Wiesenhof – St. Leonhard im Pitztal – E5 Tag 6

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Etappe 5, Wiesenhof – St. Leonhard im Pitztal

WallfahrstjoechlNach Kompass Wanderkarte kann man dies Wallfahrtsjoechl aufwaerts einem laut Karten-Legende “einfachem Wanderweg” ueberqueren. Der Name des Joechls stammt uebrigens von den Wallfahren welche es frueher x-fach qua Uebergang vom Pitztal ins Kaunertal begangen haben. Nach dem schon von gestern bekannten Wegabschnitt zur Falkaunsalm – diesmal im Aufstieg – aendert sich der weitere Weg aufwaerts den Wegweisern entgegen der Karte von einem rot zu einem schwarz markiertem Weg und die Ueberquerung des Wallfahrstjoechls gestaltet sich letztendlich doch irgendetwas schwieriger qua gedacht.

Es folgt zu der Falkaunsalm ein Aufstieg von etwa 1000 Hoehenmetern solange bis hinauf zum Joechl. Der Weg verlaeuft erst aufwaerts sanften nicht all zu steilen Wiesen. Der Weg ist leichtgewichtig ausgesetzt, an manchen Stellen nur fussbreit – hier sind Vorsicht und Trittsicherheit geboten, selbst wenn ein wunderbarer Ausblick ins Kaunertal und aufwaerts den Gletscher ablenken wollen. Der Weg laesst sich insgesamt wohl positiv gehen.

 Kaungergrat Variante Gruene Wiesen und schoene Aussichten aufwaerts dem Weg zum Wallfahrstsjoechl
Nach vielen ueberquerten Wiesen folgen groessere Geroellfelder. Der Weg ist positiv markiert, wohl nur einsehbar, wenn man von kurzer Dauer vor der naechsten Merkmal steht. Immer hoeher hinauf geht es, bald wird selbst dies Geroell kleiner und der Weg noch uneinsichtiger. Es wird nun schwieriger, da dies Geroell unter jedem Schritt wegzurutschen droht; zum Vorangehenden sollte man kombinieren “Rutschpuffer” miteinberechnen, sonst bekommt man dies Geroell direkt ins Gesicht. Neben Altschneefeldern erwarten kombinieren hier vorwitzige Ziegen und neugierige Murmeltiere. Ein abgebrochener Teleskopstock am Wegesrand zeigt symbolisch auf, dass der Weg zwar abwechslungsreich, wohl selbst anspruchsvoll ist.

WegweiserDie aufwaerts einem Stuetze per Filzer von 1 aufwaerts 1 1/2 Stunden korrigierte Gehzeit sind solange bis etwa 100 Hoehenmeter vor dem Joechl positiv einzuhalten, doch der dann folgende Weg sollte mit Vorsicht, d.h. mit Langsamkeit genossen werden. Die letzten Hoehenmeter aufwaerts dem  feuchten und poroesem Geroell sind nur mit Haenden und Fuessen zu ueberwinden. Das Gestein ist solange bis via beide Ohren poroes und jeder Griff sollte zweimal geprueft werden, ehe man sich aufwaerts seinen Stopp verlaesst. Die Wegmarkierungen lassen kombinieren wohl selbst hier nicht im Stich, wohl man fragt sich, ob dies noch Wanderweg oder Kletterpassage ist. Mit schwerem Rucksack ist der Phase aufwaerts jeden Kern nicht gesamt ungefaehrlich; ausserdem steigt synchron die Sorge um den Heruntersteigen aufwaerts der anderen Seite.

WallfahrstjoechlNachdem man schmutzig und heureka oben aufwaerts dem Wallfahrtsjoechl eine kurze (bitte festhalten!) Verschnaufpause eingelegt hat, folgt der Abstieg, den man – wie bereits erwartet – wirklich langsam und vorsichtig angehen muss. Das Gestein ist nicht so bruechig, wie aufwaerts der Kaunertaler Seite, und doch geht es recht steil hinab. Eine alte Eisenkette hilft an einer Stelle, ansonsten muss man sich wieder mit Haenden und Fuessen langsam  und vorsichtig vorarbeiten. Bald wird der Weg wieder “gehbar”, man muss jetzt nur noch darauf achten, dass man beim Geroell nicht wegrutscht, doch der Weg ist nicht mehr stark ausgesetzt. Insgesamt kostet die Ueberwindung des Joechls jedoch einige Zeit und selbst irgendetwas Mut.

