5 Sonnencremes im Test

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VIEL HILFT VIEL!

Wer in den Bergen unterwegs ist, braucht ab und an eine gründliche Einreibung. Aber ist wirklich auf jede Creme Verlass? Worauf gilt es zu achten? Wir sagen Ihnen, was Alpinisten bedenken müssen.

Sommer, Sonne und Sonnenschein gehören nicht immer zusammen! Gerade in den Bergen können Sonnenstrahlen auch bei Minustemperaturen gefährlich werden. Die Intensität der UV-Strahlung ist in den Bergen größer und je höher man kommt, desto aggressiver wird die Strahlung. Das gilt erst recht im Winter: Der Schnee reflektiert UV-Strahlen in besonderem Maße. Schutz ist also unverzichtbar.

MINDESTENS 20 sollte er schon sein! Die Rede ist vom für alpinistische Unterfangen empfohlenen Lichtschutzfaktor (LSF) einer Sonnencreme. Jeder Hauttyp hat eine Eigenschutzzeit, die angibt, wie lange man ohne Schutz in der Sonne bleiben kann – ohne dass es zu einem Sonnenbrand kommt. Die Eigenschutzzeit von dunklen Hauttypen ist deutlich höher als jene von blasser Haut. Der LSF erhöht die Zeit, die man unbeschadet in der Sonne verbringen kann. Es gilt: Eigenschutzzeit x LSF maximale Zeit, die man sich in der Sonne ohne Sonnenbrand pro Tag aufhalten kann. Der „Normalo” sollte mit einem LSF von 30 eigentlich gut beraten sein. Empfindliche Berggeher dürfen jedoch gerne mit 50er Sunblockern arbeiten. In den letzten Jahren haben Berichte die Runde gemacht, laut denen einige Sonnencremes nicht den versprochenen LSF halten. Besorgniserregend? Sicherlich! Da es noch keine renommierte Methode gibt, den LSF einer Creme festzustellen, fallen viele Herstellerangaben optimistisch aus. Ein Grund mehr, eher zu einer Sonnencreme mit einem etwas höheren LSF zu greifen.

Neben dem LSF gibt es für Alpinisten aber noch andere Faktoren zu beachten. Für den Einsatz in großer Höhe und eisiger Kälte ist es wichtig, dass die Creme einen möglichst geringen Wasseranteil hat. Cremes mit einem hohen Wasseranteil sind bei extremer Kälte im Optimalfall unangenehm, im schlimmsten Fall drohen oberflächliche Erfrierungen. Manche Cremes fetten sehr lange nach. Der Fettfilm schützt die Haut vor großer Kälte (bzw. blockt die Verdunstung von Feuchtigkeit auf der Haut und damit einen kühlenden Effekt). TIPP: Wer keine spezielle Creme findet, kann im Notfall eine Lage Melkfett unter die „08/15″-Sonnencreme auftragen.

LANGES NACHFETTEN braucht eine andere Alpin-Sportart hingegen gar nicht: Der Kletterer, der sich am Standplatz Nacken und Waden einreibt, weil die Sonne zu stark brennt, will eine Creme, die möglichst sofort einzieht und nicht fettet. Er braucht die Hände zum Verreiben und wenn er in der nächsten Seillänge von jedem Griff abrutscht, ist das nicht nur kontraproduktiv, sondern ärgerlich! Zu empfehlen sind Sonnencremes mit hohem Wasseranteil oder anderen Inhaltsstoffen, die schnell verdunsten oder einziehen und nicht lange nachfetten.

Auch Sprayflaschen sind in diesem Fall äußerst günstig, da die Hände somit sauber bleiben. Sind jetzt aber Sonnencremes vom Discounter genauso gut wie die von namhaften Herstellern? Wenn man Produkte mit gleichem Einsatzbereich vergleicht, haben wir deutliche Unterschiede in der Cremebarkeit und im Geruch festgestellt. Edelcremes haben ein edleres „Auftreten”. Und Spezialprodukte wie beispielsweise von Piz Buin, die eine extra Mountain-Linie haben, findet man beim Discounter nicht. Dafür gibt es handelsübliche Cremes mit einem LSF von 20 oder 30 und einem normalen Wasseranteil. Aufgrund des geringen Preises kann man sich damit aber auch einmal mehr eincremen und sie zur Not auch auf die Steigfelle schmieren, wenn diese stollen.

EINCREME-TIPP:

Gewusst wie! Beim Gesicht-Eincremen sollte immer versucht werden, die Augenbrauen auszusparen. Dort zieht die Creme nicht ein, sondern setzt sich in den Haaren fest und sobald der Schweiß läuft, fließt die „Suppe” in die Augen. Das brennt nicht nur, sondern kann auch lästige Schmierfilme auf Brillengläsern hinterlassen.

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