Reepschnüre und Schlingen – Anwendung und Vergleich

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VERWENDUNG

Beim Sportklettern, wo die Exen meist nicht bei jedem Versuch aus der Route genommen wer­den, sondern hängen bleiben, kommt es nicht darauf an, be­sonders leichte Expressschlin­gen zu verwenden. Stattdes­sen müssen die Schlingen zum Auschecken einer Route gut fest­zuhalten sein. In der Regel wer­den daher breitere Polyamid-Schlingen verwendet, zum Teil sind diese sogar grifffreundlich gummiert (wie zum Beispiel bei Edelrid).

Wer auf jedes Gramm achtet, weil er das Geraffel womöglich erst zu einer und dann durch eine große Wand tragen will, spart mit den schmalen, kurzen Dyneema-Schlingen rund 15 bis 20 Gramm pro Pärchen. Häufig werden im alpinen Einsatz auch vernähte Rundschlingen als Expressschlingen benutzt, teils gedoppelt — dann lassen sie sich bei Bedarf schnell verlängern.

INTERESSANTE PRODUKTE Petzl bringt zum neuen Karabiner „L`Ange” die passende extra­leichte Dyneema-Expresse auf den Markt. 64 Gramm wiegt das ganze Set. Edelrid bringt es bei dem Mission Set sogar unter knapp 60 Gramm.

Mammut legt bei seiner Ele­ment Indicator Expressschlinge den Fokus nicht auf minimales Gewicht, sondern auf maxima­le Sicherheit: Die außen graue Schlinge hat einen roten Kern, der bei übermäßiger Abnutzung sichtbar wird. Dann heißt es austauschen. Das System gibt es auch als spezielle Hallenschlinge. Grivel hat einen Schutz für die Express-Schlinge erfunden: Der 3F ist ein Gummiüberzieher, der die Schlinge gut greifbar macht, das Klippen in den Haken erleichtern soll und die Schlinge schont.

SPEZIAL­SCHLINGEN

STANDPLATZSCHLINGEN

Mit speziellen Standplatzschlingen lässt sich die Zahl der benötigten Knoten beirr Standplatzbau stark reduzie ren. Mehr dazu findet ihr in klettern Ausgabe 5/10.

DAISY CHAINS

Daisy Chains sind mehrfach abgenähte Bandschlingen, die vor allem beim Bigwall- und technischen Klettern verwendet werden. Sie erlauben es, sich selbst, einen Haulbag oder andere Gegenstände schnell in verschie­denen Positionen an einem Fixpunkt zu befestigen.

ZUM UMGANG MIT SCHLINGEN

Nie laufendes Seil direkt auf Schlinge: Schlingen und Reepschnüre schmelzen durch Reibungshitze nach kürzester Zeit durch, wenn ein belastetes Seil direkt über sie läuft. Deshalb nie beim Umlenken ein Seil direkt in eine Schlinge fädeln. Immer durch einen Ka­rabiner führen.

Richtig Knoten: Zum Herstellen von Rund­schlingen aus Meterware die richtigen Knoten verwenden. Bei Reepschnüren ist ein Sack­stich in Ringform, bei Bandmaterial ein Ach­terknoten in Ringform zu empfehlen.

Dyneema im Doppelstrang: Am Standplatz Dyneemaschlingen nicht im Einzelstrang be­lasten (z.B. Mastwurf zum Ablängen), sondern immer im Doppelstrang.

Rechtzeitig austauschen: Schlingenmaterial altert, insbesondere unter UV-Einfluss. Stark ausgebleichte Bandschlingen sofort austau­schen, ebenso alle mechanisch beschädigten Schlingen. Ansonsten spätestens nach zehn Jahren erneuern.

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