8 Isolierflaschen im Test

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Heiß oder Kalt – Hauptsache gut isoliert!

Vor Uber 100 Jahren wurde síe erfunden, die Termos- bzw. Isolierkanne. Seítdem leistet sie unangefochten ihre Dienste. Doch was muss man in Sachen Handhabung, Einsatz, Zuverlässigkeit und Isoliervermögen beachten? Wir haben uns für Sie schlau gemacht.

Etwas Warmes braucht der Mensch! Isolierflaschen erfüllen vor allem im Winter bei eisigen Temperaturen ihren Zweck. Nicht nur das, sie stellen vor allein eine sinnvolle Alternative zu Trinksystemen (hier kommt es oft zum Einfrieren der Schläuche) oder uriisolierten Aluminiumflaschen dar. In der Regel ist man beson- ders auf Touren mit einer doppelwandigen Edelstahlflasche mit Vakuumisolierung am besten ausgestattet; und im Gegensatz zu Kannen mit Glaseinsatz steckt die Edelstahl-Isolierflasche Einiges an Schlägen weg und ist fast unzerstörbar. Gute Flaschen sollten ein kochend-heißes Getränk bei Kälte über acht Stunden heiß (80°) und über 24 Stunden warm halten. Das Kühlen von Getränken im Sommer funktioniert meist noch länger.

(Anmerkung der Redaktion: Wir sprechen hier von sogenannten Isolierkannen, da es sich bei der Thermosflasche um den Produktnamen der amerikanischen Firma Thermos handelt.)

Gewicht und Volumen

Sie planen einen kleinen Ausflug und eine leichte Wanderung? Oder doch eine mehrtätige, anstregende Biwaktour? Da sich die Flaschen in Gewicht und Volumen deutlich unterscheiden, sollte man die »Einsatzfrage« am besten im Vorfeld klären, denn auf längeren Touren ist ein größeres Fassungsvermögen durchaus empfehlenswert (ab 1 Liter, z. B. von Isosteel, Stanley).

Die Edelstahlvariante erscheint bei einem Füllvolumen von einem Liter mit gut einem halben Kilogramm Gewicht relativ schwer (Therrnos: 510 g; Isosteel oder Stanley: 750 g)

 

Dagingegen entpuppt sich das Modell von Tiger mit knappen 440 Gramm als absolutes Leichtgewicht! Als Standardhöhe geht man generell bei einem Volumen von einem Liter von etwa 30 Zentimetern (Tiger 28 cm) aus, das entspricht ungefähr der Größe einer handelsüblichen Flasche. Im Durchmesser werden greiffreundliche 8,5 Zentimeter standardisiert. Die Flaschen von Isosteel oder Stanley sind zwar nicht die Freunde kleiner Frauenhände, dafür besitzt das Modell von Isosteel einen Handschuh-freundlichen Klappgriff sowie einen abnehmbaren Tragegurt. Ideal für »schmächtige« Hände sind die Varianten von Thermos und Tiger (Durchmesser 8 cm). Bei den meisten Modellen der doppelwandigen Kannen ist der Außenmantel mit einer speziellen Kunststofflackierung versehen, die ein Umgreifen der Flasche vor allem mit Handschuhen sicherer macht (Feleirid, Primus, La Playa, Stanley). Ein weiterer Vorteil: Durch die Beschichtung frieren die Flaschen bei Kälte weder an Händen noch an Handschuhen an.

Füllöffnung und Bechervolumen

Die Füllöffnung bei Einliter-lsolierflaschen ist meistens gängige fünf Zentimeter groß. (Edelrid, Tatonka, Stanley). Das Befüllen klappt hier problemlos soar ohne nervendes,angenehmes Überzusprudeln. Eine kleinere Öffnung wiederum garantiert einen geringeren Wärmeverlust (Thermos, Primus: 4,2 cm). Jede der getesteten Isolierflasche besitzt einen aufgeschraubten Trinkbecher, dessen Standardvolumen bei Bergflaschen 150 Milliliter Fassungsvermögen beträgt.

 

Die Bechervariante im Modell von Isosteel hat sogar einen Umfang von 240 Milliliter, genau richtig für eine Portion Suppe im Biwak. Die abgerundeten Standardbecher fühlen sich zwar besser an, das Modell von Isosteel mit geradem Boden lässt sich jedoch sicherer abstellen. Endlich entspannt zu zweit trinken kann man mit der Variante von Stanley: Die Flasche mit zwei abschraubbaren Trinkbechern ist ideal für Touren im Doppelpack. Weiterer Vorteil: Zwei Becher ermöglichen ein mehrmaliges Umgießen bis die Flüssigkeit auf Trink-Flüssigkei heruntergekühlt ist. Leider erhitzt sich bei den Modellen von Thermos und Tiger der heiß befüllte Becher äußerst schnell.

Verschlüsse und Ausguss

 

In der Regel werden aus Plastik gefertigte Schraubverschlüsse verwendet, um die Isolierkanne möglichst luftdicht zu verschließen und damit die Länge der Isolation zu optimieren. Daneben gibt es den sogenannten Quickstop-Verschluss und den Deckelverschluss mit Druckknopföffnung ohne Verschlussring.

Der Quickstop-Verschluss (mit Verschlussring) lässt sich durch einfaches Drücken mit einer Hand bedienen und garantiert dabei ein sauberes Rundumausgießen. Nachteile: Das Standardbauteil ist mechanisch anfälliger, nach dem Verschließen kann es zum Nachtropfen kommen, der Verschluss isoliert weniger und lässt sich nur umständlich reinigen. Alle QuickstopAusgießsysteme haben einen guten Flüssigkeitsdurchfluss (wasserreicher Strahl), der eine gute Dosierung beim Eingießen in den Becher ermöglicht. Schraubverschlüsse sind zwar weniger elegant zu bedienen, dafür aber robuster, leichter zu reinigen und isolationsfähiger als Quickstop-Verschlüsse. Ähnlich der haushaltsüblichen Kunststoff Isolierkanne sind Füll- und Gießverschluss hier identisch. Die Schraubverschlüsse im Test haben jeweils

zwei Ausgießöffhungen, die einen dünnen (Option Primus), wasserreichen (Stanly) oder schwer dosierbaren Strahl (Tatonka dünn bis breit variierbar) erzeugen.

Isolation

Die Deckelverschlussvariante mit Druckknopföffnung ist fast wasserdicht, lässt sich leicht bedienen (Thermos nicht einhändig), der Ausgussstrahl leicht regulieren (La Playa) und der Verschluss bestens reinigen (Tiger). Generell gilt: Je kleiner das Flaschenvolumen, desto kürzer wird das Getränk war bzw. kalt gehalten. 

Bei 20 Grad Zimmertemperatur und einem Flascheninhalt von 95 Grad zeigten die Flaschen von 36 Stunden immer noch einen Wert von 48 Grad an ( außer Thermos und Tatonka). Nach 12 Stunden waren übrigens alle Isolierflaschen mit einem Wert zwischen 76 und 79 Grad noch brühheiß. Geht man von Temperaturen deutlich unter 0 Grad aus, ergeben sich natürlich entsprechend niedrigere Werte. 

 

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