10 RUCKSÄCKE IM TEST

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Eine neue Generation von Wanderrucksäcken versucht mit unterschiedlichen Rezepten, das Tragen auf Tour so komfortabel wie möglich zu gestalten. Nur vier von zehn Modellen gelingt das sehr gut. Lesen Sie, welchen.

Fight Gravity!, Kampf der Schwerkraft!«, so lautet das Motto von Kletterern in aller Welt. Es dürfte auch die Maxime von Ruck- sackherstellern sein. Schließlich versuchen auch sie mit immer neuen Kniffen, der Erdanziehungskraft ein Schnippchen zu schlagen. Ein Sack mit Trägern? Das war einmal. Heute finden sich selbst in der Rucksack-Kompaktklasse bis 35 Liter Volumen teure Tüfteleien: be­weglich gelagerte Hüftgurte, perforierte Polsterschäume, anatomisch geformte Rückenschalen aus hauchdünnem Kunststoff und stabili­sierende Streben aus hochfestem Aluminium. Das offenbart der prüfende Blick auf die Tragesysteme der zehn interessantesten Wander­rucksäcke der aktuellen Saison, die outdoorfür einen Test ausgewählt hat. Sie alle fassen ein Volumen von etwa 25 bis 35 Litern und sind damit optimal für Tagestouren oder Wochenendwanderungen mit Übernachtung in Hütten oder Gasthäusern. So viel der Gemeinsam­keiten. Bereits beim Preis sind sich die Testkandidaten schon nicht mehr ganz so einig: Sie kosten zwischen günstigen 50 und stolzen 190 Euro, wobei das Gros – sechs Modelle – bei rund 110 Euro liegt.

Viele Wege ein Ziel: maximaler Tragekomfort

Große Unterschiede zeigen sich auch bei den Tragesystemen im Test­feld: Vier der Kleintransporter besitzen gewölbte Packsäcke, die mit einem stark luftdurchlässigen Netz bespannt sind, so dass möglichst viel kühlende Frischluft an den Rücken des Trägers gelangt. Die an­deren sechs sind sogenannte Körperkontaktmodelle, das heißt, sie lie­gen direkt auf dem Rücken an. Damit es dort bei Anstrengung nicht zu heiß hergeht, lassen zwei der Körperkontaktrucksäcke die ange­wärmte Luft über Aussparungen im Polster entweichen. Bei den an­deren vier soll das der offenporige Schaum alleine schaffen. Vorteil der Kontaktrücken-Konstruktion: ein besonders körpernaher Schwer­punkt. Das ermöglicht eine bessere Lastkontrolle, was vor allem bei bewegungsintensiven Aktivitäten wie beim Klettersteiggehen oder Bergsteigen die Balance erleichtert – so weit die Theorie.

Um die Qualitäten der Testrucksäcke in der Praxis zu beurteilen, sieht die Schwäbische Alb an einem Samstagmorgen sechs outdoor-Tester aus ihren Autos steigen. Vor ihnen zwei Berge: einer aus Ruck­säcken, der andere aus Lebensmitteln. »Und das wollen Sie unterwegs alles essen?« Ungläubig beäugt eine rüstige Frau in Wanderkluft, wie neben ein paar Regenjacken auch kiloweise Käse, Schinken, Streichpasten, Brote, Äpfel und Bananen in den Rucksäcken verschwinden. Dazu Thermosflaschen und prall gefüllte Trinkblasen – nur so schaf­fen es die Tester, das Gewicht der Rucksäcke auf exakt acht Kilo zu hie­ven; eine digitale Hängewaage hilft dabei, lässt die Aktion in den Au­gen der rotsockigen Zuschauerin allerdings nicht unverdächtiger erscheinen. Werden hier vielleicht in Höhlen lebende Partisanen, wo­möglich militante Stuttgart-21-Gegner, versorgt? Mit der Erklärung, dass dieser Aufwand »nur« zum Testen der Rucksäcke dient, verab­schiedet sich das Sextett von der zweifelnden Einheimischen. Zwei Tage lang wird es unterwegs sein, um alle zehn Modelle auf Polster und Träger zu prüfen. Immer wieder stoppend, diskutierend und Rucksä­cke tauschend – denn nur im direkten Vergleich, mit austariertem Ge­wicht lassen sich fundierte Aussagen über den Tragekomfort treffen, Stärken und Schwächen eines jeden Modells beurteilen. Doch woran genau erkennt man eigentlich die Tragequalitäten eines Rucksacks?

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