6 Softshellhosen im Test

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Softshellhosen müssen auf Tour Höchstleistungen vollbringen: Sie sollen weich zur Haut und hart zum Wetter sein, jede Bewegung spannungsfrei zulassen und einmal nassgeregnet flott wieder trocknen. Welche Modelle das leisten, zeigt der Test.

Kaum ein Ausrüstungsteil hat einen solchen Siegeszug hingelegt wie die Softshell. Keine zehn Jahre auf dem Markt, ist sie heute bei Outdoorern, Händlern und Herstellern eine feste Größe. Der Grund liegt auf der Hand: Softshells tragen sich kuschelweich wie ein Fleece, lassen das Wetter aber größtenteils draußen – und dampfen bei Anstrengung trotzdem vorzüglich ab. Und das gilt nicht nur für die vielgepriesenen Softshelljacken, sondern auch für Softshellhosen – die in dem Hype oft untergehen. Dabei haben sie die gleichen Gene: Sie bestehen aus elastischem Stoff, der außen eher glatt ist, auf der Innenseite hingegen angeraut und weich. So konstruiert, wehren sie Wind, Kälte und leichten Regen ab, während die Beine flauschigen Komfort und viel Bewegungsfreiheit genießen. Zumindest in der Theorie.

Allrounder im Praxistest

Wie die Praxis aussieht, klärt der outdoor-Test von sechs Modellen für den Wundereinsatz. Fünf Wochen lang nahm das Testteam die Softshellhosen in die Mangel. Tageswanderungen auf der windig-nassen Schwäbischen Alb gehörten dabei ebenso zum Prüfprogramm wie Joggingrunden im Schneetreiben oder auch Wander-, Berg- und Klettertouren an der sonnenverwöhnten ligurischen Mittel meerküste. Ideale Voraussetzungen, um vor allem den wichtigen Trage- und Klimakomfort zu checken. Doch von der gewaltigen Temperatur- und Aktivitätsspanne zeigten sich alle sechs Testhosen recht unbeeindruckt. Vor allem die Marmot Scree Pants. Sie verwöhnte mit hohem Kuschelfaktor, dampfte bei Aktivität und Wärme perfekt ab und ließ beim Klettern jede noch so verrückte Verrenkung zu.

Wetterschutz im Fokus

Auch unter Laborbedingungen musste das Sextett seine Leistungsfähigkeit beweisen: Etwa beim Spraywert-Test, der die Qualität der wasserabweisenden Ausrüstung ermittelt -und zwar nach der vierwöchigen Tragephase. Je besser die Imprägnierung, desto weniger Schmutz und Wasser nimmt die Hose auf. Wie gut siech die sechs Prüflinge bei heftigem Nieselregen schlagen, bringt die outdoor-Sprühregendusche ans Licht. Zwar müssen Softshellhosen nicht wasserdicht sein, sollten aber Regenschauer oder andauernden Sprühregen abweisen, denn das erspart ein Überziehen der rascheligen Regenhose. Auch hier konnten alle sechs Modelle voll überzeugen. Sie halten im starken Nieselregen eine gute halbe Stunde lang dicht – ein Topwert, den nur wenige Softshelljacken erreichen.

Wird die Hose dennoch einmal nass, sollte sie schnell wieder trocknen, sonst klebt sie unnötig lange an den Beinen – besonders auf Zelttouren unangenehm. Deshalb legt outdoor viel Wert auf die Trockenzeiten und misst auch sie unter Laborbedingungen. Hier fallen die Ergebnisse nicht ganz so homogen aus: Fühlt sich die dünne Schöffel Hike Pants bereits nach wenigen Stunden wieder trocken an, braucht die mit kräftigen ausgerüstete Besätzen auserüstete Mammut rund doppelt so lange.

Mit jeder Hose gut gewappnet

Insgesamt liefert das Testfeld ein durchweg positives Ergebnis. Favorit der Testen ist die Marmot Scree Pants. Sie schmeichelt mit dem besten Tragegefühl im Vergleich und bietet ei- ne Bewegungsfreiheit, die Kletterhosen als Vorbild dienen könnte. Kälte, Wind Lind Nässe wehrt sie bravourös ab, kommt aber auch bei sonnigen 20 Grad nicht ins Schwitzen. Wird sie einmal nass, brauchen zwar Taschenfutter und. Bund etwas länger zum Trocknen, doch auch dieser Wert liegt noch im Rahmen.

Wer hingegen auf einen top Kuschelfaktor pfeift und eine klein verpackbare und leichte Hose sucht, findet sie in der Schöffel Hike oder Jack Wolfskin Vertec. Zumal beide, vor allem aber die Schöffel, extrem rasch trocknen. Sie können sich nicht entscheiden und suchen den ausgewogenen Allrounder? Dann dürften Maier Sports Lana und Vaude Strathcona eine gute Wahl sein. Sie sind nirgends top – haben aber auch keine Schwächen. Klasse: Alle fünf Hosen kosten nur 100 Euro! Nur ein Modell im Test ist teurer: die Mammut Basejump Advance (180 €). Sie widersteht dank robustem Stoff und dicker Besätze auch rüdestem Dauerstress – was sie vor allem für Wildnisfreaks interessant macht. Erfreulich, dass diesmal für jeden etwas dabei ist.

 

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