12 Kletterhelme im Test

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Südfrankreich, „eisenfester“ Fels. Martin zieht an, schießt urplötzlich rückwärts aus der Wand und bleibt Augenblicke später kopfüber im Seil hängen. Helm sei Dank ist außer einem großen Schreck und einer noch größeren Verwunderung darüber, dass in diesem Fels ein Henkel ausbricht, nichts passiert. Der Vorfall, geschehen an Pfingsten dieses Jahres, zeigt aber eindrücklich, dass Helme eben nicht nur dann von Nutzen sind, wenn einmal nicht alles Gute von oben kommt, sondern auch beim Sportklettem ihre Berechti-gung haben.

Drei Jahre ist es her, seit wir uns das letzte Mal angesehen haben, was der Markt an Kletterhelmen zu bieten hat. Seither sind einige neue Modelle dazu gekommen und alte Bekannte wurden weiterentwickelt. Das Feld setzt sich zusammen aus acht Inmolding-Helmen, die wie Fahrradhelme aus einer dünnen, relativ weichen Außenschale und einem Styropor-Kem aufgebaut sind, und vier Hybridhelmen, bei denen in eine harte Schale über dem Kopf ein Styroporeinsatz zur Dämpfung eingebaut ist.

LEICHT UND LUFTIG

Die Ausrede, ein Helm sei zu schwer, zieht schon lange nicht mehr. Aktuelle Inmolding-Helme wiegen teilweise deutlich unter 3oo, die leichtesten sogar unter 25o Gramm. Aller-dings sollte man mit diesen Leichtgewichten auch einen sorgfältigen Umgang pflegen.

Mal eben in den Rucksack stopfen und sich dann womöglich noch draufsetzen tut nicht gut. Wer lieber einen im Alltag robusteren Helm hat, greift zu einem der Hybridmodelle, muss allerdings auch rund loo Gramm mehr Gewicht in Kauf nehmen.

Der zweite, fast noch wichtigere Punkt beim Thema Komfort ist die Belüftung. Zwar fehlt beim Klettem der Fahrtwind, der auf dem Rad far Frischluft unter dem Helm sorgt, mit ihren vielen Lüftungschlitzen und Kanälen lässt es sich unter modernen Helmen aber auch im Sommer in einer Südwand aushalten. Besonders gutes Klima herrscht unter dem Tripod von Mammut, dem Meteor von Petzl oder dem Speed von Camp. Eine gute Polsterung trägt ein Übriges zu einem angenehmen Tragegefühl bei. Neben den Helmen von Mammut und Petzl sitzen auch der Pulse von Camp oder der Grid von Skylotec besonders angenehm auf dem Kopf.

Wenn ein Helm bei jeder Kopfbewegung verrutscht ist das nicht nur lästig, sondern auch ein Sicherheitsrisiko. Deswegen sollte der Helm gut angepasst werden. Der Verschluss gehört dabei unter das Kinn. Die seitlichen Riemen, mit denen sich die Lage auf dem Kopf — vorn, mittig, hinten — regulieren lässt, sollten nicht über die Ohren laufen. Während sich die Hybridhelme mit ihrem umlaufenden Kopfband meist problemlos auf alle Kopfformen einstellen lassen, kann es bei den Inmolding-Modellen, die das Band in der Regel nur am Hinterkopf haben, vorkommen, dass ein Helm nicht auf alle Köpfe passt. Hier ist probieren angesagt.

MEHR DÄMPFUNG GEFÄLLIG?

Maximal 10 kN an Kraft darf auf den Kopf einwirken, wenn ein fünf Kilo schwerer Brocken aus zwei Metern Höhe auf den Helm fällt. Das schreibt die Norm EN 12492 für Bergsteigerhelme vor, sonst darf ein Helm nicht in den Handel kommen. Etwas schärfer sind da die Anforderungen der UIAA, die maximal 8 kN zulässt. Bis auf den Pulse von Camp und den Helm von Skylotec (derzeit noch in der Prüfung) schmücken sich alle hier vorgestellten Helme mit diesem Zusatzlabel.

Zur Standardausstattung von Helmen ge-hört nach wie vor eine Stirnlampenhalterung. Bei unseren Helmen besteht sie meist aus drei oder vier Kunstoffclips, die die Lampen in allen Fällen sicher am

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