GPS Geräte im Test

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Leicht, handlich und kompakt, robust und wasserdicht, einfach zu bedie­nen, am besten routingfähig mit Sprachanweisungen wie im Auto, mit Höhenmesser und Kompass ausgestattet, selbst bei Sonne gut ablesbar, kälte und hitzeresistent, mit langer Batterielaufzeit, Handschuh­tauglich, mit präzisen topogra­fischen Karten ausgestattet und schließlich nicht exorbitant teu­er — die Anforderungen an ein GPS-Gerät zum Bergsteigen, Wandern und Radfahren sind enorm, zum Teil sogar konträr. Denn ein handliches Modell mit Touchscreen wird mit Hand­schuhen immer schwierig zu bedienen sein.

Es verwundert deshalb nicht, dass die Hersteller unterschied­liche Bedienungsansätze ver­wirklichen. Während der Groß­teil der Geräte im ALPIN-Vergleichstest über einen berührungsempfindlichen Bild­schirm verfügt, sind zwei Kan­didaten ausschließlich über Tasten zu bedienen. Das ist kei­neswegs schlechter oder gar antiquiert, man bedient sie ein­fach anders. Ebenfalls zwei Geräte lassen sich im Prinzip wie ein Auto-Navi bedienen.

Die übrigen verfügen über eine anders strukturierte Menüfüh­rung, in die man sich insbeson­dere als GPS-Novize erst einar­beiten muss.

Das Testfeld besteht aus neun Geräten, die alle über ein beleuchtetes Farbdisplay für die Darstellung von Topo-Karten und mit Ausnahme des Active 10 von Satmap über einen barometrischen Höhenmesser verfügen, der in der Praxis die Höhe präzise anzeigt. Bis auf den Xplova G5 haben alle zudem einen elektronischen Kompass eingebaut, um die Himmelsrichtung auch im Stand anzuzeigen. Geräte mit 3D-Kompass arbeiten sogar dann, wenn sie schräg gehalten werden. Das ist praktisch, wenn sie am Lenker des Mountain­bikes montiert sind, denn so funktionieren sie auch beim steilen Bergauf- und Bergabfah­ren präzise.

DIE GPS-CHIPS

selbst sind mittlerweile so empfindlich, dass es keine größeren Pro­bleme beim Empfang der Satel­litensignale gibt. Der Empfang reißt nur irrtiefen Schluchten oder im dichten Laubwald immer mal wieder ab. In die­sem Punkt arbeitet das Testfeld insgesamt zuverlässig, meist zeigen die Geräte den aktuellen Standort mit einer Genauigkeit von fünf bis zehn Metern an. Neben den technischen Mes­sungen haben wir im Test großen Wert auf eine einfache Bedienung gelegt. Im Wesent­lichen sollte ein GPS-Gerät „out of the box” funktionieren — also auspacken, einschalten und los geht’s. Ganz so einfach aber ist die Sache manchmal nicht: Das beginnt bei der Bedienungsanleitung und reicht bis zur Installation der elektro­nischen Karten.

Das Schlusslicht in Sachen Hilfestellung bildet Magellan: Eine deutsche Anleitung fehlt (noch), der Support im Internet listet das im Handel erhältliche Testmuster eXplorist 610 nur am Rande auf und die Hotline ist bei Fragen völlig überfordert. Das ist schade, weil das Gerät insgesamt einen guten Ein­druck hinterlassen hat.

Auch die übrigen Hersteller machen es technisch weniger versierten Kunden nicht immer leicht. Beim MyNav 500 Sport beispielsweise ist die Aktuali­sierung der Software ausgespro­chen langwierig, im Fall des Lowrance-Modells half erst ein Blick ins zugehörige Internet-Forum, um ein Problem mit dem Kompass zu lösen, beim Xplova G5 ließ sich der Treiber für die Verbindung mit dem PC erst nach manuellem Eingreifen installieren. Der Hersteller des TwoNav-Navis verweigerte die Software-Registrierung, außer­dem hat er einzelne Passagen des ansonsten guten Hand­buchs nicht ins Deutsche über­setzt. Manche Anbieter verges­sen, dass nicht alle Kunden Computerexperten sind.

Bei aller Kritik gibt es sehr viel Positives zu berichten: Die Geräte von MyNav, Xplova, Falk und Lowrance werden bereits mit topografischem Kartenma­terial ausgeliefert, bei Satmap und Garmin lässt es sich in Form einer Speicherkarte ein­fach ins Gerät stecken. Damit kann es im Prinzip sofort los­gehen, wobei sich sämtliche Funktionen und Möglichkeiten solcher komplexen Geräte erst in Verbindung mit dem Compu­ter ausreizen lassen.

Wichtige Details

Display: Insbesondere auch bei hellem Sonnenlicht muss die Anzeige des GPS-Gerätes gut ab­lesbar sein. Bei vielen Modellen ist dies nur eingeschränkt oder nur bei voller Hintergrundbe­leuchtung möglich.

Bedienung: Tasten oder Touch-screen? Während die Bedienung über den Bildschirm mitunter bequemer ist, bieten Tasten klare Vorteile bei Handschuhen. Wichtig ist zudem eine klare Menüführung.

Landkarten: Die Darstellung von Landkarten auf dem Display ist mittlerweile auch im Outdoor-Bereich Pflicht. Doch exakte topografische Karten sind zum Teil teuer, in der Handhabung kompliziert und nicht von allen Gebieten verfügbar.

Batterielaufzeit: Enttäuschend ist, wenn einem Gerät in der Praxis schon nach vier Stunden der Saft ausgeht: Da muss man sogar auf einer Tagestour Ersatzbatterien mitnehmen. Es geht auch anders!

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