Fünf neue GPS-Geräte im Test

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WEGWEISEND

Sie gehen immer noch ohne GPS-Gerät auf Tour? Warum eigentlich? Denn mal ehrlich: Haben Sie sich beim Wandern und Bergsteigen noch nie verirrt, sind noch nie überrascht worden von Schlechtwetter oder Dunkelheit? Oder haben noch nie – im dichten Schneetreiben – die verschneite Aufstiegsspur zurück ins Tal verloren? Mit einem satellitengestützten Taschenpiloten wäre das nicht passiert!

Doch GPS ist mehr als nur eine Versicherung für Notfälle. Sie können damit auch Ihre Outdoor-Touren bequem am Computer planen und auf den GPS-Empfänger   laden. Ist Ihnen zu aufwendi? Dann bieten ich fertige Touren aus dem Internet an. Ob Bike-, Berg- oder Wandertour: die meisten sind kostenlos und warten nur darauf, heruntergeladen und entdeckt zu werden. Fehlt nur noch das richtige Gerät! Um Ihnen die Wahl zu erleichtern, haben wir fünf neueste Modelle getestet – vom 260-Euro-Sehhäppchen  bis zum 500-EuroTopmodell. Alle fünf Prüflinge mussten ein anspruchsvolles Navigationsprogramm absolvieren, auf Wanderungen durch das verwirrende  Forstweglabvrinth des Frankenwalds ebenso wie auf Alpentouren abseits von Weg und Pfad .Und genau  hier – in den tief eingeschnittenen Wettersteintälern –stellten die Tester  gleich erste Unterschiede fest, und zwar beim Empfang. Das Garmin Etrex 30 ermittelte unter den schwierigen Bedingungen flotter und auch etwas exakter als alle anderen den genauen Aufenthaltsort. Der Grund: Es versteht nicht nur die Signale des amerikanischen GPS, sondern auch die des russischen GLONASS.

Doch damit nicht genug:

Auch beim Display überzeugt der neue Kleine von Garmin. Sein heller Bildschirm lässt sich besser ablesen als die seiner Mitstreiter – und das oft sogar ohne aktivierte Hintergrundbeleuchtungtung. Bei allen anderen Kandidaten mussten die Tester meist das Zusatzlicht aktivieren, um Standort und Karte ablesen zu können, vor allem bei Sonnenschein. Nachteil der Beleuchteng: Sie zieht Strom. Tages- oder Wochenendtrips sind dann nur mit gedimmtem Monitor möglich, soll ein Batteriesatz reichen. Das Etrex 30 schafft damit  hingegen mühelos 24 Stunden – Voraussetzung  für ausgedehnte Alpin- und Trekkingtouren!

Auch für GPS-Novizen geeignet

Doch was nützen helles Display und Stromverbrauch, geringer Stroverbrauch, wenn man nicht klar kommt mit dem GPS-Gerät? Wenn etwa das Menü verwirrt oder die Handhabung umständlich ausfällt? Am einfachsten lassen sich Geräte mit logischem Menüaufbau und berührungsempfindlichen Touchscreen bedienen. Das beweisen nicht zuletzt Garmin Montana und Falk Ibex, die sich auch Einsteigern im Nu erschließen. Die Zieleingabe? Findet man sofort. Wegpunkt markieren? Klappt auf Anhieb – wie auch alle übrige Funktionen. Damit steht das Duo allerdings nicht allein – auch mit allen anderen Geräten hatte keiner aus der Testcrew gravierende Probleme, obwohl auch GPS- Novizen dabei waren.

Und wie sieht’s bei den Navigationsfunktionen aus? Sehr gut! Alle Aspiranten führten das Testteam mit Hilfe von Routen und Tracks sicher ans Ziel. Garmin, Falk und VDO können das sogar mit automatischer Wegfindung (Routing) abgesehen vom Etrex 30  auch mit Sprachführung. Aber Vorsicht: Nicht immer fallen die Routenvorschläge attraktiv aus. Wer sichergehen will, sollte denWegverlauf durch das Einfügen von Zwischenzielen anpassen. Die umfangreichsten Möglichkeiten, die Routenberechnung zu beeinflussen, bieten Falk und VDO – vor allem für Tourenradler.

Das Falk etwa schlägt bis zu drei Routenvarianten vor, die bevorzugt über Radwege und verkehrsarme Straßen führen. Wanderer können ebenfalls Vorgaben für die Streckenführung machen, auch hier gelingt das mit den Modellen von Falk und VDO am besten. Bei ihnen lässt sich beispielsweise festlegen, ob eine Gebirgstour alpine Steige enthalten darf – oder nicht.

Doch auch wenn Bontrog nicht immer die perfekte Wander- oder Biketour ins Display zaubert, erleichtert es die Tourenplanung nicht nur auf dem GPS-Gerät: Die Karten von Garmin und VDO routen auch auf dem Computer. Das empfiehlt sich vor allem für lange Touren mit vielen Zwischenzielen: Sie lassen sich auf großen Bildschirmen flotter und bequemer¬ erstellen als auf kleinen GPS-Displays.

Beim Gerätekauf spielt auch das Angebot an guten, zum Gerät passenden Karten eine große Rolle, schließlich bindet man sich mit dem Kauf auch an die Karten. So lassen sich Garmin-Modelle nicht mit Falk-Karten füttern und umgekehrt. Alle Anbieter im Test (außer Magellan) bevorzugen routingfähige Vektorkarten (s. Kasten). Besonders Garmin punktet mit einer breiten, hochwertingen Auswahl wandertauglicher Ausgaben, die durch anschauliche Rasterkarten ergänzt wird. Neben den Alpenvereinskarten zählt Birdseye Select dazu, ein kostenpflichtigerDownload-Service für Topo- und Wanderkarten.

Sie wollen für Karten kein Geld bezahlen? Besonders für Garmin- und Magellan-Empfänger stehen viele, oft routingfähige Gratiskarten im Netz. Zwar sind sie nicht immer so anschaulich, detailreich und – je nach Region – vollständig wie käufliche, sind aber für den günstigen Einstieg eine Alternative.

Für jeden das passende Gerät

Unterm Strich bringt der Test sehr gute Ergebnisse. Besonders schön: GPS-Navigation geht auch preiswert, das zeigt das Garmin Etrex 30, ein empfangsstarker Allrounder mit bestem Display. Auf mehrtägigen Alpin- und Trekkingtouren ist der leichte GPS-Zwerg sowieso erste Wahl. Wer aber Touchscreen-Bedienung bevorzugt – und auf Gelände-Routing verzichten kann-, findet im Magellan Explorist 610 eine Alternative. Wanderer und Radler, die ihre Touren am liebsten direkt auf dem Gerät planen wollen, werden das Falk oder das VDO mögen. Ersteres punktet mit top Bedienung, während der VDO-Lotse dasvgrößere, auch für die Tourenplanung am PC geeignete Kartenangebot stellt. Wer auf ein geeignet großes Display mit übersichtlicher Kartendarstellung besonders großen Wert legt, kommt am Garmin Montana nicht vorbei.

 

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