9 Leichtwanderschuhe im Test

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Energiesparer im Test

Vier Wochen lang haben drei Frauen und drei Männer der outdoor-Testcrew die Prüflinge getragen. Auf Touren im Mittelgebirge, über Schotter, Teer und Waldboden. Bei Nässe und Sonnenschein, Plus-und leichten Minusgraden. Über lange Strecken am Stück und meis­tens mit Rucksack. Welche nun die besten sind? So viel vorab: Es sind nicht die leichtesten. Den Gewichtsrekord dieses Vergleichs halten der Mammut Cirrus und der Salomon XA Pro 3D Mid. Sie bringen es auf lächerliche 870 und 820 Gramm im Paar und tragen sich ent­sprechend leichtfüßig. Immer wieder verfielen Tester, die gerade ei­nes der Fliegengewichte trugen, in den Laufschritt und waren kaum zu bremsen. Fazit der Tester: top Schuhe für flotte Touren, nur auf anhaltend steinigen Wegen müssten die Sohlen etwas fester sein.

Darfs ein wenig mehr sein?

Was ein bisschen mehr Gewicht bewirken kann, zeigt der Meindl Quito Mid GTX. Mit 920 Gramm drittleichtester unter den Testkan­didaten, verfügt er bereits über eine stabile, verwindungssteife Soh­le und über einen widerstandsfähigen Schaft aus Leder. »Trägt sich wie ein erwachsener Trekkingstiefel, nur luftiger und wendiger«, sagt Test-Experte Ulrich Benker. Ein wenig Kritik musste nur die ma­ger profilierte Sohle hinnehmen, mit der man auf nassem, matschi­gem Grund öfter mal die Bodenhaftung verliert. Das schwache Pro­fil bietet aber auch Vorteile: Man steht tiefer, näher am Boden und spürt dezent, worauf man tritt — das erhöht die Trittsicherheit in kniff­ligem Gelände. Ein krasses Gegenbeispiel liefert der Hitec V-Lite Buxton Mid. Seine hoch aufbauende Sohle raubt einem jede Ahnung davon, was sich unter ihr so abspielt, wodurch sich die Gefahr eines Ausrutschers deutlich erhöht und es letztlich nur noch für ein »befriedigend« im Endergebnis reicht.

Ein Fall für zwei

Im Großen und Ganzen schlagen sich die Kandidaten jedoch gut bis sehr gut. Einen klaren Testsieger konnte die Crew zwar nicht ausmachen, aber es gibt zwei Favoriten. Es sind die vielseitigsten Schuhe im Testfeld, Allrounder, mit denen jeder sofort losziehen kann: Aku Arriba Mid XCR und Jack Wolfskin Crosshike Texapo­re. Preislich liegen beide im Mittelfeld des Tests, kosten 130 Euro. Auch ihr Gewicht liegt mit gut einem Kilogramm pro Paar in der Mittelklasse. Ansonsten aber haben sie den anderen Kandidaten einiges voraus: Sie lassen sich an fast jeden Fuß perfekt anpassen und rollen geschmeidig, sanft den Auftritt dämpfend ab. Außer­dem geben sie Füßen und Knöcheln so viel Halt, dass man darin selbst Abkürzungen durchs Unterholz oder über Schotterrinnen souverän meistern kann.

Die Wasserdichtigkeitsprüfung haben sie, wie fast alle Model­le im Test, trocken überstanden. Auch der Klimakomfort stimmt, besonders beim Aku. Selbst nach stundenlangem Marsch durchs frühlingshaft aufgeheizte Frankenland blieben darin Füße und Socken aller Tester trocken. Das gab’s sonst nur in den Modellen von Lowa und Meindl. Im Adidas, Columbia und Hitec bekamen die Tester hingegen bereits nach fünfzehn Minuten warme Füße. Gut also, dass man die Wahl hat. Aussuchen kann man es sich dennoch nicht ganz: Das wichtigste Kriterium bei der Schuhwahl ist und bleibt die Passform. Denn nur ein perfekt passender Wan­derschuh ist auch ein richtig guter. Was beim Anprobieren wich­tig ist, steht links im Kasten.

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