11 Isomatten im Test

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Trotz ihres hohen Liegekomforts hatten Luftmatratzen für Outdoor-Touren schon lange ausgedient. Sie waren zu schwer und zu voluminös, in kühlen Näch­ten kroch von unten die Kälte in den Schlaf­sack. Doch jetzt erleben sie ihre Renaissance. Denn moderne Leichtluftmatratzen sind nicht nur extrem leicht und kleinst verpack-bar, sie isolieren auch gut. Beste Vorausset­zungen, um die bisherigen Platzhirsche, die sogenannten selbstaufblasenden Matten, in den Ruhestand zu schicken. Wirklich?

Kampf der Konzepte: Welches gewinnt? Das klärt der outdoor-Test: Vier Luftmatratzen von 100 bis 170 Euro und sieben selbstauf­blasende Matten zwischen 30 und 80 Euro treten zum Duell an. Schnell zeigt sich: Luft­matratzen polstern besser. Kein Wunder, schließlich beträgt ihre Dicke im Schnitt über sechs Zentimeter — rund das Doppelte der Konkurrenz. Da spürt der Schläfer selbst von kräftigen Wurzeln oder größeren Steinen we­nig. Aber an das etwas schauklige Schlafge­fühl müssen sich vor allem Leute gewöhnen, die zu Hause eine harte Matratze besitzen. Außerdem drückt im Sitzen das Gesäß bis zum Boden durch — unangenehm bei Kälte.

Die selbstaufblasenden Modelle bügeln Unebenheiten nicht ganz so effektiv glatt. »Aber im Sitzen dämpfen sie besser«, sagt outdoor-Tester Ralph Wildermuth. Auch unruhige Schläfer, die nachts rotieren wie Brathähnchen, kommen besser mit ihnen klar.

Bettmachen kann so simpel sein

In puncto Handhabung geben die selbstauf­blasenden Testkandidaten den Ton an: Ein­fach das Ventil öffnen, zehn bis fünfzehn Mi­nuten liegen lassen, am Schluss noch zwei- bis dreimal nachblasen — fertig. »Einfacher geht’s kaum«, freut sich outdoor-Testerin Katharina Baus. Für drei der vier Luftmatratzen braucht man dagegen ordentlich Puste. Eine Ausnah­me bildet die Light Pump Mat von Mammut mit integrierter Handpumpe: Sie liegt nach gut anderthalb Minuten prall gefüllt da. Für alle vier Luftmatratzen gilt, dass sie bei sin­kenden Temperaturen an Druck verlieren vor dem Zubettgehen also unbedingt noch einmal den Stand prüfen.

Andererseits wiegen die Luftmatratzen im Schnitt fast 40 Prozent weniger als die Kon­trahenten und beanspruchen nur knapp die Hälfte an Platz im Rucksack. Am eindrucks­vollsten demonstrieren das die beiden leich­testen Modelle im Test: die Synmat UL von Exped (460 Gramm, 1,9 Liter) und die Neo Air von Therm-a-Rest (520 Gramm, 2,4 Liter). Für outdoor-Redakteur Boris Gnielka steht deswegen fest: »Gewichtsbewusste Out­doorer nehmen das schlechtere Handling der Leichtluftmatratzen in Kauf.«

Bei kraftigem Frost stoßen die Luftmatrat­zen aber schnell an ihre Grenzen. Die selbst­aufblasenden Modelle isolieren durchschnitt­lich um knapp fünf Grad tiefer in den Minusbereich, die Trekking 38 von Robens bringt es sogar auf einen Limitwert von eisi­gen minus 13 Grad. Doch unabhängig von der Konstruktion lassen sich fast alle Test­kandidaten von Frühjahr bis Herbst nutzen, die vier wärmsten selbstaufblasenden Mat­ten von Robens, Lestra, Nordisk und Yeti eig­nen sich für wenig verfrorene Outdoorer so­gar fürs Wintercampen.

Leicht und kompakt oder mollig warm? Fazit: Beide Konzepte haben ihre Berechti­gung. Spielen Gewicht und Packmaß die ent­scheidende Rolle, haben Luftmatratzen die Nase vorn. Im Test begeistern hier vor allem die Modelle von Exped und Therm-a-Rest.


Letztere ist gerade auch für große oder sehr kräftige Personen wie geschaffen — auch wenn der hohe Preis (170 €) einem zumindest anfangs schlaflose Nächte bereitet. Verfrorene Naturen oder Wintercamper greifen am besten zu einer der vier wärmsten selbstaufblasenden Matten im Feld, wobei ein Modell in diesem Quartett besonders her­vorzuheben ist: die Trekking von Robens. Sie liefert nicht nur eine reife Leistung ab, son­dern glänzt auch mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis: Sie ist schon für fair kalkulierte 55 Euro zu haben.

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