheidet sich das Feld: Es besteht aus vier Zweilagen-, drei Dreilagenjacken und einem 2,5-Lagenmodell. Zuerst wandern die acht Testkandidaten in die Waschmaschine und werden zehnmal gewaschen – was dem Dauergebrauch von rund einem halben Jahr entspricht. Anschließend geht es in die Regenkammer er, die einem mehrstündigen, sturmgepeitschten Wolkenbruch gleicht. »Hier zeigt sich schnell, ob eine Jacke leckt«, erklärt outdoor-Redakteur Gnielka. Doch dieses Mal läuft alles glatt: Die acht Testjacken überstehen die outdoor-Power Beregnung ohne ernsthafte Blessuren, allenfalls punktuell dringt bei ein paar Modellen durch Saugeffekte etwas Wasser ein, oder die Bündchen werden feucht.

»Der Wildschütz mancher Kapuzen und Kragen könnte besser sein«, bemängelt outdoor-Redakteurin Katharina Hübner dagegen während des Praxistests auf der Schwäbischen Alb, als eine eisige Brise über die Hochebene fegt. Bestnoten bekommen zum Beispiel die Modelle von Berghaus und Jack Wolfskin: Ihre wuchtigen Kragen und die riesigen, steifen Kapuzenschilde bilden ein Bollwerk gegen Wind.

Diese beiden Jacken lassen sich auch gut bedienen: Zipper und Schnürzüge laufen wie geschmiert, ihre griffigen Klemmverschlüsse (Tankas) kann man auch mit Handschuhen gut greife und in die Taschen kommt man auch, wenn man einen Rucksackhüftgurt trägt. Bei anderen Modellen verdeckt dieser die Taschen oder drückt auf den Inhalt. Zum Teil erschweren auch hakelige Zipper oder winzige Tankas die Handhabung.

Jacken mit Wohlfühlgarantie

Dafür liegt der Tragekomfort im gesamten Testfeld auf erfreulich hohem Niveau. So trägt sich vor allem die Helium von Outdoor Research wie ein Hauch von nichts. Aber auch die anderen Testjacken erfüllen die Komfortkriterien: Sie lassen Bewegungsfreiheit, und ihre exakt anpassbaren Kapuzen machen Kopfbewegungen mit. Außerdem begeistert auf den schweißtreibenden Aufstiegen hinauf, auf die Albhochfläche das gute Jackenklima. »In keinem Modell läuft man heiß«, freut sich Heißsporn Hansi Rath – Indiz für eine hohe Atmungsaktivität der Materialien. Das bestätigen die Messungen im outdoor-Labor.

Allerdings schlägt sich auf der Innenseite der Helium, der einzigen 2,5-Lagenjacke im Test, mehr Kondens nieder als bei der Konkurrenz, weil die innenliegende Beschichtung (0,5-Lage) kaum Feuchtigkeit aufnimmt.

Trotzdem gehört das 160 Euro günstige  2,5-Lagermodell zu den Empfehlungen im Test. »Für mich der ideale Notregenschutz«, schwärmt Ausrüstungsprofi Boris Gnielka. Für den Dauergebrauch kommt aber nur eines der strapazierfähigen Zwei- oder Dreilagenmodelle in Frage: Passionierte Wanderer wählen am besten das komfortable Jack Wolfskin Ascent Jacket. Es überzeugt mit top Wetterschutz sowie problemlosem Handling – und kostet nur 230 Euro. Alpine Abenteurer und Trekkingfans kommen nicht so günstig davon: 390 Euro kostet die Berghaus Mount Asgard. Dafür punktet die Jacke mit exzellentem Wetterschutz und niedrigem Gewicht: 360 Gramm. – extrem wenig für eine robuste 3-Lagen-Jacke.

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