FÜNF TREKKINGSTÖCKE im TEST

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Trekkingstöcke erleichtern das Gehen in unwegsamem Gelände. Und so simpel das Produkt auf den ersten Blick scheint, so unterschiedlich sind die Detail-Lösungen der Hersteller.

Vor etwa vier Millionen Jahren ha­ben unsere Vorfahren begonnen, auf den Hinterbeinen zu gehen, und konnten die Vorderbeine – die nun zu Armen wurden – fortan für an­dere Dinge als die Fortbewegung nüt­zen. Die so genannte Zweibeinigkeit oder Bipedie erwies sich als Erfolgs­modell, bis eine kleine Untergruppe des modernen Menschen, der bergstei­gende Mensch, vor knapp vierzig Jah­ren auf die Idee kam, zur Vierbeinig­keit zurückzukehren. Da dies genetisch nicht zu machen war, schal­tete der bergsteigende Mensch sein Großhirn ein und entwickelte den Tele­skopstock, der ihm seither im Gebirge die Vierbeinigkeit ermöglicht.

Tatsächlich haben Trekkingstöcke eben diesen Sinn: einen Teil des Kör­per- und Rucksackgewichts, das berg­auf und vor allem bergab auf den Bei­nen und den Hüften lastet, auf die Arme zu übertragen. So können die oberen Extremitäten, wie vor Urzeiten, wieder ihren Dienst beim Gehen über­nehmen und die unteren Extremitäten unterstützen. Zusätzlich helfen die Stöcke, in unwegsamem Gelände das Gleichgewicht zu halten: beim Durch­queren von Bächen, beim Balancieren über schmale Brücken, beim Gehen im Morast, beim Springen von Stein zu Stein.

Aber Stöcke sind natürlich nicht einfach Stöcke; es gibt sie in den ver­schiedensten Ausführungen. Dieser Artikel stellt die Vielfalt dar, jedoch gibt es eine Einschränkung: Es wird ausschließlich um Trekkingstöcke aus Aluminium gehen. Carbon- und Alu­minium-Stöcke in einem Test zusam­menzufassen, hieße Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Die Wahl fiel daher auf Aluminium, weil es nach wie vor das gängigste Rohrmaterial ist und einige Vorteile bietet: Alu ist weniger emp­findlich, was Katzer angeht. An einem Karbon-Rohr kann ein Kratzer in der Folge zur Bruchstelle werden. Und während Carbon bei Überlastung sprö­de bricht, biegt sich Aluminium erst einmal deutlich. Zudem ist Aluminium schlicht billiger.

ROHRMATERIAL

Aluminium ist dabei jedoch als Über­begriff zu sehen. Tatsächlich bestehen Trekkingstöcke immer aus Alumini­um-Legierungen. Diese Legierungen zeichnen sich durch hohe Festigkeit bei geringem Gewicht aus. Dazu kommt der Vorteil der geringen Korro­sionsneigung. Noch weiter verbessern kann man die Eigenschaften des Mate­rials, wenn man es einer Wärmebe­handlung unterzieht. Während dieses Prozesses verändert sich das Kristallgitter, so dass man auf eine höhere Zugfestigkeit kommt.

Titanal ist eine dieser Legierungen, bei der Aluminium mit geringen Mengen  Titan und Zirkonium verbunden werden, was die Bruchdehnung erhöht. Die hier vorgestellten Stöcke von Exel und Komperdell sind aus diesem Mate­rial. Exped verwendet eine Legierung des Aluminium-Spezialisten DAC, der daraus auch besonders leichte und fle­xible Zeltstangen herstellt.

OBERFLÄCHENBEHANDLUNG Aluminium ist gegenüber Salzen sehr empfindlich. Sogar der Schweiß kann beim ungeschützten Alu-Rohr zu emp­findlichen Korrosionsschäden führen. Daher werden die Rohre einer Oberflä­chenbehandlung unterzogen: eloxiert, lackiert oder wie bei Leki pulverbe­schichtet. Für ein langes Stock-Leben sei es angeraten, mit seinen Stöcken umsichtig umzugehen, um die Ober­flächenbeschichtungen nicht zu zerstö­ren.

GRIFF

Bezüglich des Griffmaterials setzen alle hier vorgestellten Stöcke auf Schaumstoffe, Exel zur Gänze, Black Diamond, Exped und Leki kombinie­ren

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