Eispickel – Eine Frage des Typs – Testbericht

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Ob alpine Nordwand, steiler Eisfall oder überhängende Mixedroute: Für jede Situation gibt es das passende Werkzeug. Wir stel­len acht aktuelle Eisgeräte vor.

Zugegeben, die Entwicklung im Eis- und Mixedklettern und mit ihr die Neuerungen bei Pickeln und Steigeisen schreitet nicht mehr mit Siebenmeilenstiefeln voran wie vor ein paar Jahren. Dennoch haben die Hersteller ih­re Eisgeräte ständig weiterentwi ckelt und verbessert. Zeit also, wieder einmal den aktuellen Stand zu präsentieren. Dazu ha­ben wir uns acht Eisgeräte he­rausgepickt, die entweder voll­kommen neu oder oder in den letzten zwei Wintern auf den Markt gekommen sind.

FÜR EIS UND FELS

Bei unserer Auswahl sind recht unterschiedliche Eisgeräte zu­sammengekommen. Sie lassen sich aber grob in drei Kategorien einteilen. Da ist zum einen die al­pine Spezies, deren Terrain von klassischen Nordwänden bis zu steilen Eisfällen reicht. Dazu zäh­len das Viper von Black Diamond, Quantum Tech von Grivel und Quark von Petzl. Die Mitte bilden das HU.go von Austrialpin, Fusion von Black Diamond und No­mic von Petzl. Mit diesen Geräten läßt sich die ganze Breite vom gemäßigten Eisfall bis zum über­hängenden Mixedgelände abde­cken. Das extreme Ende bilden das phrUgo von Austrialpin und Ergo von Petzl.

Alle Geräte, auch die alpiner ausgelegten, sind zum Klettern ohne Handschlaufen konzipiert. Die meisten Geräte lassen sich aber nach wie vor mit einer Handschlaufe ausstatten. Serien­mäßig mit einer solchen ausge­liefert wird aber nur noch das Vi­per von Black Diamond. Wer sich seiner Sache nicht sicher ist oder in Mehrseillängenrouten unter­wegs ist, sollte seine Geräte aber auf jeden Fall mit Fangschnüren ausstatten. Selbst Profis gehen da auf Nummer sicher, wie die Fotos in der Eigerstory von Ro­bert Jasper zeigen. Fangschnüre werden etwa von Grivel oder Black Diamond inzwischen auch als Zubehör angeboten.

LOCKER AUS DEM GELENK

Eisklettern ist nicht mehr nur et­was für starke Männer. Alle Griffe sind auch mit kleinen Händen bequem zu greifen. In puncto Schlagergonomie hat sich einiges getan, und so lassen sich alle Geräte ohne großen Kraftaufwand rund und locker aus dem Handgelenk schlagen. Je stärker die Krümmung des Ge­räts desto mehr Präzision ist da­bei allerdings erforderlich, da die Geräte, wenn sie nicht senkrecht aufs Eis treffen, zum seitlichen Wegkippen neigen.

Moderne Geräte, auch die alpi­nen, bieten heute allesamt meh­rere Griffpositionen. Dabei sollte auch die oberste Griffmöglich­keit nahe an den Fels bzw. ans Eis kommen. Ist dies nicht der Fall, zeigt die Belastungsrichtung zu stark nach außen und das Gerät kann leichter vom Hook oder aus dem Eis rutschen. Aus diesen An­forderungen resultiert die starke Krümmung bereits im oberen Teil des Schafts und auch der nach hinten versetzte Griff un­ten.

Die starke Krümmung bringt aber auch im reinen Eis Vorteile.

Der große Freiraum zwischen Hauenspitze und Schaft ist beim Erklettern von Blumenkohleis oder beim Einschlagen der Ge­räte auf Absätzen oder über Kan­ten Gold wert.

Aus welcher Griffposition sich ein Gerät am besten schlagen lässt, ist Erfahrungssache und abhängig vom Gelände. Hier darf experimentiert werden. So lassen sich die extremen Geräte im fla­chen Eis meist aus der oberen Po­sition oder einem Zwischending aus oben und unten am besten schlagen. Auch kann man auf den „Höckern” des unteren Griffes im flachen Gelände leicht in eine Stützhaltung übergehen. So erhöht sich die Reichweite und man macht mehr Meter mit weniger Schlägen.

ERST TESTEN, DANN KAUFEN

Obwohl die Unterschiede zwi­schen den einzelnen Geräte nicht mehr so groß sind wie noch vor ein paar Jahren, ist es immer noch ein Frage der persönlichen Vorlieben mit welchem Gerät man am besten auskommt. Wer das in natura testen will kann das in den Testcentern einzelner Hersteller tun (siehe deren Web­seiten) oder auf den Eisfestivals auf denen die meisten Firmen mit reichlich Testmaterial vertre­ten sind. Termine und Infos fin­det ihr auf www.klettern.de.

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