6 Schneeschuhe im Test

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KRALLEN ZEIGEN!

Wer das Angebot von Schneeschuhen betrachtet, den erwartet eine Vielzahl von Modellen. Ab 49,95 Euro gibt es sie zu kaufen. Schnäppchen, die wir allerdings links liegen gelassen haben. Uns interessierten Exemplare für Alpinisten und Berggeher. Schneeschuhe, die auch bei niedrigen Temperaturen, Wind und Eisquerungen noch funktionieren. Wir hatten die vorgestellten Modelle eine ganze Saison im Einsatz, einzige Ausnahme: Der SalewaSchneeschuh 999. Er hat nicht so viele Stunden im Schnee hinter sich, da er der Neuling unter den alpintauglichen Schneeschuhen der aktuellen Wintersaison ist.

Qualität an erster Stelle Der Schneeschuhgeher bewegt sich mehr oder weniger im alpinen Gelände – abseits der Zivilisation. Deshalb sollte man in jedem Falle auf die Qualität der Schneeschuhe achten und diese, so viel steht fest, können nur Markenhersteller garantieren. Also Finger weg von Discounterware, denn hier ist oft die Freude kurz -gibt der Schneeschuh im Gelände seinen Geist auf, ist der Alurahmen nicht ausreichend vergütet, brechen Kunststoffteile aus, oder die Bindung versagt ihren Dienst, ist nicht nur der Ärger groß, sondern unter Umständen auch wirkliche Gefahr im Verzug. Im ungünstigsten Fall befindet man sich in einer lebensbedrohlichen Situation, denn oft ist der Schnee hüfttief und ein Weiterkommen ohne den Schneeschuh geradezu unmöglich.

Der Berggeher Aufstiegstaugliche Schneeschuhe haben ihren Schwerpunkt etwas nach vorne verlagert. Die Harscheisen sollten sehr griffig sein, die Schaufel stärker nach oben gebogen. Ein Fall für Schneeschuhe mit Alurahmen oder aus Kunststoff. Die Größe liegt zwischen 60 und 65 cm.

Der Alpinist Hier ist der Schwerpunkt weit an die Spitze gerückt, die stark aufgebogen sein sollte. Die Harscheisen sind ebenfalls sehr griffig und beißen sich auch seitlich gut in den Schnee. Alpinisten haben Steighilfen ähnlich der Tourenskibindung, damit der Fuß in einer bequemeren Ruheposition ist. Ein Fall für Schneeschuhe mit hochwertigen Alurahmen oder aus Kunststoff. Die Größe bewegt sich etwa zwischen 55 und 6o cm.

Kunststoff oder Alurahmenschuh?Das ist heute keine Frage der Technik, sondern vielmehr eine Frage von Optik und persönlicher Vorliebe. Alurahmen-Schneeschuhe sehen authentisch aus, Modelle aus Kunststoff hingegen oft cooler. Kunststoff-Schneeschuhe für alpines Gelände haben meist durchgehende, seitliche Krallen, was sehr vorteilhaft ist gegen seitliches Abrut-

schen im windgepressten Schnee oder beim Queren einer Skipiste. Die meisten Kunststoff-Modelle eignen sich für Touren in der Ebene sowie für hügeliges Gelände bis hin zu Gipfeltouren. Einige Modelle bieten ein flexibles Heck für komfortables Gehen (Tubbs), andere lassen sich optional für besseren Auftrieb, bzw. bei Benützung durch unterschiedlich schwere Geher (MSR) verlängern. Unter den Alurahmen-Modellen gibt es von MSR eine Aluflachrahmen-Serie, die sogar 360 Grad Traktion ermöglicht. Damit eignet sie sich gut für die Ebene und bietet gleichzeitig unerreichten Halt an steilen Passagen und bei Gipfeltouren.

WELCHEN VORTEIL HABEN ALUROHRRAHMEN-MODELLE?

Diese ermöglichen komfortables Gehen in flachem und hügeligem Gelände. Ruckartige Stopps, die auf die Knie gehen und unter Umständen zum Stolpern führen, kommen hier seltener vor. Ihre Krallen bieten in den Bergen weniger Halt wie Aluflachrahmen- und Kunststoffmodelle mit durchgehenden Krallenleisten.

Die Traktion, die bei eisigem, hartem Untergrund die Zacken ermöglichen, übernimmt im Tiefschnee bei allen Schneeschuhkonstruktionen vornehmlich der Rahmen. Er gibt den nötigen Auftrieb und trägt den Schneeschuhgeher durch die frisch verschneite Landschaft, bergauf und bergab.

WELCHE MODELLE HABEN SICH IN DEN LETZTEN JAHREN DURCHGESETZT?

In den Bergen haben sich zunehmend Kunststoff- und Aluflachrahmen durchgesetzt, da hier meist harte Verhältnisse vorherrschen (windgepresst, verblasen, feste Trittspuren) bei denen es besonders auf die Traktion der seitlich durchgehenden Zackenleisten ankommt.

WELCHE ROLLE SPIELT DIE BINDUNG DES SCHNEESCHUHS?

Eine sehr wichtige Frage! Sämtliche Elemente müssen nicht nur im Laden, sondern auch während der Tour problemlos zu bedienen sein. Die Kunststoff-Schieber von Schuhplatten-Längenverstellungen oder von Steighilfen können sich bei Kälte verklemmen, daher sollte die Steighilfe besser aus Metall sein. Sie sollte einrasten, damit sie nicht im falschen Moment nachgibt, darf sich nicht verbiegen und muss ein flaches Packmaß auf dem Rucksack ermöglichen.

 

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