22 Kletterschuhe im Test – Testbericht

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Zum Glück war Ostern dieses Jahr so spät. Denn das be­deutete, dass alle neuen Schuhmodelle schon vor­her lieferbar waren und noch vor der Osterwoche in Plastik und heimischem Fels eingeklet­tert wurden. Dann ging es mit diversen Testem ab nach Bleau, ins Tessin, in die Tarn — sehr un­terschiedliche Gebiete also, in denen die 22 neuen Schuhe zei­gen mussten, was sie können. Leider nicht rechtzeitig trafen die neuen Modelle von Five Ten ein. Wir werden sie in der näch­sten Ausgabe nachreichen.

SCHWIERIGE EINSTIEGE

Auffällig viele Schnürschuhe waren dieses Jahr darunter, und zwar sowohl Spitzenmodelle, bei denen sich mit der Schnürung der Schuh millimetergnau der eigenen Fußform anpassen lässt, als auch echte Komfortmo­delle für lange Klettertage. Die meisten Schnürungen laufen in­zwischen aber auch so gut und locker, dass sie in Sachen schnelles An- und Ausziehen den Velcros fast ebenbürtig sind.

A propos An- und Ausziehen: Der Ersteinstieg fiel dieses Jahr bei vielen Modellen schwer. Der Wunsch nach ewiger Vorspan­nung und stabilem Sitz beim Hooken erzeugt kräftige Fersen­gummis und teils sehr enge Ein­stiegsöffnungen. Wenn dann noch schlecht laufende Velcros dazukommen, wird das echt läs­tig. Auffällig war auch, dass etli­che schwer zu besteigende and anfangs knallenge High-End‑Schuhe dann nach kurzer Ein­kletterzeit ganz komfortabel sa­ßen. Trotz des vielen Gummis und der angeblich undehnbaren Synthetik-Oberstoffe passt sich der Schuh schnell der Fußform an — was ja gut ist. Wer schon lange klettert, wird diesen Effekt beim Schuhkauf berücksichti­gen. Trotzdem: Die richtige Grö­ße zu finden, wird dadurch nicht vereinfacht, besonders wenn man in den Schuh zuerst kaum hineinkommt.

Wo wir schon beim synthe­tischen Obermaterial sind: Des­sen Verbreitung nimmt vor allem im Spitzensegment zu, weil es langfristig etwas form­stabiler ist als Leder. Allerdings hat es auch unangenehme Ne­beneffekte, weil es meist weni­ger luftdurchlässig und wärmer ist und den Schweiß schlecht aufnimmt. Um unheilvollen Klimatendenzen im Schuh ent­gegenzuwirken, stattet deshalb zum Beispiel Red Chili seine Schuhe mit einer Lederinnen­sohle aus, bei Mad Rock und ClimbX kommt eine Hanffütte­rung zum Einsatz.

FAZIT UND EMPFEHLUNG

Sehr überzeugende Sportkletter­schuhe lieferten in diesem Test Boreal mit dem Krypto, Evolv mit dem Shaman und Red Chili mit dem Matador Lace ab. Zum Bouldern empfehlen sich ganz besonders der Python von La Sportiva und der Instinct S von Scarpa. Im Komfort-Segment klettert sich der ClimbX Rock-It sehr gut. Der Preistipp geht an den Jump von Wild Climb.

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