12 Skitourenrucksäcke im Test

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Gewicht sparen heißt Kraft sparen! Entsprechend dein Motto »Man spürt sie kaum« sollen Skitourenrucksäcke zwei Eigenschaften perfekt miteinander verbinden: Während des Aufstiegs lässt sich die Ausrüstung bequem und gut verstaut Richtung Gipfel transportieren, bei der an- schließenden Abfahrt sitzt der Rucksack fest und seitenstabil am Rücken, ohne den Bergsteiger beim Fahren zu behindern. Die meisten Wintersport-Allrounder zeichnen sich durch zwei Besonderheiten aus: große, Übersichtliche Fächer für die Lawinenausrüstung und eine robuste, dabei aber leicht zu bedienende Ski-, Schneeschuh- und Snowboardhalterung. Dank praktischer und übersichtlicher Funktionstaschen gehört auch das wühlende Suchen nach einem Gegenstand, der sich mit Sicherheit in der untersten Rucksackecke versteckt hat, der Vergangenheit an. In unserer Markt- übersicht wurden ausschließlich Skitourenrucksäcke für Tagestouren getestet; die vorgestellten Lawinen-Airba-Systeme spielten für die Bewertung der Modelle keine Rolle.

Alles eine Frage des Typs

Tagesrucksäcke mit einem Fassungsvermögen zwischen 22 und 30 Litern werden heute meist als Kompaktmodelle mit Reißverschluss statt als Sackmodelle mit variablem Deckelverschluss angeboten. Sie besitzen ein Extra-Fach vorne zum Verstauen der Lawinen-Sicherheitsausrüstung Schaufelblatt, Halter für Schaufelstiel, Lawinensonde und Erste-Hilfe-Set) sowie zur Fellunterbringung. Wer Schneeschuhe oder ein Snowboard transportieren möchte, greift zu einem Modell mit verstärkter Halterung. Die zusätzliche große Öffnung mit Zwei-Wege-RV am Rücken ermöglicht einen übersichtlichen Zugriff auf das komplette Hauptfach, ohne Schneeschuhe/Snowboard vorne abschnallen zu müssen (The North Face, Marmot, Osprey, Bergans optional).

Tragekomfort und Rückensysteme

Die Rückenbelüftung ist bei Rucksäcken zwar immer von Bedeutung, aber im Winter eher Nebensache. Weil sich in porigem Mesh-Gewebe Schnee festsetzen kann, wird für Schulterträger und Hüftflossen überwiegend glattes Meshmaterial mit Schaumstoffpolsterung verwendet. Einen Kompromiss bieten das Modell von The North Face mit leichtem Trikotbezug, das optimal belüftete »Sommer- wie Wintermodell« von Vaude (Mesh über Fasern), der Rucksack von Deuter mit 3D-AirMesh-Hüftflossen sowie das top-belüftete Modell von  Camp. Da Skitour keine schweren Lasten transportiert, haben die Rucksäcke meist nur kurze, schmale Hüftflossen und leichte, aber breite Schulterträger.

Der Rücken eines Skitourenrucksacks sollte variabel verstellbar sein, bei der Abfahrt aber eng anliegen.Meist gekreuzt angeordnete Aluschienen und ein flexibel gespannter Alu-Rahmen am Rücken übertragen die Last optimal auf die Hüftflosse (The North Face mit Hartschaumplatte) und bilden die Grundlage der Rückenpolsterung (bei Deuter »Rist.« als Iso-Sitzmatte ausziehbar). Die Modelle von Ortovox, Deuter, Pieps und Marmot können am Rücken individuell  angepasst werden. Der konkave Rücken von gepasst Osprey, Vaude (plus 3D-Polster) und Marmot(flexibler) lüftet hervorragend bei gleichzeitig stabilem Seitenhalt.

Außenbefestigungen und Kompression

Skitourenrucksäcke besitzen zahlreiche Befestigungsmöglichkeiten: seitliche Schnallenriemen für Skistöcke und Pickel, robuste Ski- und Helmhalterungen, Kompressionsriemen für Schneeschuhe und/oder Snowboard sowie Material- und Deckelschlaufen. Auf Grund der unterschiedlichen Skibreiten sind die Seitenschlaufen individuell verstellbar (Vaude, Mammut, Pieps). Neben der im deutschen Sprachraum üblichen Fixierung der Ski seitlich am Rücken findet man bei einigen Modellen auch die Variante für die französische Tragemethode am Rucksackboden plus Kopfschlaufe oder deren schräge Lösung mit Schulterhaken als Schnellfixierung bei Skitouren-Rennrucksäcken (elegant gelöst bei Pieps, Comp original Rennsystem). Kompressionsriemen am Rucksackrücken dienen der Befestigung von Schneeschuhen und Snowboard — zu Hause ausprobieren; ob das Board auch wirklich befestigt werden kann!

Platz für Kleinkram

Egal, ob Kompakt- oder Deckel-Rucksack — Skitourenrucksäcke sollten mindestens eine Fronttasche für Kleinkram und ein zusätzliches Wertsachenfach besitzen, willkommen ist auch ein gepolstertes Skibrillenfach (bei Pieps wasserdicht). Praktisch  sind auch ein Zusätzliches Frontfach für Mütze und Handschuhe sowie Taschen an den Hüftflossen, z. B. für Kamera oder Handy (Ospray,Deuter); die Modelle von Deuter und Camp besitzen zudem praktische Seitentaschen.

Sonderzubehör

Schlüsselclip, Signalpfeife am Brustgurt und ein variables Trinksystem-fach zählen bei Skitourenrucksäcken mittlerweile zum Standard, die wichtige Trinkschlauch-Isolierung (vor allem bei großer Kälte wichtig!) leider noch nicht immer (Mammut, besser Osprey, Marmot). »Fürs Auge« gibt es eine Checkliste für die im Frontfach (The North Face, Mammut) sowie eine Notsignalanweisung (Deuter, Mammut). Die Schnellschnallen an den Modellen von Jack Wolfskin und Osprey lassen sich problemlos mit Handschuhen bedienen. Der für Skihochtouren konstruierte Rucksack von Pieps besitzt zusätzlich noch eine Pickelhalterung, eine Abwurfschlinge am Hüftgurt sowie Schlaufen für Karabiner.

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