Verschiedenste Verschlusskarabiner im Test

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MIT SCHLOSS UND RIEGEL

Häufig hängt das eigene Leben oder das des Kletterpartners nur an einem einzigen Karabiner. Für diese neuralgischen Punkte gibt es Karabiner mit Verschlüssen, die de Schnappet gegen unbeabsichtiges Öffnen sichern sollen. Alle Karabiner, auch die Verschlusskarabiner, müssen die Anforderungen der Norm EN 12775 erfüllen. Die definiert ante anderem Längs-, Quer- und Offen-Bruchlasten, macht allerdings keinerlei Vorgaben, wie der Verschluss eines Verschlusskarabiners auszusehen hat, um die Hersteller in ihrem Erfinderdrang nicht einzuschränken.

BLEIBT ER WIRKLICH ZU?

Eine Vorgabe wird die nächste Überarbeitung der Norm aber doch bringen: In Zukunft müssen die Verschlüsse einem Druck von 1 KN, der direkt von außen auf den Schnappet wirkt, standhalten. Hintergrund ist, dass manche Verschlusskarabiner extrem schwache Verschlusshülsen hatten, die bei Druck von außen einfach duschgestanzt wurden. So ein Druck kann zum Beispiel entstehen, wenn sich ein Abseilachter oder eine Bandschlinge an der Hülse verkanten.

Doch es sind noch andere Fälle und Unfälle bekannt, bei denen der Verschluss unbeabsichtigt geöffnet wurde, das Vergessen des Zuschraubens bei Schraubern mal noch ganz außen vor. Denn auch wenn alles richtig verschlossen war, können Seil, Schlingen oder die Sicherungsschlaufe am Gurt sich so verkanten oder am Verschluss drücken und drehen, dass er sich ohne weiteres Zutun öffnet. Vorgekommen ist das schon bei Sehtaubern, Twist-Lock- und sogar bei Triple-Lock-Karabinern — Sturz und schwere Verletzungen eingeschlossen.

Verschlusskarabiner müssen daher fachgerecht eingesetzt werden. Besonders kritisch geht es bei der HMS-Sicherung zu, weil sich da immer eine Seilschlaufe um den Verschluss legen kann. Aber auch wenn der Karabiner in einer Bandschlinge härngt, kann diese sich am Verschluss öffnen. Deshalb sind für größtmögliche Sicherheit sogenannte Safe-Lock-Karabiner zu empfehlen. Petzls Ball-Lock-Prinzip ist eine Möglichkeit, der Belay-Master von DNIM oder ähnliche Typen mit einer Plastikverriegelung sind eine andere. Solche Safe-Lock-Karabiner machen auch im Kursbetrieb und beim Topropen Sinn, wo ein einfacher Schrauben, Twist- oder Triple-Lock nicht zu empfehlen ist. Für viele andere Zwecke sind aber auch die anderen Verschlusstypen gut brauchbar, zumal sie den Vorteil haben, dass sie in der Handhabung einfacher und schneller sind.

NEUE IDEEN AM START

Eine vereinfachte Handhabung bieten die vier neuen Verschlusstypen, die wir auf Seite 64 vorstellen. Black Diamonds Magnetron, Edelrids Strike Slider und der passO-PL von Skylotec sind sogenannte Auto-Lock-Karabiner, die komplett auf Verschluss-Hülsen verzichten. Damit kann sich an der Hülse auch nichts mehr verhaken und verkanten. Beim ovaLock von Austrialpin übernimmt der schwarze Kunststoffbügel die Funktion der Verschlusshülse gleich mit. Der ovaLock muss zwar aktiv geschlossen werden, was aber sehr einfach ist. Dass eine Seilschlaufe oder Schlinge den Verschluss irgendwie öffnen kann, gilt — bis auf den ovaLock — auch für die neuen Verschlusstypen. Ihren Einsatz als HMS-Karabiner empfiehlt die Abteilung Sicherheitsforschung des DAV daher nicht, auch wenn sie teils die typische HMS-Form haben. Wie sich die Neuen in der Praxis bewähren, bleibt noch abzuwarten.

              

 

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