Steigfelle im Test

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Fell ist Fell? Keinesfall! Moderne Steigfelle sind schnell, werden kaum vom Schnee unterkrochen und sind individuell spannbar. Dafür lassen sich die meisten kaum noch ohne Kleberschaden am zugigen Gipfel zusammenfalten. Wir sagen Ihnen, welche Modelle ihr dickes Fell behalten.

Sie sind die direkte Verbindung zum Schnee beim Aufstieg und wesentlicher Bestandteil der Skitourenausrüstung — Steigfelle. Im Idealfall kleben sie nach dem Aufziehen fest am Skibelag und pan kann sie vor der Abfahrt problemlos wieder entfernen. Der Kraftaufwand hierfür ist eher ein Komfortkriterium, so z. B. bei den Modellen von High Trail, Dynafit, Black, Diamond, die ein leichtes Ablösen trotz hoher Klebekraft garantieren. Wie energisch man jedoch das Fell wieder abziehen muss, sagt wenig über die Klebekraft am Ski, die Dauerrhaftigkeit des Klebers oder die Beeinträchtigung der Haftwirkung bei mehrfachem Anfellen (im Falle einer Tour mit mehreren in Abfahrten und Aufstiegen). Getestet wurde mit einem 178 Zentimeter langen Ski der Marke Dynafit, dem Seven Summits (Taillierung 113-80-100 mm).

Kleber und Feuchtigkeitsaufnahme

Wegen der enormen Klebekräfte und der ohen Empfindlichkeit des Klebers müssen ie meisten Felle nach dem Abziehen auf mitgelieferten Schutzfolien oder Netzen us Kunststoff zusammengelegt werden (so z.B. bei den Modellen von Colltex, im Fall Contour nur zur Lagerung). Danach lassen sich die Felle am besten in einem mitgelieferten Beutel lagern. Genial ist der Oberzeh-Strumpf von Montana). Vorteil: Die kaum noch Nässe aufnehmende Schicht verringert die Stollenbildung bei feuchtem Pulverschnee, ebenso wie bei warm-feuchtem in kalt-trockenen Schnee. Mohairfelle stollen generell etwas weniger als Mischfelle, sollten aber ebenfalls geleentlich imprägniert werden. Der Trend geht jedoch zu Steigfellen mit oher Adhäsionskraft, eine sinnvolle Alternative zu den gängigen Klebefellen: Das Fe11 saugt sich hier durch Molekularkraft (Adhäsion) am trockenen und nassen Ski fest. Mehrmaliges Auf- und Abfeilen ist somit kein Problem mehr! Nach dem Pio nierfell Gecko von MP-Sports präsentieren diesen Winter High Trail die zuverlässigere Variante Evotec. Dieses Fell behält auch bei nassem Belag und großer Kälte seine Haft kraft und lässt sich zudem nach Gebrauch beliebig zusammenlegen.

Das Fell

Meistens wird das Fell aus Haaren der Mohairziege, aus Kunstfaser und immer häufiger aus einem Gemisch beider Arten hergestellt. Damit das Fell beim Vorwärts-schieben des Ski optimal über den Schnee gleitet, streichen die Haare des bestehenden Steigfells alle nach hinten. Beim Aufdrücken krallt sich das Fell in den Schnee und bietet beim Abdrücken des Fußes einen elastischen Halt. Die vorgestellten Modelle unterscheiden sich hauptsächlich in ihren Gleiteigenschaften.

Selbst wenn Mohair- und Kunstfaserfell anfangs gleich gut gleiten, gleitet die Mohair-variante nach längerem Einsatz schneller, letzteres langsamer. Dafür ist ein Fell aus Kunstfaser generell robuster und haltbarer weshalb zunehmend Mischfelle mit 30 % Kunstfaseranteil angeboten werden (z.B. von Contour). Mischfelle kombinieren perfekt Gleitfähigkeit und Robustheit. Durch die zusätzliche Behandlung mit Gleitmitteln werden diese Eigenschaften zusätzlich erhöht. Um die Gleitfähigkeit noch weiter zu erhöhen, sind einige Felle zusätzlich mit Gleitmittel behandelt (Modelle von Dynafit oder Mondana).

 

 

Die Form

Während früher Steigfelle fast nur in zwei Breiten erhältlich waren (nur noch bei Renn- und Leichtski), muss man heute für Carvingski je nach Länge und Taillierungsgrad unterschiedliche Felle kaufen, die nicht ganz billig sind (bei Colltex für überbreite Ski breitenvariable Doppelfelle).Die meisten Hersteller bieten für jede gängige Carving-Taillierung vorgefertigte Felle an, Montana sogar Maßanfertigungen(optional auch bei High Trail). Das Zuschneiden von Fellen sollten »NichtWerkler« besser dem Händler überlassen. Die vorgestellten Felle wiegen mit Folien (40 g pro Paar) um die 500 g pro Paar (Dynafit 470 g, Montana bis 520 und sind entsprechend robust.

Front- und Heckfixierung

Damit ein Fell zuverlässig hält, muss es zuverlässig zumindest an der Schaufelspitze befestigt werden. Traditionell hakt man die Felle erst hinten am Ski in die Tourenski-Kerbe ein und fixiert sie eines Bügels mit Gummispanner.

Leider hat dieses gängige Verfahren den Nachteil, dass sich der Spanner beim Touchieren mit der anderen Spitze lockern, Schnee unter das zurückgeschlagene Fell kriechen und sich das Fell letztendlich auf Grund der Nässe allmählich lösen kann. Die Variante von Dynafit arbeitet deswegen mit einer sicheren Gumminippel-Schnellfixierung und das Modell von Contour besitzt statt des Spanners eine Klettfixierung, die ein Unterkriechen so gut wie ausschließt. Durch fixe, abdichtende Frontbügel lässt sich das Unterkriechproblem an der Schaufel ebenfalls minimieren. Heute werden die meisten Steigfelle von vorne nach hinten aufgezogen. Hier befindet sich statt des aufgezogen Hakens ein Hebelhaken (Clip) mit Längenanpassung zur Fixierung des Fells am Ski (ideal bei Völkl, Kohla). Moderne Klebefelle erzeuen keine oder kaum Spannung (Contour, Dynafit bzw. Völkl, Kohla, Spannung High Trail). Eigentlich liegt das Fell nämlich unter Spannung auf dem Belag, was jedoch die Klebewirkung verringert, insbesondere bei niedrigen Temperaturen.

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