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FINGERSPITZENGEFÜHL

Steifgefrorene Finger – ein Albtraum für jeden  Bergsteiger und Outdoorsportler. Ist die Kälte erst einmal im Handschuhinneren angekommen, wird es verdammt schwer, die Finger wieder warm zu bekommen. Eine oft schmerzliche Angelegenheit.

Wir haben uns auf dem Handschuhmarkt umgesehen und für Sie 12 Softshell-Modelle getestet. Warum Softshell? Weil dieses Material nicht nur für Jacken und Hosen, sondern auch für Handschuhe eine super Performance abliefert. Softshell-Handschuhe sind wahre Alleskönner. Sie sind pflegeleicht und lassen sich nach schweißtreibenden Einsätzen prima in der Waschmaschine reinigen. Softshell bedeutet auch: „wind- und wasserabweisend“ Wer sein Modell mit Gore-Windstopper kauft, kann sicher sein, dass kalter Wind keine Chance hat. Bei starken, anhaltenden Niederschlägen kapituliert das Gewebe, dafür sollte aber sowieso bei anspruchsvolleren, langen Touren ein Hardshell-Überhandschuh im Gepäck sein. Vor dem Kauf sollte man sich überlegen, wo das primäre Einsatzgebiet liegt. Etwa beim Skaten, bei Winterläufen oder kurzen Skitouren, dann braucht es wenig bis kein wärmendes Futter. Die starke körperliche Belastung sorgt im Normalfall für genügend Wärme. Wer gerne mal Eisklettern geht oder sich in kalten Nordwänden tummelt, ist mit Softshells inklusive Wärmefutter bestens bedient. Last but not least sind persönliches Kälteempfinden und Handbeschaffenheit die besten Kaufberater.

 WELCHES WAREN DEINE ERSTEN HANDSCHUHE?

Meine ersten Handschuhe waren Walkfäustlinge aus Schladminger Loden. Schön warm, aber die Wolle hat ordentlich gekratzt und einmal nass geworden, hatte man das Gefühl die Skistöcke wiegen fünf Kilo.

WELCHE HANDSCHUHE FÜR WELCHEN EINSATZ?

Der Lodenfäustling hat natürlich immer noch seine Daseinsberechtigung. Es gibt eine ganze Palette an modernen Materialien mit speziellen Qualitäten. Bei feuchten Verhältnissen ist eine Membran-Außenhülle unschlagbar, bei Kälte eine „Synthetik-Füllung“ die wärmste Lösung. Wenn es warm ist, bevorzuge ich einen atmungsaktiven Powerstretch-Handschuh, bei windigem Wetter kommt eine windbrechende Membran zum Einsatz. So gibt es für verschiedene Witterungsbedingungen Optimallösungen.

WINDSTOPPER – DAMALS UND HEUTE?

Früher konnte man Winddichtigkeit nur mit Materialien erreichen, die wenig atmungsaktiv oder schwer waren. Heute gibt es dank WindstopperMaterial eine absolut winddichte Handschuhlösung, die leicht und atmungsaktiv ist. Der Windchip-Effekt‘ ist gerade bei den Fingern enorm (große Oberfläche im Verhältnis zum Volumen). Man kann sich also leicht vorstellen, dass mit Windstopper-Material oft ein relativ geringes Futter ausreicht, um den Handschuh ausreichend warm zu gestalten. Die Vorteile: gefühlsechter Grip und geringes Packmaß.

WAS TUN BEI EISIGER KÄLTE?

Bei extremer Kälte gibt es zum stark gefütterten Fäustling kaum eine Alternative. Ansonsten ist diese Modellart wegen des deutlich schlechteren Handlings oftmals nur zweite Wahl. Eine Primaloft-Füllung hat gegenüber Daune den Vorteil, dass sie weniger feuchtigkeitsempfindlich und pflegeleichter ist. Noch ein Trick bei tiefen Temperaturen: chemischen Wärmebeutel auf den Handrücken legen, das funktioniert sogar bei Fingerhandschuhen.

 

 

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