8 Isolierte Handschuhe im Test

No Comments

PERFEKT GESCHÜTZT!

Wer im Winter draußen unterwegs ist, dem verderben kalte Hände und starre Finger den Spaß auf Tour. Hand schuhe sollen in erster Linie warm halten, dabei robust sein, die erforderliche Beweglichkeit garantieren, vor Nässe schützen, Wind abweisen und perfekt passen. Meistens muss man sich jedoch auf einen Kompromiss einlassen. Ist der Handschuh gut isoliert und halt warm, stecken die Finger oft so fest, dass man sie kaum noch bewegen kann. Man muss die Finger jedoch bewegen können, um am Berg und im Schnee nicht das nötige Fingerspitzengefühl zu verlieren. Wir haben eine Auswahl an isolierten Handschuhen getestet und zeigen Ihnen deren unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten.

Ski- und Extremhandschuhe

Handschuhe für extreme Einsätze wie Skitouren, kombinierte Hochtouren, Expeditionen oder Eisklettern sollten sehr robust und wasserdicht (bzw. -resistent), aber auch atmungsaktiv sein; gleichzeitig sollten sie aber auch ein gewisses Maß  an Greifgefühl bieten. Zweischichtige Fingerhandschuhe sind variabler als einfache, sie bestehen normalerweise aus einem schützenden Außen- und einem atmungsaktiven, windresistenten Innenhandschuh (Vaude, Mammut leitend, Leki resistent).

Material, Wärme und Gewicht

Im Idealfall ist der robuste Außenhandschuh mit einer wasserdichten und at- mungsaktiven Membran ausgestattet. Die klassischen Überhandschuhe sind außen ungefüttert (Black Diamond, Vaude, Mammut). Sie wärmen perfekt bei moderaten Minusgraden, während das Modell von Leki mit dick isoliertem Außenhandschuh eher für arktische Temperaturen gedacht ist. je besser die Isolation, desto unhandlicher wird der Handschuh, mit der Folge, dass man je nach Aktivität deutlich stärker schwitzt. Auf Skitour ist beim Aufstieg ein atmungsaktiver, winddichter Innenhandschuh empfehlenswert (Leki auch klettertauglich). Bei Einschicht-Handschuhen schützt eine Primaloft-Füllung (Dynafit) oder ein Fleecefutter (Röckl) vor kalten Händen. Felstaugliche Eiskletterhandschuhe besitzen besondere Verstärkungen an den Fingerkuppen schützen und trotzdem ein nahezu perfektes Fingergefühl (Taktilität) geben.

Solche Modelle sind zwar wasserdicht, an den Handflächen aber oft nicht ausreichend isoliert (Röckl, Outdoor Research, Extremities). Für eine optimale Passform und Beweglichkeit sorgt Streichmaterial an Handrucken und an den Fingern (Vaude). Gegenüber dem gängigen Fleece hat sich das sogenannte Trikot als Innenfutter (Extremities) durchgesetzt. Fleece ist zwar kuschelig und warm, bringt die Hände aber schneller ins Schwitzen (Röckl Handrücken; Mammut, Vaude innen). Ganz zu schweigen von dem enormen Gewicht, das die meisten Komfort- und Funktionswunder auf die Waage bringen: Von beachtlichen 350 Gramm bei Extremhandschuhen (Mammut 250 g, Leki 350 g) bis hin zu spärlichen 210 Gramm bei einteiligen Eiskletterhandschuhen (Valide, Black Diamond); dabei wiegen die Innenhandschuhe gerade einmal 30 bis 55 Gramm.

Stulpe

Der Schneefang am Ende des Handschuhs sollte bei Extremmodellen bis über den Jackenärmel reichen und per Gummizug einhändig verstellbar sein (Vaude). Zusätzlich befindet sich am Handgelenk ein Gummi- oder Neoprenbündchen, oft mit integriertem Verstellriemen, der verhindern soll, dass der Handschuh rutscht. Eis- und felstaugliche Modelle sowie der Skitouren-Leichthandschuh von Dynafit (ca. 180 g) besitzen Stulpen mit einem zusätzlichen Gurtband und Klettverschluss (Röckl).

Fingerlinge

Die Passform der Finger stellt die Handschuh-Entwickler immer wieder vvor neue Herausforderungen. Große Unterschiede gibt es hier in puncto Länge (Leki für kürzere Finger) und Dicke (Vaude für dickere Finger).

Fingerhandschuhe dürfen nicht drücken, und die Fingerkuppen sollten knapp vorne anstoßen. Die Konstruktion der Handschuhspitzen entscheidet auch darüber, ob sich ein Handschuh für bewegungsintensivere Einsätze eignet (z. B. Eisklettern). Die meisten Modelle haben dafür vorgekrümmte Fin-ger (Leki kaum, Röckl stark). Vorsicht Druckstellen: Ein Problem bilden die oft starren Fingernähte in wasserdichten Außenhandschuhen (Black Diamond) ebenso wie fühlbare Nähte in Innenhandschuhen (Mammut und Vaude). Eine sinnvolle Lösung bieten die Modelle von Röckl, Outdoor Research und Leki, die alle verdeckte Nähte besitzen.

Griffigkeit

Ein Winter-Funktionshandschuh sollte allerdings nicht nur vor Kälte und Nässe schützen. Die Handschuh-Innenfläche sollte einen verlässlichen Grip für die Skistöcke oder die Eisgeräte bieten. Deshalb ist die Innenfläche inklusive Finger normalerweise komplett mit rutschfestem, widerstandsfähigem Ziegenleder (Leki, Extremities robustes Kuhleder) besetzt, bei einigen Modellen gewährleistet eine Gummierung Halt und Rutschfestigkeit (Röckl Punkte, Dynafit Netz). Gummi ist zwar robuster, Leder dafür atmungsaktiver.

Extras

Lästiger Schnick-Schnack oder sinnvolles Zusatztool? Viele Modelle sind mit kleinen Extras ausgestattet. So dient besonders weiches Material am Daumen bei manchen Handschuhen zum Stirn- und Naseputzen (Leki). Ein praktischer Clipverschluss zum Aneinanderhängen der beiden Handschuhe sollte ebenso zur Standardausstattung gehören wie eine Zug- und Fingerschlaufe zum bequemen An- und Ausziehen. Damit der Handschuh nicht verloren geht, sind viele Modelle mit elastischen (Leki), oft abclippbaren Sicherungsschlaufen für das Handgelenk (Röckl) versehen. Wer beim Eisklettern unterwegs ist oder schnelle Abfahrten im Gelände bevorzugt, sollte auf tegrierte Protektoren im Handgelenk und Handrückenbereich Wert legen (Outdoor Research, Röckl, Extremities).

Kategorien

Wetter

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 

like!hanfsamenräuchermischungensensiseedsweedseedshopgorilla seed bank

More from our blog

See all posts
No Comments