9 GPS-Uhren im Test

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HIGHTECH AM HANDGELENK

Ein GPS-Gerät, das nicht einmal den Standort anzeigen kann, erscheint so sinnlos wie ein Navi fürs Auto, das weder Straßen noch eine Routenplanung kennt. Und doch gibt es solche GPS-„Geräte” in Form von Sportuhren tatsächlich. Früher konnte man mit seiner Uhr die Zeit stoppen –eine tolle Sache. Vor rund 20 Jahren kam die Messung der aktuellen Herzfrequenz hinzu und seit einiger Zeit ist immer häufiger ein GPS-Chip integriert. Dieser dient im Sportbereich aber weniger zum Anzeigen der geografischen Koordinaten als vielmehr zur Geschwindigkeits- und Distanzmessung: Wie viel Kilometer habe ich beim Moutainbiken, Joggen oder Langlaufen schon zurückgelegt und wie schnell bin ich unterwegs?

Das aber ist lange noch nicht alles und deshalb lassen sich die GPS-Uhren auch vielfältig in den Bergen einsetzen. Weshalb sollte man beispielsweise einen separaten Höhenmesser mitnehmen, wenn die Uhr die Höhe – entweder barometrisch oder über die Satellitensignale – ebenfalls messen und anzeigen kann?

Solche Sportuhren sind mittlerweile wahre Alleskönner mit Höhen- und Pulsmesser, Tempoanzeige. Tourenaufzeichnung, Thermometer und vielem mehr. Nur bei der Urfunktion von GPS, nämlich Bestimmung und Anzeige der aktuellen Position, müssen einige Modelle passen.

Waren die ersten GPS-Empfänger fürs -Handgelenk klobig und wenig ästhetisch, haben viele der aktuellen Modelle ein durchaus attraktives Design und eignen sich auch hinsichtlich der Ausmaße für schlanke Damenhände. Die Hersteller gehen bei der Reduktion von Größe und Gewicht zwei unterschiedliche Wege: Während einige Firmen den GPS-Chip in die Uhr integrieren, liefern Suunto und Polar einen kleinen, separaten Empfänger für die Satellitensignale mit. Diesen steckt man in die Jacke oder befestigt in am Rucksack oder an den Schuhen. Per Funk werden die GPS-Daten dann wie die Herzfrequenz vom Brustgurt auch auf die Uhr am Handgelenk übertragen. Erst mit dem neuen, auf der diesjährigen ISPO vorgestellten Ambit bietet Suunto erstmals ein Modell mit integriertem GPS.

Ein Ersatz für GPS-Geräte sind die Uhren dennoch nicht, insbesondere weil sie keine Landkarten darstellen können. Denn alle Modelle verfügen nur über ein kleines LCD-Display mit Schwarz-Weiß-Anzeige. Die Messdaten von Höhe, Geschwindigkeit, Entfernung, Puls, die Trainingsparameter und so weiter anzuzeigen ist kein Problem – im Gegensatz zu farbigen topografischen Karten. Diese Daten lassen sich von einigen Modellen später auf den Computer überspielen und dort genauer auswerten. Dazu zählt auch die Aufzeichnung der zurückgelegten Touren, um sie auf einer Online-Karte wie Google Earth anzusehen (http://earth.google.de). Ebenfalls möglich ist, eine aufgezeichnete Route über das kostenlose PC-Programm Geosetter (www. geosetter.de) mit den eigenen Digitalfotos zu verbinden. Die Software weist dabei jeder Aufnahme automatisch die richtige Position zu, sodass auch nach Jahren noch klar ist, wo sie gemacht wurde.

DER FOKUS DIESER UHREN liegt also klar auf dem Sportaspekt mit Puls-, Tempo-und Leistungsmessung, andere Funktionen sind Zugabe. Wer darauf Wert legt, auf elektronische Landkarten und einen Kompass dagegen verzichten kann, ist mit einem Modell fürs Handgelenk gut bedient, denn es ist stets sofort im Blickfeld. Ein Kaufkriterium schließlich kann die barometrische Höhenmessung sein: Sie schwankt viel weniger als das Errechnen aus den Satellitensignalen und ist deshalb meist auch genauer. Insbesondere Garmin, Polar und Suunto verfügen über eine beträchtliche Geräteauswahl und selbst vom GPS-Marktführer Garmin gibt es einfache Modelle ohne Pulsüberwachung schon ab gut 100 Euro. Mit etwas mehr als 50 Euro ist die Uhr GP 108 von Oregon Scientific mit Abstand am billigsten, hat aber auch am wenigsten Funktionen und lässt sich als einziges Modell nicht an den Computer anschließen.

 

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