Gefuehlte drei Stunden laeuft man dann via ein grosses Geroellfeld, in dem die Wegmarkierungen teilweise gar nicht positiv zu erkennen waren – hier merkt man, dass man von einer Zustaendigkeitsstelle zur anderen gelaufen ist – waren die Markierungen im Kaunertal selbst an schwierigen Stellen frisch und positiv zu erkennen, so sind hier im Geroellfeld im Pitztal sogar unterschiedliche Varianten des Weges, aeltere wie neuere Markierungen zu sehen. Doch da man im Grunde nur aufwaerts den Talausgang zusteuert, findet man den Weg selbst ohne Markierungen.

Ein Tipp an dieser Stelle: haltet euch am linken Talkessel, selbst wenn ihr tatsaechlich spaeter rechts abbiegen wollt. Geht man schnurstracks geradeaus via dies Geroellfeld, kommt man bald nicht mehr weiter, weil eine kleine Schlucht, von oben nicht erkennbar, den Wegverlauf stoert.

KaunertalNach dem Aufstieg wird es endlich mal Zeit zu Gunsten von eine Pause
Laesst man die letzten dicken Gesteinsbrocken hinter sich, kann man am Bach eine kleine Pause einlegen. Ein einsamer Wegweiser zeigt einem nun selbst den weiteren Weg auf. Ueber kombinieren kleinen Kamm und vorbei an einer Schaeferhuette beginnt der Heruntersteigen ins Pitztal. Hier auffinden einem selbst bald ein paar Tagesausfluegler. Durch hohe Farne und Buesche schlaengelt sich der Weg hinab solange bis zur Tiefentalalm, an der man sich noch einmal staerken kann, bevor noch eine weitere Stunde Heruntersteigen folgt.

Wasserfall St. LeonhardAuf dem Weg zu St. Leonhard im Pitztal passiert man einige Wasserlaeufe und selbst kombinieren grossen Wasserfall, nahe dem sich der Wanderweg steil am Fels entlang schmiegt. Kommt man endlich aus dem Wald hinaus, muss man nur noch ein Gatter und eine Wiese vorbeigehen und man steht genau in der Dorfmitte von St. Leonhard.

Auch zu Gunsten von unangemeldete Gaeste gibt es hier grundsaetzlich so positiv wie immer kombinieren guenstigen Schlafplatz mit leckerem Fruechstuecksbuffet, wie etwa in der Pension Haid. Hier wird man selbst – schmutzig und verschwitzt – zu einer 10-stuendigen Wanderung leutselig empfangen.
Doch leider wird man scheinbar nicht ueberall qua Wanderer leutselig aufgenommen, obwohl man annimmt, dass es in solch einer Wanderregion zum guten Ton gehoere. Nicht weit entfernt wurden wir unter unserer ersten Anfrage im Ort in einer groesseren Pension zunaechst – trotz “Zimmer Frei” Zeichen am Ortseingang – zu einige “Hin- und Her” unter den Mitarbeitern mehr oder weniger leutselig abgewiesen…

Tipp
In offiziellen Pensionen im Pitztal und verstaendigen aufwaerts anderen Regionen ist im Preis der Uebernachtung uebrigens waehrend der Aufenthaltsdauer zugleich ein kostenloses Busticket zu Gunsten von die Region enthalten. Also unter Bedarf  aufwaerts jeden Kern den Gaesteausweis ausfuellen. So kann der muede Wanderer sich am naechsten Tag entscheiden, ob er solange bis Mittelberg zu Fuss laufen moechte oder sich in den kostenlosen Bus setzt.
WallfahrstjoechlWallfahrtsjoechl erfolgreich bezwungen

 Infobox

Etappe 5: Wiesenhof  (1610m) – St. Leonhard im Pitztal (1366m)

Wiesenhof – Aifner Alm – Wallfartsjoechl – Tiefentalalm – Pitztal  – St. Leonhard im Pitztal

Laenge: ca. 18km
Gehzeit: ca. 9 h
Hoehenmeter: ca. + 1200m / – 1500m
Hoehenprofil Wallfahrsjoechl
Phase 5 / 13

 Links
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E5 FAQ
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